15.09.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

SGL beweist Charakter - Leutershausen schlägt Groß-Bieberau mit 24:18

Charakter habe man bewiesen. Da war sich Mark Wetzel sicher. Der Sportliche Leiter der SG Leutershausen stand nach Schlusspfiff auf dem Spielfeld und grinste. Leutershausen schlägt die Falken der MSG Groß-Bieberau/Modau mit 24:18. Lange war es ein umkämpftes Spiel, lange musste man um den ersten Heimsieg der Saison zittern. Am Ende hat es aber dann doch gereicht. Mit einer unfassbaren Moral kämpfte man die MSG nieder. Es war nun der zweite Triumph in Folge. Groß-Bieberau steht weiterhin ohne Saisonsieg da.

Man merkte und spürte, dass die Gäste in dieser Saison noch nie als Sieger vom Platz gegangen waren, die Aktionen waren fahrig und nicht durchdacht. Eigentlich, so sollte man meinen, hätten die Roten Teufel daraus Profit ziehen können, doch irgendwie stockte es auch bei den Rot-Weißen im Angriff. Symptomatisch, dass sich anfangs kein Team absetzen konnte, die Begegnung war geprägt von Fehlern und Unsicherheiten. Nur einer strotzte wieder einmal vor Selbstvertrauen: SGL-Schlussmann Alexander Hübe, 35, spielte mit einer Seelenruhe seine ganze Routine zwischen den Pfosten aus und sorgte dafür, dass Leutershausen keinem höheren Rückstand hinterher laufen musste.

Selbst scheiterten die Roten Teufel aber auch zu oft freistehend vor dem Tor, drei Siebenmeter ließ man liegen. Wetzel raufte sich früh am Spielfeldrand die Haare. „Das war schwach“, war er sich sicher. Man hätte schon zu diesem Zeitpunkt mehr aus den Chancen machen müssen. Nicht gerade einfacher machte es sich die SGL dadurch, dass sich Max Rolka früh zum dritten Mal eine Zeitstrafe einfing und das Geschehen fast die komplette zweite Spielhälfte von der Tribüne aus verfolgen musste. Zehn Minuten später folg zudem Abwehrchef Manel Cirac mit Rot vom Platz.

„Ich bin niemand, der sonst über den Schiedsrichter herzieht, das macht ja keiner mit Absicht“, so Wetzel, „aber heute, da waren einige Entscheidungen wirklich grenzwertig.“ Chefcoach Frank Schmitt konnte den Platzverweisen dennoch etwas Gutes abgewinnen. „Das Team hat sich danach wirklich extrem reingehängt, kämpferisch war das eine klasse Mannschaftsleistung“, so Schmitt. Ein Kompliment müsse er seinen Jungs dafür machen.

Jedenfalls brachten diese Aktionen Feuer und Hektik ins Spiel, Leutershausen aber schien das zu beflügeln, man setzte sich Tor für Tor von den Gästen ab und kämpfte Groß-Bieberau letztendlich mit unbändigem Willen nieder. „Wenn man nach solchen Rückschlägen so dieses Spiel gewinnt, dann spricht das unglaublich für unseren Teamgeist“, so Wetzel und Schmitt fügte an: „Der erste Heimsieg für mich hier in Leutershausen, das ist ein tolles Gefühl, die Stimmung war super - das hat uns sicher auch mitgetragen.“ In der Tat, die Heinrich-Beck-Halle war gut gefüllt, knapp 600 Zuschauer kamen und leisteten ihren Teil dazu, dass man gemeinsam den ersten Heimsieg der Saison feiern konnte.

SG Leutershausen - MSG Groß-Bieberau/Modau 24:18 (10:12).

SG Leutershausen: Hübe, Döding - Bernhardt 1, Schwarz, Rolka 2, Stippel, P. Jaeger 1, Schwerdtfeger 2, Cirac 3, Gasser, Herbert, Wagner 5, Seganfreddo 7/2, Mantek 2, Pauli 1/1, Hildenbeutel, Moringen.

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