Mex Raguse hat in der DM-Endrunde bereits 45 Mal getroffen. - Foto: Christian Bendig

11.05.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich, Slider · Von: cb

DM A-Jugend: Füchse Berlin und SC Magdeburg mit beeindruckenden Bilanzen

Wenn die Füchse Berlin den SC Magdeburg an diesem Samstag in der Lilli-Hennoch Halle zum Final-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft empfangen, ist bereits vor dem ersten Anwurf um 16 Uhr klar: Der neue Deutsche Meister kommt aus der Nordstaffel. Es ist nicht nur eine Wiederauflage der beiden Saisonduelle, sondern auch des Finales von 2014. Damals hatten die Füchse mit einem Tor die Nase vorne (32:30, 34:35).

Während die Gastgeber des ersten Endspiels letztmalig 2014 den Titel erringen konnten, liegt jener des SCM noch weiter zurück. 2008 holten die Bördestädter die Deutsche Meisterschaft. Es war in dieser Altersklasse die insgesamt zehnte. Damit ist der SCM mit weitem Abstand Rekordhalter. Die Füchse bringen es auf insgesamt vier Meisterschaften bei den A-Jungen und belegen in der ewigen Bestenliste Platz drei. Dazwischen rangiert der OSC Dortmund mit fünf Titeln.

Blickt man auf das reine Zahlenwerk der vergangenen Jahrzehnte, so liegt der SCM deutlich vorne. In der Gegenwart begegnen sich beide Teams jedoch auf absoluter Augenhöhe. In der regulären Saison trafen beide bereits aufeinander. Jedes Team konnte jeweils einmal gewinnen. Wobei der Sieg am letzten Spieltag der Nordstaffel den Magdeburgern überhaupt erst den Einzug in die Viertelfinalspiele um die Deutsche Meisterschaft ermöglichten.

Die Saisonbilanzen lesen sich ähnlich spektakulär: Die Füchse holten sich einschließlich der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 24 Siege, ein Remis und mussten nur eine Niederlage einstecken. Macht in der Summe eine beeindruckende Bilanz von 49:3 Zählern. Die Bilanz des Kontrahenten liest sich mit 45:7 Punkten ebenfalls beeindruckend.

In der Endrunde stehen für beide Teams jeweils drei Siege und ein Unentschieden zu Buche. Magdeburg kam im Viertelfinal-Hinspiel bei den Rhein-Neckar Löwen zu einem 25:25-Unentschieden. In den beiden Partien auf Augenhöhe setzten sich die Schützlinge von Vanja Radic trotz des zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstände (9:12, 10:13) kurz nach der Pause gegen den Süddeutschen Meister durch. Die Füchse kamen im Viertelfinale gegen den DM-Debütanten TV Bittenfeld zu zwei deutlichen Erfolgen. Das etwas überraschende Remis im Halbfinal-Hinspiel (28:28) gegen GWD Minden, rückte man im Rückspiel mit dem 38:28-Sieg in Dankersen wieder gerade.

Das 2018er Finale ist auch die Neuauflage des Duells von 2014. Ein entscheidender Faktor auf Berliner Seite war damals der heutige Nationalspieler Paul Drux. Davor standen sich die beiden Vereine bereits 2013 im Finale gegenüber, wieder mit dem besseren Ende für die Füchse.

Eine ähnlich dominante Rolle wie seinerzeit Drux nimmt bei den Füchsen derzeit Mex Raguse ein. Der Rückraumspieler bringt es in den bisherigen vier DM-Endrunden-Spielen auf insgesamt 45 Treffer, wobei Raguse in Minden zur Halbzeitpause die Rote Karte sah. Auf Seiten der Magdeburger sind die Treffer deutlich breiter verteilt. Bester Werfer ist derzeit Justin Kurch mit 24 Toren.

Insgesamt stellen die beiden Vereine sieben Spieler des U18-DHB-Kaders sowie acht weitere des U18-D- und C-Kaders und zwei des U20-Kaders.

Das Endspiel wird live im Livetream unter dhb.de/live übertragen.

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