Bundesweite Aufmerksamkeit: Selbst die Videotext-Redaktion des ZDF berichtete über die Auslosung. - Foto: Verein

23.06.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: cb

DHB-Pokal: Traumlose für TuS Fürstenfeldbruck, SG Schalksmühle Halver und Northeimer HC

Beim großen Bruder Fußball hätte es wahrscheinlich eine Liveschaltung zu den Vereinsverantwortlichen gegeben. Wer kennt sie nicht, die sich Jahr für Jahr wiederholenden Bilder von der Auslosung des DFB-Pokals. Wenn Bayern München, Borussia Dortmund oder FC Schalke 04 kleinen Amateurvereinen zugelost werden. Jubel im Vereinsheim und ein vor Freude ganz aufgebrachter Vereinspräsident flimmern über die Bildschirme. Beim TuS Fürstenfeldbruck, der SG Schalksmühle Halver und dem Northeimer HC hätte es wahrscheinlich die gleichen Bilder gegeben. Denn alle drei Drittligisten können sich über die absoluten Traumlose in der 1. Runde des DHB-Pokals freuen.

„Das Telefon steht gar nicht mehr still. Glückwünsche und natürlich auch die ersten karten wünsche sowie der Ratschlag, in eine große Halle umzuziehen – alles ist dabei“, berichtet Murco Müller, Manager des TuS Fürstenfeldbruck. Sein Verein, vor den Toren Münchens beheimatet, hat mit den Rhein-Neckar Löwen den amtierenden Pokalsieger und zweifachen Deutschen Meister zugelost bekommen. „Es ist nicht für uns eine ganz große Sache sondern auch für die ganze Handball-Community rund um München“, ist laut Müller die ganze Szene begeistert. Die kann – auch wenn es in der Stadt des deutschen Fußball, - Eishockey-, und Basketball-Meisters keinen Handball-Profiverein gibt, ist die Handballszene mit dem TuS, und den Frauen des HCD Gröbenzell und weiteren aufstrebenden Vereinen sehr aufstrebend und könnte den Pokal-Kick für einen weiteren Begeisterungsschub gut gebrauchen.

"Wir hätten uns auch über die SG BBM Bietigheim gefreut"

Dabei ist das Gastspiel von Andi Schmid und Co. nur die oft zitierte Kirsche auf der Sahne. „Wir hätten uns auch wahnsinnig über Bundesliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim gefreut“, beteuert Müller. „Alleine schon deswegen, weil es eine Woche vor dem Saisonstart nichts besseres gibt, als in einem Pflichtspiel gegen ein höherklassiges Team anzutreten und sich unter Wettkampfbedingungen auf den Saisonstart einzustimmen.“ Dass sein Verein ein tolles Event auf die Beine stellen kann, da ist sich der Manager sicher. „Das haben wir schon oft hinbekommen und wir werden uns an diesem Wochenende zusammensetzten und alle Ideen sammeln, was genau wir machen und wo wir spielen werden.“ In einem ist sich Müller aber sicher: „Auch wenn wir in unserer Wittelsbacher-Halle spielen werden, wird die Stimmung fantastisch werden.“ Denn der Panther-Käfig gilt als eine der lautesten Hallen in der 3. Liga Süd.

Auch im Westen steht beim Viererturnier am 18. und 19. August ein Festspieltag an. Die SG Schalksmühle Halver bekam neben dem amtierenden Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt auch den Lokalrivalen und Zweitliga-Aufsteiger TuS Ferndorf sowie den ambitionierten Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen zugelost. „Wir starten sofort mit einem Derby gegen Ferndorf und auch das zweite ‚Halbfinale‘ zwischen Flensburg-Handewitt und Nordhorn ist ein echter Leckerbissen“, freut sich SGSH-Coach Stephan Neff über die Zusammensetzung des Turniers. „Für die Handballregion Südwestfalen wird eine ganz tolle Veranstaltung werden. Da freuen wir uns sehr drauf. Ein Derby und wir können uns nebenbei den Deutschen Meister anschauen. Das ist wunderbar gelaufen“, so Neff weiter.

Auch in Northeim dürfte der Jubel groß gewesen sein. Mit dem THW Kiel kommt der Rekordmeister und Rekord-Pokalsieger. „Ein Hammer-Los“, kommentierte der NHC-Vorsitzende Knut Freter auf der Vereinshomepage. Der Ost-Drittligist trifft zuerst auf den Zweitliga-Aufsteiger Bayer Dormagen und hat sich bei der HBL um die Ausrichtung des Turniers beworben. Das zweite „Halbfinale“ bestreiten die Zebras und der traditionsreiche Zweitligist TuSEM Essen. Sollte Northeim den Zuschlag erhalten, wird das Pokalturnier in der Göttinger S-Arena ausgetragen. In die wichen die Northeimer bereits in der vergangenen Saison im Meisterschaftsspiel gegen den TV Großwallstadt aus. Beim Heimsieg verwandelten 1500 Zuschauer die Arena in ein Tollhaus. Seit Donnerstag steht auch fest, dass die Niedersachsen den Zuschlag erhalten. „Es freut uns natürlich riesig, dass wir den Handballfans in Südniedersachsen einen solchen Leckerbissen bieten können“, sagte Oliver Kirch, 2. Vorsitzender des Vereins der Hessisch Niedersächsischen Allgemeine.

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