04.07.2018 · Home, JBLH männlich, Slider · Von: oti

Jugendbundesligen männliche Jugend: Präsidenten der Landesverbände diskutieren über Strukturen

In den Landesverbänden des Deutschen Handballbundes beginnen die Gespräche über die Modifizierung der Ursprungsplanungen einer neuen Struktur der Jugendbundesliga männlich. Vorsitzender Hans Artschwager, Mitglied des DHB-Präsidiums und Präsident des Handball-Verbandes Württemberg, verweist auf die Beratungen während der jüngsten Konferenz der Landesverbands-Präsidenten in Kassel. Artschwagers Präsidiumskollege Carsten Korte, Vorsitzender des Jugendspielausschusses des DHB, und Jochen Beppler, Chef-Bundestrainer Nachwuchs, hatten während der Konferenz die aktuellsten Überlegungen vorgestellt. Seit Dienstag legen die Entwurfsdokumente in den Landesverbänden vor. Die Beschlussfassung ist für die Sitzung des Bundesrates im Herbst dieses Jahres vorgesehen. 

Hatten Carsten Korte und Jochen Beppler im März gegenüber den Spieltechnikern der Gliederungen von einer möglichen Reform der Jugendbundesliga von derzeit 48 Mannschaften in vier Staffeln auf zwei Staffeln mit jeweils zehn Mannschaften gesprochen, stellen Leistungsförderung und Spieltechnik nach Analyse „einer Vielzahl sachlicher und konstruktiver Rückmeldungen“ eine einfache Hinrunde in vier Staffeln mit jeweils zehn Mannschaften zur Diskussion; bei einer Rückrundenaufteilung der Teams in eine „Meisterrunde“ mit jeweils zwei Staffeln mit acht Mannschaften und einem zweiten Wettbewerbe mit jeweils sechs Mannschaften in vier Staffeln. 

Beide Rückrunden-Wettbewerbe würden in Hin- und Rückspielen ausgetragen werden. Für die jeweils bestplatzierten Mannschaften schließen sich Endrundenturniere an, bei denen unter den Qualifikanten aus der „Meisterrunde“ die Deutsche Meisterschaft ausgespielt wird; bei denen aus dem zweiten Wettbewerb Startplätze für die Jugendbundesliga der Folgesaison. 

Carsten Korte spricht von einer Kompromissvariante, „die jetzt hoffentlich einen breiten Konsens findet“. Eines der Ursprungsziele der Reform, die Entlastung der Kaderathleten, solle durch die Begrenzung derer Spieleinsätze in der Meisterrunde erfolgen. Jochen Beppler sieht in der Reform einen sachorientierten Prozess, in dem es darum ginge, für alle Beteiligten die beste Lösung zu finden. 

Der Chef-Bundestrainer Nachwuchs hatte während der Konferenz der Landesverbands-Präsidenten noch einmal die Belastungen verdeutlicht, denen sich aktuell die Spieler der Jugendbundesliga A-Jugend stellen müssten; unter Berücksichtigung des Doppelspielrechtes und damit oft verbundener Einsätze in der 2. oder 3. Liga. Im Übergang zu den Senioren hätten die Talente bis dato zum Teil bis zu 58 Spiele in der Saison absolviert. Hinzu kommen  Anforderungen, die sich für die Athleten im außensportlichen Bereich in dieser Lebensphase ergeben; unter anderem die Abiturprüfungen und der oft damit verbundene Wechsel aus der Schulzeit in Studium oder Ausbildung. 

Einher mit dem Kompromissvorschlag zur Neuordnung der Jugendbundesliga gehen Überlegungen der Einführung einer Jugendbundesliga der männlichen B-Jugend. „Die Strukturen werden derzeit überdacht“, so Carsten Korte.

Hans Artschwager: „Es liegt in der Natur der Sache, dass es, wenn die Interessen des Leistungssports in der Spitze mit denen des Leistungssports in der Breite aufeinandertreffen, zu Spannungen kommt.“ Den Vorschlag, den Carsten Korte und Jochen Beppler jetzt in Kassel vorstellten und der in den Landesverbänden weiterdiskutiert werden soll, sei das Ergebnis einer Vielzahl konstruktiver Diskussionen aller Beteiligten.

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