DHB-Präsident Andreas Michelmann (links) und Manfred Prause. - Foto: Sascha Klahn

07.06.2018 · Slider, Home, Schiedsrichter · Von: BP

Silberne DHB-Ehrennadel für Manfred Prause

Das Doppel-Länderspiel der DHB-Männer gegen Norwegen und der Frauen gegen Polen war der Rahmen für viele besondere Treffen, Ehrungen und Auszeichnungen durch den Deutschen Handballbund (DHB). Eine sticht aber besonderes heraus: Aus den Händen von DHB-Präsident Andreas Michelmann erhielt der Offenburger Manfred Prause (78) die silberne Ehrennadel des DHB, eine der höchsten Würdigungen überhaupt.

„Manfred Prause ist einer der verdientesten Schiedsrichter und Funktionäre aller Zeiten aus Deutschland. Er ist das beste Beispiel dafür, dass wir alle, die Handball-Deutschland bei der EHF oder der IHF vertreten, enger an uns binden. Die heutige Veranstaltung ist der ideale Rahmen dafür, um Manfred Prause danke zu sagen“, sagte Michelmann.

1964 wurde der frühere südbadische Auswahlspieler Prause im Alter von 25 Jahren Schiedsrichter - im Gespann mit Erhard Hofmann, der schon in der Schule sein Banknachbar war.

1975 schafften es beide in den DHB-Bundesligakader, nur rund ein Jahr später waren sie IHF-Schiedsrichter. Höhepunkt der Schiedsrichter-Karriere war das Olympiafinale in Seoul 1988. Noch bevor er die Pfeife ganz aus der Hand legte, wurde Prause Schiedsrichterfunktionär, erst als DHB-Beobachter, ab 1991 als EHF Schiedsrichterchef, von 2009 bis 2017 in gleicher Funktion bei der IHF. Ab 1995 arbeitete Prause auch in der IHF-Regelkommission mit, war an vielen Regeländerungen beteiligt. Nach 53 Jahren als Schiedsrichter und Offizieller war die Männer-WM 2017 in Frankreich sein letztes Turnier - nachdem er für EHF und IHF für die Schiedsrichteransetzungen von über 7000 (!) Spielen verantwortlich war.

Die Karriere von Manfred Prause in Zahlen:

Spieler von 1956 bis 1976 (68 Auswahlspiele für Südbaden), Trainer (unter anderem des TV Willstätt) von 1970 bis 1990

ab 1964 Schiedsrichter, von 1975 bis 1992 Bundesliga-Schiedsrichter (480 Einsätze inklusive elf  deutschen Endspielen)

von 1977 bis 1991 IHF-Schiedsrichter (297 Einsätze), als Schiedsrichter bei sieben Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, Leitung von drei Europapokalfinals

von 1993 bis 2009  Schiedsrichterbeobachter im DHB

von 1991 bis 2000 Schiedsrichterchef EHF

von 1995 bis 2016 Mitglied in den Regelarbeitsgruppen der IHF, von 1995 bis 2009 Mitglied der IHF-Regel-und Schiedsrichter-Kommission, von 2009 bis 2017 Vorsitzender der Kommission

Als Offizieller bei 65 Welt- und Europameisterschaften, vier Olympischen Spielen, sieben Club-WM-Turnieren und 16 Mal als IHF-Verantwortlicher bei Welt- und Olympia Qualifikationen in vier Kontinenten

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