Bundestrainer Maik Nowak und die DHB-Mädels kämpfen bei der WM in Polen am Wochenende um Platz fünf. - Foto: IHF

17.08.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

U18-WM: Die Köpfe frei, die Akkus aufgeladen für den Endspurt

Die Tränen sind getrocknet, die erste große Enttäuschung verarbeitet - jetzt geht der Blick bei den DHB-Mädels voraus. „Wir haben noch zwei Spiele bei der WM vor uns, und die wollen wir natürlich auch gewinnen“, lautet die Marschroute von Bundestrainer Maik Nowak vor dem Start der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht bei der U18-Weltmeisterschaft im polnischen Kielce. Am Samstag steht um 12.30 Uhr (Livestream unter dhb.de/u18wlive) die erste Partie gegen Spanien an. Danach um 15 Uhr spielen in dieser Runde die starken Teams aus den Niederlanden und Dänemarks gegeneinander. Die Sieger dieser beiden Paarungen spielen am Sonntag um 13 Uhr um den fünften Platz, die Verlierer am Sonntag um 10.30 Uhr um Platz sieben.

In der Nacht nach dem dramatischen 29:30 im Viertelfinale gegen Korea (am Donnerstag) saßen Mannschaft und Trainerstab noch lange zusammen. „Alle waren total enttäuscht und zutiefst traurig“, beschreibt Nowak die Situation. In der allerletzten Sekunde hatte die DHB-Auswahl den entscheidenden Gegentreffer gefangen, der den Halbfinaleinzug kostete. Nowak: „Wir haben über die gesamte Spielzeit viel mehr richtig als falsch gemacht. Und ich bin mir sicher, dass wir die Partie in der Verlängerung gedreht und gewonnen hätten.“

Der zweite Grund für die Enttäuschung sei der hohe Anspruch der Mannschaft an sich selbst gewesen, ein Jahr nach dem EM-Titel: „Alle wollten hier eine Medaille, dieser Traum war vorbei, das war der Grund für Niedergeschlagenheit“, sagt Nowak: „Aber auch andere Topteams der vergangenen EM sind früh gescheitert, wie die Halbfinalisten Norwegen und Frankreich oder Rumänien - alle waren schon im Achtelfinale raus.“

Nach dem spielfreien Freitag ist das deutsche Team aber wieder voll fokussiert auf Spanien - und einen neuen Tagesablauf: „Wir hatten zuletzt zweimal um 20.45 Uhr gespielt, jetzt müssen wir zur Mittagszeit ran, das ist schon eine Umstellung“, sagt Nowak. Der Bundestrainer ist aber optimistisch, dass sein Team den sechsten Sieg im dann achten WM-Spiel in zwei Wochen einfahren kann: „Physisch sind alle Spielerinnen gut drauf, alle sind fit, auch Laetitia Quist, deren Einsatz im Viertelfinale gefährdet schien. Das liegt aber auch an der aufopferungsvollen Arbeit unserer medizinischen Abteilung, bis in die Nacht.“

Die körperliche Frische sie aber auch darin begründet, dass der Kader in der Breite stark genug aufgestellt ist, um die Kräfte auf vielen Schultern zu verteilen: „Für diesen späten Turnierzeitpunkt macht die Mannschaft einen sehr starken Eindruck. Nowaks Tagesmotto für Samstag lautet daher: „Das ist eine Frage des Kopfes. Der Geist muss dem Körper vorangehen.“

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