Nach einer umkämpften Begegnung mit 78 Treffern in 50 Minuten jubelte GWD Minden bei der TSV Burgdorf. - Foto: Caroline Kleinroth

15.05.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich, Home · Von: pm verein

DM B-Jugend: Titelverteidiger ausgeschieden

Die nach den Hinspielen mit Führungen in die Viertelfinal-Rückspiele um die Deutsche Meisterschaft in die Spiele gegangenen Teams setzten sich auch durch. Die Halbfinalspiele beginnen am kommenden Wochenende. In denen kämpfen GWD Minden gegen den SC Magdeburg und die Rhein-Neckar Löwen gegen Bayer Dormagen um den Einzug ins Finale. Titelverteidiger Füchse Berlin schied in der Runde der besten acht Teams aus.

TSV Burgdorf - GWD Minden 39:39 (25:32)

GWD Minden reiste zu diesem Viertelfinalrückspiel nach dem 32:25-Sieg im Rücken mit einer sehr guten Ausgangssituation an. Für ein Topspiel waren zudem gute Voraussetzungen in der Gudrun-Pausewang-Halle gegeben, da sich zu den vielen Burgdorfer Zuschauern auch zahlreiche Fans aus Minden gesellten. 380 Besucher entfachten eine tolle Stimmung. Die Gastgeber suchten vor allem in der Anfangsphase schnelle Abschlüsse, die Minden aber zumeist mit eigenen erfolgreichen Angriffen kontern konnte. Nach einer torreichen ersten Halbzeit (19:18 für GWD) ging es nach der pause in unvermindertem Tempo weiter. Burgdorf versuchte mit einer offensiven 3:3-Deckung und einem zusätzlichen Feldspieler alles. Beim 35:32 (43.) für Burgdorf hätte die Partie kippen können. Aber Minden blieb cool.

TPSG Frischauf Göppingen - TSV Bayer Dormagen 21:21 (29:34)

Die U17 von FRISCH AUF! Göppingen hat den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche B-Jugendmeisterschaft verpasst. Die Mannschaft von Trainer Tobias Hafner lieferte den Gästen aus Dormagen dabei einen großen Kampf, scheiterten in der zweiten Hälfte allerdings zu oft am Dormagener Torwart. FRISCH AUF! kam gut ins Spiel und hatte den 5-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel (29:34) durch einen Treffer von Simon Dudium in der 10.Spielminute bereits egalisiert. Die Abwehr mit dem starken Schlussmann Magnus Riegel funktionierte sehr gut und schnelle Tempogegenstöße zwangen Dormagen früh zur Auszeit. Bis zum 10:5 durch David Knezevic konnten die Grün-Weißen den Vorsprung halten, ehe Dormagen auf 11:9 verkürzte. Mit einem Schlussspurt und zwei Toren von Tim Kaulitz erspielte sich FRISCH AUF! eine 13:9-Halbzeitführung. In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs erspielten sich die Göppinger erneut gute Chancen, scheiterten jedoch mehrfach frei vorm gegnerischen Tor und Dormagen nutze dies zum 16:15-Anschlusstreffer. Die Gäste nutzten diese Phase anschließend sogar zur 18:19-Führung, doch FRISCH AUF! kämpfte sich nochmal zurück. Zwei schnelle Tore durch Oskar Neudeck und Eric Zimmermann brachten die Hausherren drei Minuten vor dem Ende nochmal mit 22:20 in Front, doch die Dormagener konterten auch diese Führung und kamen in der Schlusssekunde zum 21:21-Ausgleich. „Die Jungs haben einen tollen Kampf geliefert und zum Halbfinal-Einzug haben letztlich nur Kleinigkeiten gefehlt. Am Ende haben uns im Vergleich zum Gegner die Wechselmöglichkeiten gefehlt, die wir aufgrund einiger Verletzungen leider nicht hatten“, sagte Göppingens Coach Tobias Hafner. „Da ging uns schon ein wenig die Düse", sagte Dormagens Trainer David Röhrig hinsichtlich des 1:6-Rückstandes. Und weiter: „Doch es war ein Sieg des Kollektivs", stand für Röhrig die famose Mannschaftsleistung im Vordergrund.

SC DHfK Leipzig - SC Magdeburg 18:23 (18:19)

Die B-Jugend des SC Magdeburg zieht nach einem 23:18 Auswärtserfolg bei der DHfK Leipzig ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Schon das Hinspiel gewannen die Clubjungen. Beste Schützen auf Magdeburger Seite waren Paul Hoffmann mit 5 und Philipp Gehlert sowie Malvin Haeske mit je 4 Toren. Gegner wird die GWD Minden sein, die sich gegen Hannover durchsetzen konnte. Besonders das Spiel über die Außenbahnen lief. Malvin Haeske traf zum 8:5 in 16. Minute und Philipp Gehlert zur 12:8 Halbzeitführung. Der SCM zeigte zu Beginn der zweiten Hälfte eine deutliche Körpersprache. Wollte das Spiel unter keinen Umständen aus der Hand geben und den Sack zu machen. Max Meyer erhöhte den Vorsprung auf 5 Tore, gespielt waren 10 Minuten in der zweiten Halbzeit - die Vorentscheidung zu Gunsten der Magdeburger. War das Hinspiel noch denkbar knapp (19:18), wollten die Jungs vom SCM in der Messestadt von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen.

Füchse Berlin Reinickendorf - Rhein-Neckar Löwen 27:28 (18:23)

In der Neuauflage des letztjährigen Finales verloren die Füchse am Ende beide Spiele gegen die Rhein-Neckar Löwen. Der Traum von der Titelverteidigung ist damit geplatzt. Aufgrund des Fünf-Tore-Rückstandes nach dem Hinspiel gaben die Füchse von Beginn an Vollgas. Vor allem Philipp Reineck übernahm Verantwortung und war nach seiner Verletzungspause eine wichtige Stütze. Zur Mitte der ersten Halbzeit betrug der Vorsprung bereits drei Tore, die Füchse waren auf einem guten Weg. Dabei profitierten sie auch von Zeitstrafen der Rhein-Neckar Löwen. Die agierten nun aber cleverer, adjustierten ihre Abwehr nach und nahmen den Füchsen damit diesen Vorteil. Vor allem Philipp Ahouansou konnte bei den Gästen immer wieder über seine individuelle Klasse glänzen.

Der Vorsprung schmolz und für die Füchse rückte der Halbfinaleinzug Stück für Stück in weite Ferne. Je länger das Spiel ging, desto mehr machte sich auch die fehlende Kraft bei den Leistungsträgern bemerkbar, die davor bereits für die A-Jugend gespielt hatten. Als die Löwen in der zweiten Halbzeit auch noch die Führung übernehmen konnten, zeigte sich, dass die Füchse den Halbfinaleinzug nicht mehr schaffen werden. „Die Abwehr mit Torwart hat sich in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert. Zudem hatten wir mehr Wechseloptionen", sagte Löwen-Trainer Daniel Meyer. Auch wenn er in der Schlussphase von Wadenkrämpfen geplagt war, konnte nach den 50 anstrengenden Minuten auch Philipp Ahouansou übers gesamte Gesicht grinsen. „Wir haben uns revanchiert und auch ein Zeichen gesetzt, dass wir die bessere Mannschaft sind", erklärte der torgefährliche Junglöwe, ehe er in den Mannschaftsbus einstieg. "Entspannen, ausruhen und schlafen", lautete seine Ansage für die lange Rückfahrt nach Kronau. Zumindest auf den ersten Kilometern dürfte aber auch das ein oder andere Siegerlied angeklungen sein.

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