Georg Clarke, Vizepräsident Jugend, Schule und Bildung des Deutschen Handballbundes, und Martina Haas, Vorstand Mitglieder: Engagement ist Grundvoraussetzung für die Mitgliederentwicklung. – Foto: Schlotmann

03.10.2018 · Home, Slider, Engagement · Von: oti

Bundesjugendtag in der Rückblende: Engagement Grundvoraussetzung für Mitgliederentwicklung

„Das ist spannend“, sagen Georg Clarke, Vizepräsident Jugend, Schule und Bildung des Deutschen Handballbundes, und Martina Haas, Vorstand Mitglieder, unisono. Vor ihnen liegen die Fotoprotokolle aus den einzelnen Arbeitsgruppen des workshopbezogenen Bundesjugendtages Ende September in Kassel. Die Auswertung der Veranstaltung, zu der knapp 50 Vertreter der Jugend aus den Landesverbänden nach Hessen gereist waren, hat begonnen. 

„Wir hatten uns gewünscht, ein Feedback zu dem zu bekommen, was es schon alles gibt“, erklärt Clarke. „Wir wollten in der Breite sehen, ob wir in die richtige Richtung laufen, ob es noch andere Ideen und weitergehende Gedanken gibt.“ Die Zeit für die Workshops habe man relativ kurz angesetzt. Dennoch: „Ich denke, es ist uns gelungen, Anreize zu vermitteln, die Engagementthemen noch weiter hervorzuheben.“ Martina Haas: „Engagement ist die Grundvoraussetzung für die Entwicklung und Bindung von Mitgliedern.“

Als „zukunftsweisend“ bezeichnet die 39-Jährige die Erkenntnisse, die sie aus den Beratungen zu den Strukturen der Handballjugend aus der Veranstaltung mitgenommen habe. „Wir wollten hören, wie unsere Jugend gerne arbeiten würde.“ Gremienarbeit in konventionellen Formen in einem starren Konzept, die Nutzung moderner Medien, über die die jungen Leute nicht nur kommunizieren, sondern die sie auch leben: „Die Frage ist, wie man die Gremienarbeit spannender, interessanter – und damit auch moderner gestalten kann.“ 

Georg Clarke sei „angenehm überrascht“, wie offen die Vertreter der Landesverbände sich des Themas angenommen hätten. „Ein Weg, den man sicherlich weitergehen sollte; insbesondere in der Meinungs- und Ideenfindung. Ein spannender Weg.“

Martina Haas begrüßt den Ansatz der Vertreter der Jugend aus den Landesverbänden, den Austausch untereinander zu intensivieren, aber auch verstärkt Experten in die Prozesse einzubinden. „Wir müssen uns in vielen Bereichen öffnen. Man muss sich genau überlegen, wie man das angeht und begleitet, damit wir am Ende tatsächlich zu verbindlichen Ergebnissen kommen.“

Vizepräsident Clarke sei zufrieden mit den Impulsen, die vom Bundesjugendtag in Kassel ausgehen: „Wenn wir es schaffen, die Kommunikation untereinander zu verbessern, und die, die da waren, weiterhin Lust haben, mitzuarbeiten, bin ich guter Dinge.“ Die Mitarbeiter der Jugendkommission hätte klare Arbeitsaufträge aus der Veranstaltung mitgenommen; etwa in den bisherigen Engamentfeldern weiterzuarbeiten, aber auch Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen, die den Landesverbänden und den Vereinen helfen, Engagement zu fördern. 

Begleitet worden war die Tagung neben Workshops durch Vorträge und eine Expertengespräch: Wie ticken Jugendliche? Wiebke Jessen, Mitarbeiterin der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH, führte durch die Lebenswelten von 14- bis 17-Jährigen. Professor Dr. Stefan König von der Pädagogischen Hochschule Weingarten sprach über „Ehrenamt und Engagementförderung“.

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