Stellen sich auf einen harten Kampf bei den Rhein-Neckar Löwen ein: Florian Wangler und die A-Jugend der HSG Konstanz. - Foto: Handballserver

22.09.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich · Von: pm verein

„Wir wollen das bestmögliche Ergebnis“ - A-Jugend der HSG Konstanz reist zu Serienmeister Rhein-Neckar Löwen

Zwei deutliche Siege in zwei Spielen, zuletzt mit acht Toren gegen Günzburg, plus Tabellenplatz zwei. Und dennoch ist der Trainer nicht zufrieden. Klingt paradox, ist aber Ausdruck dessen, wie akribisch Thomas Zilm mit der A-Jugend der HSG Konstanz arbeitet – und welches noch nicht ausgeschöpfte Entwicklungspotenzial er in seiner jungen Mannschaft sieht. Vor dem wohl schwersten Auswärtsspiel der Saison beim Serienmeister Rhein-Neckar Löwen ist der Erwartungsdruck jedoch gering, die HSG Konstanz krasser Außenseiter.

Und doch zeigt der Punktgewinn in der letzten Saison gegen das Handball-Internat, dass sich die HSG an einem guten Tag auch vor solchen mit Nationalspielern gespickten Auswahl nicht verstecken muss. Damit sich die HSG allerdings überhaupt eine kleine Chance ausrechnen kann, dürfen die von Zilm beim Spiel gegen Günzburg vor allem in der ersten Halbzeit monierten Mängel in der Deckung, im Abschluss und der Passgenauigkeit jedoch unter allen Umständen vermieden werden. Gleichzeitig bot die verbesserungswürdige Leistung im ersten Durchgang die Chance für die vermeintlich zweite Garde – und die wusste mit einer durchweg guten Leistung und der letztendlich herbeigeführten Entscheidung zu gefallen.

„Wir sind in der glücklichen Lage, über einen breiten Kader zu verfügen“, freut sich der HSG-Coach und kündigt zugleich mögliche personelle Veränderungen an. „Der Abstand ist gering. Das heißt, dass es jederzeit Umstellungen geben kann, wenn die erste Reihe nicht ihre Leistung abruft.“ Der Konkurrenzkampf belebt den Trainingsbetreib und bietet dem Trainerteam viele Optionen, auf das Spielgeschehen zu reagieren. Dass dabei jeder einzelne Akteur sein Leistungsvermögen abruft, wird in den nächsten beiden Duellen unerlässlich sein. Erst geht es zu den Löwen, dann kommt Ligaprimus TV Bittenfeld in die Schänzle-Sporthalle. „Das sind“, sagt Zilm, „zwei Brocken. Dort müssen wir in der Abwehr eine ganz Schippe drauflegen, sonst werden wir abgeschossen.“

Zugleich warnt er, dass man sich darauf einstellen müsse, gegen diese Gegner nicht mehr mit einer einfachen Körpertäuschung zum Torerfolg kommen zu können. „Wir sehen das positiv“, so Zilm. „Wir werden vor weitere Aufgaben gestellt und können uns in unserer Entwicklung beweisen.“ Auch wenn keiner mit der HSG Konstanz beim Gastspiel in der Höhle der Löwen rechnet, „wir wollen das bestmögliche Ergebnis“, betont der Konstanzer Übungsleiter. Befreit aufspielen lautet die Devise und es als Ansporn sehen, sich mit den Löwen messen zu können. Zilm: „Wir werden uns nicht ergeben und wollen physisch und psychisch alles reinwerfen, was da ist.“

Denn der Druck liegt beim Gastgeber, die die zwei Punkte beim Ziel Titelverteidigung und Teilnahme an der deutschen Meisterschaft fest eingeplant haben. „Wir müssen 100 Prozent und mehr aus uns herausholen, um dort zu bestehen“, verpackt Zilm seine Warnung und Forderung an seine junge Mannschaft in einem Satz und fügt an: „Von den Löwen wird erwartet, dass sie jedes Spiel abliefern und gewinnen. Dies kann positiver oder negativer Druck sein.“ Wenn die Löwen Schwächen zeigen, will die HSG Konstanz jedenfalls zur Stelle sein. In Zilms Worten klingt das so: „Wenn der Gegner einen schlechten Tag hat und wir uns in einen Rausch spielen, kann es auch für die Löwen fahrig werden.“ Obwohl auf beiden Seiten die Kader nun völlig neu zusammengestellt sind: Das 28:28-Remis in der letzten Spielzeit ist bester Anschauungsunterricht für diese These.

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