Niclas Pieczkowski und Co. verloren gegen Norwegen. - Foto: Sascha Klahn

06.06.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: sid

DHB-Männer verlieren gegen Vize-Weltmeister Norwegen

Niederlage im letzten Heim-Länderspiel vor der Sommerpause: Das Team von Bundestrainer Christian Prokop unterlag in München gegen den Vizeweltmeister nach einer schwachen zweiten Halbzeit 25:30 (15:15) und hat auf dem Weg zur Heim-WM noch eine ganze Menge Arbeit vor sich.

Bester deutscher Werfer vor 9700 Zuschauern in der Olympiahalle war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Toren. Für die Auswahl des Deutschen Handballbundes war es im dritten Spiel seit der missratenen EM in Kroatien die erste Schlappe.

Am Donnerstag startet die DHB-Auswahl zu einer Asienreise (7. bis 18. Juni) mit zwei Länderspielen gegen die vom ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson trainierten Japaner. Prokop will das Team dort schon auf die Heim-WM im Januar 2019 einschwören, danach beginnt der wohlverdiente Urlaub. Das Duell mit den Norwegern diente ebenfalls bereits als Härtetest für das Highlight vor der Haustür in sieben Monaten.

Auch wenn beide Teams hin und wieder die Defensive vernachlässigten, geschenkt wurde sich nichts. Es ging in dem Duell mit Testcharakter hart zur Sache, ein überflüssiges Foul an Julius Kühn stach dabei negativ heraus. Aber das Publikum in der Olympiahalle wurde auch mit offensiven Schmankerl verwöhnt - wie etwa einem herrlich herausgespielten Treffer von Hendrik Pekeler (4.).

Das deutsche Team zeigte im ersten Durchgang besonders über den wurfgewaltigen Kühn im Rückraum und Kapitän Uwe Gensheimer auf Linksaußen sehenswerte Aktionen. Im Tor fanden zunächst jedoch sowohl Silvio Heinevetter als auch Andreas Wolff nicht so recht ins Spiel. Die Norweger lagen dann Mitte des zweiten Abschnitts erstmals mit fünf Toren vorn (19:24) und ließen die zu fehleranfällige deutsche Mannschaft nicht mehr ins Spiel zurückkommen.

Geboten bekamen die Fans auch in Teil eins des Länderspiel-Doppelpacks einiges. Beim Abschied von Kapitänin Anna Loerper gewann die Frauen-Nationalmannschaft knapp 30:29 (15:14) gegen Polen. Für Loerper war es ein letzter emotionaler Höhepunkt nach 246 Länderspielen. "Ich hatte Tränen in den Augen, das hat mich überwältigt", sagte sie bei Sport1.

Am Ende einer langen und kräftzehrenden Saison war das Duell mit dem Weltklasseteam aus Norwegen auch eine nächste Gelegenheit für die DHB-Auswahl, Schritt für Schritt neue Begeisterung zu entfachen nach dem EM-Aus.

Mit Blick auf die WM 2019 umfasse der erweiterte Kader "circa 28, knapp 30 Spieler", hatte Prokop zuletzt gesagt. 20 Spieler davon hat er für die Asienreise ausgewählt, wo es wie schon beim Kurzlehrgang in München vor allem um die Stärkung die Stimmung gehen soll. 

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