Das Abschlussbild mit Gouverneur Kamon Iizumi (im Deutschland-Trikot). - Foto: Sascha Klahn

12.06.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: tk

DHB-Delegation trifft Tokushimas Gouverneur Kamon Iizumi

Eine vierköpfige Delegation des Deutschen Handballbundes hat am Dienstagnachmittag Kamon Iizumi, den Gouverneur der Präfektur Tokushimas, getroffen. Bundestrainer Christian Prokop, Teammanager Oliver Roggisch, Kapitän Uwe Gensheimer und Steffen Weinhold kamen der Einladung Iizumis in dessen Büro in Anwesenheit nationaler japanischer Medien nach.

Der Gouverneur ergriff zuerst das Wort. „Ich begrüße Sie ganz herzlich in Tokushima und hoffe, dass Sie bisher viele spannende Einblicke bekommen und gute Trainingsbedingungen vorgefunden haben“, sagte Izumi. Der Gouverneur hob die Besonderheit des Jahres in der deutsch-japanischen Beziehung hervor, da sich die neunte Sinfonie von Beethoven in Japan, die im Kriegsgefangenenlager Bando in Tokushima erstmals aufgeführt wurde, 2018 zum 100. Mal jährt. Zudem kündigte Iizumi an, dass sich die Präfektur Tokushimas als Standort für die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio bewerben werde: „Ich hoffe vom Herzen, dass wir Sie in knapp zwei Jahren wieder hier in Tokushima begrüßen dürfen.“ Das Grußwort schloss der Gouverneur mit einem „Danke schön“ auf Deutsch ab. 

Für die deutsche Delegation sprach Roggisch. „Wir bedanken uns für die optimalen Bedingungen hier in Tokushima bei der Präfektur, dem Handballverband Tokushimas sowie dem japanischen Handballverband. Die warme und herzliche Art, welche die Menschen uns von Beginn an entgegenbringen, werden wir in bester Erinnerung mit nach Deutschland nehmen“, sagte der Teammanager. Zudem ließ Roggisch die bisherigen Tage und die kulturellen Programmpunkte der Reise Revue passieren („tolle Organisation, tolle Eindrücke“), ehe er seine Rede mit den Worten „Für alle war es die erste Japan-Reise und hoffentlich nicht die Letzte“ beendete.

Kazuhiko Fukuchi, Vizepräsident des japanischen Handballverbandes, lobte die deutsche Mannschaft: „Sie haben von Anfang an die Kultur angenommen und zum Beispiel am ersten Abend den Awa-Tanz mitgetanzt. Das ist bewundernswert und dafür bedanken wir uns herzlich.“ Im Folgenden sprach Fukuchi über die japanische Nationalmannschaft, die seit gestern den offiziellen Spitznamen „Sternschnuppe Japan“ trägt, und seine Vorfreude auf die Testspiele gegen die deutsche Auswahl: „Ich freue mich auf ein schnelles Spiel und, dass wir die Fans begeistern.“

Nach Ende des offiziellen Teils tauschten sich die anwesenden Vertreter, der Gouverneur, der japanische Handballverband und die deutsche Delegation noch etwas aus. Bundestrainer Prokop gab dabei eine kleine Analyse der japanischen Mannschaft. Für Erheiterung sorgte Gouverneur Iizumi, der den 39-Jährigen zunächst als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft vermutet hatte.

Zum Abschluss des Empfangs tauschten der Gouverneur und Teammanager Roggisch noch Geschenke aus. Für die deutsche Delegation gab es ein Bild plus Rahmen des japanischen Awa-Tanzes, Iizumi bekam ein unterschriebenes Trikot Deutschlands überreicht, ehe der knapp 40-minütige Termin endete.

Das Spiel gegen Deutschland am morgigen Mittwoch (11.30 Uhr deutscher Zeit/Livestream via www.jsports.co.jp/handball/) wird für beide Mannschaften eine Premiere sein, denn auch die Auswahl vom ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson bestreitet ihr erstes Heimspiel in Tokushima. Bereits am Samstag, 16. Juni, treffen sich beide Mannschaften in Tokio zu einem zweiten Vergleich (Anwurf 8 Uhr deutscher Zeit).

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