Trainer Philipp Kessler konnte mit der arbietung seiner HG Saarlouis nicht so richtig zufrieden sein. - Foto: HG Saarlouis/Rolf Ruppenthaler

10.09.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

„Muss Vieles besser werden“ - Nach der Niederlage bei der Zweitliga-Reserve Balingens ist Heimsieg gegen Baden-Baden Pflicht

„Es muss vieles besser werden.“ HGS-Coach Philipp Kessler hatte am Sonntag nach der klaren 26:33 (10:16)-Niederlage seiner Jungs einige Kritikpunkte, angefangen bei einem zu statisch agierenden Angriff, über falsche Laufwege bis hin zu einer 40-Prozent-Wurfquote aus dem Rückraum. Und mit fortschreitender Spielzeit wuchs dann auch noch die Verunsicherung im Defensivbereich, obwohl Pat Schulz (14 Paraden/2 gehaltene Siebenmeter) eine hervorragende Listung zeigte. „Ich erwarte jetzt in der kommende Woche ein Reaktion der Mannschaft und am kommenden Samstag müssen wir in eigener Halle beide Punkte einfahren.“, sagte Kessler.

Die Entscheidung vor 250 Zuschauern in der Balinger Sparkassenarena fiel in den letzten drei Minuten vor der Pause und in den ersten drei Minuten von Halbzeit 2, als die Zweitliga-Reserve der HBW Balingen zunächst von 13:10 auf 16:10 und nach dem Pausentee sogar auf 18:10 davon zog. Trotzdem gab sich die HGS nicht auf.

Die Gastgeber waren besser ins Spiel gekommen, führten nach 4 Minuten 3:0, bevor sich das Team von Philipp Kessler in die Partie mühte. Lielais, Abadie und Max Hartz waren die Torschützen, die für den 4:4-Ausgleich (11. Min.) sorgten. Als Leist wenig später sogar zur 5:4-Führung für Saarlouis netzte, schien das Spiel in erwartete Bahnen einzuschwenken. Aber Balingen hatte mit Lukas Saueressig aus dem Zweitliga-Team einen Erfahrenen im Rückraum und wenig später führten die Jung-Gallier wieder selbst mit 8:5 (16.). Die Gäste aus dem Saarland hielten diesen 3-Tore-Rückstand bis zur 27. Spielminute (13:10), ließen dann aber zu, dass Saueressig und Heinzelmann noch drei Dinger machen konnten – und wenn Pat Schulz nicht den Tohmann-Siebener gehalten hätte, wäre die Pausenführung noch deutlicher gewesen.

Die Pausenansprache in der HGS-Kabine war deutlich, „ging aber nach hinten los“, wie Kessler nach der Partie einräumte. Strosack und Soos legten bis zur 33. noch zwei Treffer nach und beim 18:10 für die Hausherren war die Entscheidung gefallen, wenig später beim 21:12 drohte noch Schlimmeres.

Aber eines kann man dem Team der HGS in diesem Jahr nicht vorwerfen, nämlich dass es den Kampf aufgibt. Insbesondre Neuzugang Josip Grbavac und Jannik Jungblut brachten ihre Farben nochmals auf 25:20 heran. Doch zu mehr reichte es nicht an diesem frühen Sonntagabend. Als die HGS in Minute 51 den ersten und einzigen Siebenmeter in der Partie zugesprochen bekam, verwandelte Abadie zwar zum 28:22, aber in den Schlussminuten konnten die Saarländer das Ergebnis nur noch halten, nicht mehr wirklich verbessern.

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