12.10.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Derby-Zeit in Nußloch – SG Leutershausen muss beim Spitzenteam antreten

Nußloch hatte einen Lauf. Alle sechs Auftaktspiele in der 3. Liga Ost haben die Handballer der SGN für sich entschieden. Bis zum vergangenen Samstagabend. Dort unterlagen die Nußlocher im Spitzenspiel beim ThSV Eisenach. Leutershausen hat dagegen noch immer einen Lauf. Nach Anfangsschwierigkeiten konnte man nun die vergangenen fünf Spiele gewinnen, ist auf den dritten Platz der Oststaffel geklettert. Nun treffen beide Kontrahenten im Derby aufeinander. Nußloch empfängt Leutershausen.

„Wir sind erstmals nicht Favorit“, sagt SGL-Cheftrainer Frank Schmitt, „die Rolle des Außenseiters gefällt mir aber, denn wir sind gut drauf und auf keinen Fall chancenlos.“ Auch einer seiner vertrautesten Spieler, Schlussmann Alex Hübe, ist sich sicher, dass sich Nußloch in der Favoritenrolle befindet und unter Zugzwang steht: „Wenn man sich den Kader anschaut, dann sind das andere Dimensionen, wie beispielsweise bei uns“, so Hübe, der unter der Woche bekannt gab, dass er noch zwei weitere Jahre im Tor der SGL auflaufen wird, „wenn wir aber gut in die Partie kommen, dann kann es ein enges Spiel werden - wir können auch Handball spielen und haben einen Lauf.“ Er selbst kann aber nicht mitwirken: Im Hirschberg-Derby brach er sich den kleinen Finger und fällt deshalb aus. Ihn vertritt wieder der erst 18-jährige Jörn-Thore Döding.

Schmitt: „Wir haben nichts zu verlieren, aber wir fahren nach Nußloch, um zu gewinnen. Die Chancen stehen gar nicht schlecht. Wir dürfen uns nur so wenig Fehler wie möglich erlauben.“ Die Nußlocher Niederlage in Eisenach habe auf die Partie keinen Einfluss, so Schmitt. „Die lassen sich nicht so leicht aus der Bahn werfen, die Mannschaft ist sehr ausgeglichen und könnte auch in der 2. Liga bestehen.“

Für Leutershausen komme es darauf an, die Zweikämpfe zu gewinnen. Im Optimalfall sollte man auch Ex-Weltmeister Christian Zeitz in den Griff bekommen, der vor der Saison vom Rekordmeister THW Kiel nach Nußloch gewechselt ist. „Er tut der Liga natürlich gut, manche lieben ihn, manche hassen ihn - er polarisiert eben. Wir müssen schauen, dass wir seine individuelle Stärke einschränken“, urteilt Schmitt. Sonst müsse man damit rechnen, dass Zeitz jeden Gegner der 3. Liga alleine besiegen kann.

Für Nußloch gilt es, nun wieder in die Erfolgsspur zu kommen und nicht bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison den Anschluss an den Aufstiegsfavoriten aus Eisenach zu verlieren. Was dann aber tatsächlich im Derby passiert, steht auf einem anderen Blatt Papier.

 

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