Die Teilnehmer der WM-Pressekonferenz in Köln. - Foto: Björn Pazen

11.09.2018 · Slider, Nationalteams, Home · Von: BP

Schober: Nächste Verkaufsphase für WM-Tickets startet am 24. September

Bei der hochkarätig besetzten Pressekonferenz am Dienstag im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln stand nicht nur der Spielort Köln im Fokus, sondern auch die Gesamtorganisation der Männer-Weltmeisterschaft (10. bis 27. Januar 2019) und die sportliche Zielsetzung. Dazu nahmen DHB-Vorstandschef Mark Schober, Bundestrainer Christian Prokop und Köln WM-Botschafter Heiner Brand Stellung.

Die wichtigste Nachricht für alle Fans: Es gibt für alle deutschen WM-Spielorte bald wieder Karten für alle Kategorien. Diese sind über die offizielle Website www.handball19.com oder über den offiziellen Ticketing-Partner Eventim erhältlich.

Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbunds (DHB): Wir haben bereits über 300.000 Karten für die WM-Spiele auf deutschem Boden verkauft, was inklusive Presidents Cup einer Auslastung von rund 45 Prozent entspricht. Das ist für den aktuellen Zeitpunkt gut, aber wir dürfen uns nicht zurücklehnen, sondern müssen weiter Gas geben.

Am 24. September startet die nächste Verkaufsphase mit Tickets, die vom internationalen Markt nicht abgerufen wurden. Das heißt, es wird wieder für alle Spielorte Karten in allen Kategorien geben. Mit dem Vorverkauf für Köln – wo Deutschland im Falle des Hauptrundeneinzugs am 19. Januar, 21. Januar und 23. Januar spielt – sind wir sehr zufrieden.

An allen WM-Spielorten wird es spezielle Fanzones an den Hallen geben, denn so haben wir die Möglichkeit den Handball auch Kindern und Familien zu präsentieren. Denn ein nachhaltiges Ziel der WM ist es bekanntlich auch, neue Mitglieder für unsere Vereine zu gewinnen. 2007 war die Zahl der Mitglieder nach der erfolgreichen WM deutlich gestiegen, so etwas wollen wir nun auch erreichen.

In Sachen TV-Rechte lege ich die Hand dafür ins Feuer, dass es in Deutschland Livebilder im Fernsehen geben wird. Derzeit verhandelt der Weltverband mit der Agentur Lagardere, die nicht nur Marketingpartner des DHB ist, sondern den deutschen TV-Markt und Handball-Markt sehr gut kennt. Unser Wunsch ist, dass unsere WM-Spiele in einem reichweitenstarken Sender live ausgestrahlt werden – und ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch so kommt.

Männer-Bundestrainer Christian Prokop: Die Vorfreude und das Kribbeln nehmen ganz klar zu mit Blick auf die WM im Januar. Natürlich ist die WM 2007 unser großes Vorbild, wir wollen uns wie die Mannschaft damals in einen Rausch spielen und ganz Deutschland mitnehmen – egal, ob in den Arenen oder Zuhause.

Wir sind nicht der Topfavorit, die Weltspitze ist breiter geworden, aber mit den Fans im Rücken ist einiges möglich. Wir schauen im Moment eher auf uns und unser System, als auf die anderen. Die letzten beiden Turniere waren enttäuschend, aber wir haben nach der EM die richtigen Lehren gezogen, da waren wir sehr selbstkritisch. Jetzt gehen wir in die richtige Richtung, auch wenn der Zeitfaktor bis zur WM natürlich sehr knapp ist. Diese Zeit müssen wir optimal nutzen, um die Puzzleteile richtig zusammenzusetzen, was die Taktik, aber auch die Zusammenstellung des Teams betrifft. Wir brauchen wieder diese Gier nach Erfolgen.

Was den WM-Kader betrifft, kann ich dank der tollen Nachwuchsarbeit und Anschlussförderung aus dem Vollen schöpfen. Wir haben sicherlich 28 potenzielle Nationalspieler, und aus dieser Zahl besteht der vorläufige Kader. Aber bei der WM darf ich 16 nominieren – und da haben andere Mannschaften eben mehr Spitzenspieler als wir. Daher müssen wir durch Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit glänzen, speziell, weil bis Januar personell auch noch viel passieren kann. Bei der Suche nach den 16 WM-Teilnehmern müssen wir kluge Entscheidungen treffen.

Heiner Brand, Ex-Bundestrainer, Weltmeister als Spieler und Trainer sowie Botschafter des WM-Spielorts Köln: Die Ansprüche sind natürlich extrem hoch, wenn ein solches Turnier in deinem Land ist, aber den Druck baut man sich selbst auf, weil man ja alles erreichen will. Wir hatten 2007 auch unsere Zeit gebraucht, bis wir richtig im Turnier waren und den Druck abschütteln konnten. Erst dann haben wir diese Begeisterung entfacht. Im Nachhinein war die Vorrunden-Niederlage gegen Polen sehr heilsam, denn dadurch sind wir zusammengerückt. Der deutsche Handball hat mittlerweile gemerkt, wie wichtig die Nationalmannschaft für das gesamte Ansehen der Sportart ist, die Liga unterstützt den Verband heute richtig gut.

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