Axel Kromer, Sportvorstand des Deutschen Handballbundes. - Foto: Sascha Klahn

09.06.2018 · Slider, Home, Frauen Nationalteam · Von: BP

Sportvorstand Axel Kromer: Wir sind auf dem richtigen Weg

Der Doppelpack der DHB-Frauen gegen Polen (30:29) und der Männer gegen Norwegen (25:30) am Mittwoch in der Olympiahalle in München waren die letzten A-Länderspiele der Saison auf deutschem Boden. Bevor er mit dem Männer-Team am Donnerstag zur Japanreise aufbrach, äußert sich Axel Kromer, der Sportvorstand des Deutschen Handballbunds, zur Spielzeit 2017/18 und blickt auch schon auf die Nachwuchswettbewerbe im Sommer hinaus.

Wie fällt Ihr Saisonfazit aus?
Axel Kromer: Die beiden Turniere, die Heim-WM der Frauen und die EURO der Männer, sind natürlich nicht so erfreulich gelaufen, aber diese Turniere haben wir abgearbeitet und abgehakt. Viel lieber schauen wir nach vorne.

Und wie sehen Sie die Zukunft?
Axel Kromer: Ich denke, beide Mannschaften sind auf einem sehr guten Weg, was die vergangenen Partien gezeigt haben. Es geht aufwärts. Aber man muss bei den Großereignissen natürlich auch bedenken, dass es im internationalen Handball mittlerweile eine unglaubliche Leistungsdichte gibt und das Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden. Aber es ist unsere Aufgabe, darauf hinzuarbeiten, dass wir jeweils ein Tor mehr werfen als der Gegner. Der Weg, den wir seit Februar eingeschlagen haben, ist der richtige.

Was sind weitere aktuelle Schwerpunkte?
Axel Kromer: Wir investieren viel in die Nachwuchsausbildung und die Ausbildung von Nachwuchstrainern, damit wir langfristig bei Männern und Frauen in der Weltspitze vertreten sind.

Sie haben den Nachwuchs angesprochen: Im weiblichen Bereich stehen im Sommer zwei Weltmeisterschaften an, für den männlichen zwei Europameisterschaften. Welche Erwartungen hat der DHB?
Axel Kromer: Im weiblichen Bereich hatten wir im vergangenen Jahr mit dem vierten Platz bei der Juniorinnen-EM und dem Europameistertitel der weiblichen Jugend natürlich herausragende Resultate. Daher sind beide Mannschaften bei den Weltmeisterschaften in Ungarn und Polen schon in der Rolle der Gejagten, da müssen wir uns behaupten. Das wird sicherlich ein tolles Erlebnis für die Spielerinnen, wie sie mit dieser Favoritenrolle klar kommen.

Im männlichen Bereich ist die Situation etwas anders, daneben beide Mannschaften neue Trainer. Da muss man sehen, wie sich das einspielt, aber die bisherige Vorbereitung sah ja schon sehr gut aus. In beiden Mannschaften sind sehr talentierte Spieler, auf deren Entwicklung bis in den Seniorenbereich ich sehr gespannt bin.

Gibt es eine Zielvorgabe für diese vier Meisterschaften?
Axel Kromer: Wir wollen bei jedem Turnier um die Medaillen mitspielen, also ist das Halbfinale immer ein Ziel beim DHB. Aber übergeordnet stehen natürlich die Aufgabe und das Ziel, die Spieler individuell nach vorne zu bringen und sie für die A-Nationalmannschaften zu entwickeln.

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