Tim Jud. - Foto: Michael Elser

16.10.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

„Das waren Big Points“ - Tim Jud spricht nach Sieg im Topspiel über Erfolgsserie der HSG Konstanz

Mit dem klaren 34:25-Sieg im Topspiel zwischen dem Ersten und Zweiten konnte die HSG auswärts in Heilbronn ein großes Ausrufezeichen setzen und den Rückstand auf den Tabellenführer auf nur noch zwei Punkte verkürzen. Neben einem dichten Abwehrriegel, der den torgefährlichsten Angriff der Liga bei nur 25 Toren hielt, war eine variable, sehr konzentrierte und effektive Leistung in der Offensive der Schlüssel zum Erfolg. Ein wichtiger Baustein war dabei Kapitän Tim Jud, der nicht nur sechs Treffer erzielte, sondern mit sehr viel Tempo und vielen gewonnenen Eins-gegen-Eins-Situationen begeisterte und viele Lücken im TSB-Abwehrverbund riss.

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas spricht der 24-jährige Schweizer über den Coup in Heilbronn, die Siegesserie der HSG Konstanz und das ganz besondere Verhältnis zu den Fans.

Neun Tore Differenz beim bislang ungeschlagenen Spitzenreiter, nur 25 Gegentore beim torgefährlichsten Angriff der Liga und eine frühe Entscheidung im Topspiel Erster gegen Zweiter in fremder Halle. Wie geht das?

(lacht) Wir waren hochmotiviert, hier etwas beim Tabellenführer zu reißen. Wir waren super eingestellt und haben gut trainiert. Dementsprechend heiß waren wir auf das Spiel und wollten zeigen, was wir draufhaben. Ich habe es vor dem Spiel gesagt, dass das Big Points für uns in Heilbronn sind. So sind wir aufgetreten und konnten die Leistung dann auch abrufen.

Wie ist es gelungen, den torgefährlichsten Angriff der Liga bei nur 25 Toren zu halten? Zuvor lag der Schnitt bei 32 Treffern pro Partie.

Die Abwehr ist super gestanden und Simon Tölke hat gut gehalten. Da gibt es auf jeden Fall trotzdem noch Verbesserungsbedarf. Wir bekommen noch ein paar einfache, dumme Gegentore. Aber im Großen und Ganzen können wir damit schon zufrieden sein.

Du selbst hast Dir die Manndeckung verdient, doch darauf und auf die offensive Abwehr des TSB habt Ihr sofort die passende Antwort gefunden.

Bei mir ist es sicher ganz gut gelaufen. Wir haben aber vor allem als Mannschaft super gespielt, den Ball viel laufen lassen, wodurch es dann auch wieder einfacher war, die Würfe zu nehmen. Das war kollektiv eine super Leistung. Dazu Fabian Wiederstein, der am Kreis einen tollen Job macht. Hier waren wir als Ganzes auf der Höhe.

Kann man das Geleistete am Ende mit früher Entscheidung schon genießen oder ist man noch im Tunnel?

Man kann das schon ein wenig aufsaugen und genießen. Trotzdem ist es wichtig durchzuziehen und nicht locker zu lassen. Das ist uns über weite Strecken gelungen. Klar, am Schluss können wir ein paar Aktionen noch cleverer spielen. Aber ich denke, wir haben das gut durchgezogen.

Warum läuft es jetzt so gut? Vier Siege in Folge gegen hochkarätige Gegner…

Wir finden immer besser zusammen. In der Abwehr ist es das Zusammenspiel mit dem Torwart, das sich immer weiter verfeinert. Dazu kommt der Innenblock, der sich mit Tom Wolf und Fabian Wiederstein gefunden und das in Heilbronn super gemacht hat. Ich glaube, es finden sich so langsam die Automatismen ein. Und dann generiert sich mit den Erfolgen natürlich auch das Selbstbewusstsein. Auch in Heilbronn war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung, den wir nutzen müssen. Ich bin froh, wenn es so weitergeht.

War das ein Big Point, trotz des relativ frühen Zeitpunkts in der noch jungen Saison?

Auf jeden Fall. Auswärtssiege bei solchen Mannschaften sind immer Big Points. Das waren heute wichtige Punkte. Im deutschen Handball ist, anders als in der Schweiz, jedes Spiel entscheidend. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Das waren wir auch. Dementsprechend gut sind wir aufgetreten.

Dazu passende Bilder gab es nach dem Schlusspfiff, als sich die Spieler mit den Fans in den Armen lagen und gemeinsam gefeiert haben. Findest Du dafür Worte?

Das macht es aus und ist unser Dank an die Fans, die diese Kilometer auf sich und die Zeit für uns nehmen. Das ist super, solch eine Unterstützung in fremder Halle zu genießen. Wir freuen uns immer über diesen Support und wenn wir so etwas zurückgeben können.

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