Von links nach rechts: Bundestrainer Henk Groener, Teammanagerin Laura Steinbach und Vorstand Sport Axel Kromer. - Foto: Björn Pazen

01.09.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: bp

Nordhausen und der DHB freuen sich auf den Test gegen den Olympiasieger

Vorfreude auf den Doppelpack gegen den Olympiasieger, der Fokus auf die EM in Frankreich – und das alles mit einer neuen Teammanagerin: Vor dem Frauen-Supercup zwischen Meister Thüringer HC und Pokalsieger VfL Oldenburg in Nordhausen präsentierte der Deutsche Handballbund bei einer Pressekonferenz nicht nur Laura Steinbach. Bundestrainer Henk Groener und DHB-Sportvorstand Axel Kromer erläuterten den Medienvertretern auch den Stand der Dinge der DHB-Frauen sowie den weiteren Weg bis zur EURO in Frankreich (29. November bis 16. Dezember).

Nächster Schritt dorthin sind die beiden Testspiele gegen den vierfachen Weltmeister und aktuellen Olympiasieger Russland Ende des Monats. Am Samstag, 29. September, um 15 Uhr in Dessau-Roßlau sowie einen Tag später ebenfalls um 15 Uhr in Nordhausen (live auf Sport1) trifft die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener auf die Russinnen.

„Ich war schon einige Male in Nordhausen bei Champions-League-Spielen und hoffe, dass die Stimmung am 30. September ähnlich gut ist“, sagte der Bundestrainer: „Die Fans waren bei unseren bisherigen Heim-Auftritten in diesem Jahr gegen Spanien, die Türkei und Polen begeistert – und das wollen wir auch gegen Russland wieder schaffen“, sagte Groener, der die Mannschaft ab Montag, 24. September, eine Woche lang mit einem Lehrgang in Aschersleben auf die beiden Tests vorbereitet. „Wir haben uns seit Juni nicht mehr gesehen, deswegen wird es im Lehrgang um eine Mischung aus Taktik, Athletik, aber auch Teambuilding gehen“, verriet der Niederländer.

Vor der EM in Frankreich folgen dann noch drei Regionallehrgänge, ehe am 19. November die direkte Vorbereitung auf das Turnier startet, bei dem die DHB-Frauen am 1. Dezember auf den Europameister und WM-Zweiten Norwegen treffen. Weitere Gegner in Vorrundengruppe D sind Rumänien und Tschechien. „Das ist eine Herkulesaufgabe“, betont Kromer.

Umso wichtiger ist daher die Vorbereitung schon im September: „Russland ist ein starker Gegner, der uns richtig fordern wird“, sagt Henk Groener. Einige Spielerinnen wie die Langzeitverletzten Kim Naidzinavicius oder Anne Hubinger könnten dann wieder in die Mannschaft zurückkehren. „Schon bei beiden Partien in Nordhausen und Dessau-Roßlau liegt der ganze Fokus auf Frankreich“, betonen Bundestrainer und DHB-Sportvorstand.

Und die Vor-Ort-Veranstalter in Nordhausen wollen alles dafür geben, damit diese Spiele zu Erfolgen in einer vollen Halle werden und das Team sich Rückenwind für die EM holt: „Dieses Länderspiel ist eine tolle Anerkennung für die Stadt Nordhausen und unsere vielen Jugendsportprojekte“, sagte Stefan Nüßle, stellvertretender Landrat des Landkreises Nordhausen: „Dank der Champions-League-Spiele des Thüringer HC haben wir ein tolles Handball-Umfeld hier.“

Dem pflichtete THC-Geschäftsführer Tobias Busch bei: „Seit sieben Jahren gastieren wir in Nordhausen zu unseren internationalen Spielen, und daher freut es mich auch für unsere Fans, dass wir so ein attraktives Spiel in der Wiedigsburghalle haben. Gerade für unsere Nationalspielerinnen ist das natürlich etwas ganz Besonderes.“

Eine frühere Nationalspielerin wird dabei ihr Debüt in neuer Funktion geben: Laura Steinbach wurde am Samstagabend in Nordhausen offiziell als neue Teammanagerin der Frauen-Nationalmannschaft präsentiert. „Wir hatten die tolle Möglichkeit, Laura einzubinden, nachdem Wolfgang Sommerfeld wieder aus dem Stab der Frauen in die Talentförderung zurückgekehrt ist. Steinbach hat als Spielerin Erfahrung in anderen Ländern gesammelt, ist eine Persönlichkeit und hat zugleich Nähe zum Team als auch die nötige Distanz zu den aktuellen Spielerinnen“, lobt Axel Kromer die 33-Jährige, die bis 2014 im DHB-Trikot auflief.

„Wir haben gleich beim ersten Telefonat gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Ich freue mich sehr, dass Laura den Job übernommen hat. Sie versteht die Situation der Spielerinnen genau“, sagt Groener. Steinbach wird vorrangig im organisatorischen Bereich für die Mannschaft tätig sein. „Henk hat mir früh gebeichtet, dass er etwas unorganisiert ist und Hilfe braucht. Ich war schon beim letzten EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei in der Halle und kenne natürlich Heike Horstmann noch sehr gut, die früher meine Co-Trainerin im Nationalteam war. Das passt alles sehr gut“, sagt Steinbach, die bis 2017 noch in Spanien spielte, wohin sie wegen ihres Ehemanns Iker Romero gezogen war. Die frühere Rückraumspielerin ist Mutter eines sechs Monate alten Sohnes.

Karten für den Doppeltest gegen den Olympiasieger von 2016 sind über dhb.de/tickets sowie über die Hotline 01806/997723 (0,20 Euro/Anruf inklusive MwSt. aus dem deutschen Festnetz, maximal 0,60 Euro/Anruf inklusive Mehrwertsteuer aus dem deutschen Mobilfunknetz) und an allen Eventim-Vorverkaufsstellen erhältlich. Zudem wird es für die Partien Team-Ticket-Aktionen geben, die unter dhb.de/teamticket gebucht werden können.

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