Die Nationalspieler Rune Dahmke und Steffen Weinhold übernahmen schon im Herbst 2017 die Funktion der „Gesichter der Spiele“. - Archivfoto: Sascha Klahn

12.05.2018 · Home, Landesverbände, Engagement · Von: oti

Nationale Spiele von Special Olympics Deutschland in Kiel: Koordinator Handball erhofft „Schub für unsere Sportart“

4.600 Athleten und Unified Partner aus 19 Sportarten erwartet Special Olympics Deutschland ab Montag und bis Freitag, 14. bis 17. Mai, zu den Nationalen Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung in Kiel; zusätzlich 1.700 Trainer und Betreuer sowie 2.200 freiwillige Helfer, an die 500 Offizielle. Mittendrin: Die Kieler Handball-Nationalspieler Rune Dahmke und Steffen Weinhold. Sie sind gemeinsam mit den Special-Olympics-Athleten Michaela Harder, Christoph Bertow und Pierre Petersen die „Gesichter der Spiele 2018“ und übernehmen seit Herbst vergangenen Jahres Botschafter-Aufgaben. Weinhold gegenüber dem Fernsehsender Sky mit Blick auf die Veranstaltungswoche: „Das wird eine schöne Stimmung in der Stadt sein.“

Ronny Weber, Nationaler Koordinator Handball von Special Olympics Deutschland, begrüßt das Engagement der beiden Europameister von 2016: „Davon erwarten wir noch mal einen Schub für unsere Sportart – und Popularität insgesamt. Wir hoffen, sie dann auch mal in der Halle zu sehen. Die Aktiven sind schon ganz heiß darauf.“ 

Für Weber sind es die ersten Nationalen Spiele, die er als Koordinator begleitet. Als Trainer reiste er schon mehrfach zu Wettbewerben von SOD, „schon vier- oder fünfmal“ zu Nationalen Spielen. „Es sind stetige Weiterentwicklungen zu sehen; in der Zahl der Menschen mit Beeinträchtigungen, die Handball spielen, und in der Spielstärke.“

Was er an den Wettbewerben schätze, sei das Höchstmaß an Emotionalität und Ehrlichkeit, die die Athleten in die Hallen brächten. „Ehrlichkeit und Emotionen, die anstecken können.“ 

Erfreulich sei die Entwicklung im Bereich des Unified Sports, bei dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam auf dem Handballfeld aktiv sind. „Es gibt deutschlandweit immer mehr Vereine und Einrichtungen, die das anbieten.“ Von den insgesamt 19 Mannschaften, die Montag in Kiel erwartet werden, seien sieben Unified-Teams. „Wenn wir mehr Kapazitäten gehabt hätten, hätten es noch mehr sein können.“ Eine Entwicklung, der man auch im März 2019 bei den Special Olympics World Games in Abu Dhabi Rechnung trage: „Bei den nächsten Weltspielen stehen Frauen- und Unified-Teams im Vordergrund.“

Laut Erik Hogreve, Stellvertreter Webers, starten am Dienstag neben den sieben Unified-Mannschaften zehn Traditional- und zwei reine Frauen-Mannschaften in den Wettbewerb. „Das Interesse ist ungebrochen“, sagt der Sporttherapeut und Sportpädagoge, der sich in der kommenden Woche auch um den Einsatz der Jungen Engagierten des Deutschen Handballbundes in Kiel kümmert. Die Gruppe um DHB-Jugendsprecher Andreas Heßelmann beobachtet die Spiele der „Unified”-Teams und unterstützt die Schiedsrichter. „Dass der DHB uns da zur Seite steht, ist sensationell“, sagt Hogreve. Neben den Jungen Engagierten reisen Doris Birkenbach, stellvertretende Vorsitzende der DHB-Jugendkommission, und Kommissionsmitglied Dr. Steffen Greve nach Kiel. Greve begleitet den Wissenschaftlichen Kongress „Lebenswelten inklusiv gestalten“ an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel am Rand der Nationalen Spiele.

Austragungsort der Handball-Wettbewerbe ist von Dienstag bis Freitag (täglich ab 10 Uhr) die Sporthalle Kronshagen (Suchsdorfer Weg 66, 24119 Kronshagen). Koordinatorin der Handball-Wettbewerbe ist Katharina Pohle, Angehörige des Fachausschusses Handball von Special Olympics Deutschland und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein. Der HVSH unterstützt die Handball-Wettbewerbe der Nationalen Spiele in Kiel.

Offiziell eröffnet werden die Spiele am Montagabend. Der Eröffnungsfeier in der Sparkassen-Arena geht für die Handballmannschaften ein freies Training in der Sporthalle Kronshagen voraus. Am Dienstag beginnen die Handballwettbewerbe mit den Klassifizierungsspielen. Die ersten Spiele der einzelnen Finalgruppen werden dann im Laufe des Mittwochs angepfiffen.

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