02.11.2018 · Home, Verband, Landesverbände ·

Elf Landesverbände einigen sich auf die Einführung des digitalen Spielausweises

Anfang Oktober legten die Geschäftsführer und Entscheidungsträger der mittlerweile elf Landesverbände, die ein gemeinsames Spielbetriebssystem nutzen, in Bregenz die Marschrichtung für die nächsten Entwicklungsschritte fest. Neben der Einführung des digitalen Spielausweises fiel die Entscheidung zur Entwicklung einer Handball-App, über die zukünftig die wichtigsten Informationen über den Spielbetrieb per Smartphone oder Tablet abgerufen werden können.

Mit der Entscheidung des Hessischen Handball-Verbandes, sich dem Nutzerkreis anzuschließen, steigt die Zahl der Mannschaften, deren Spielbetrieb über das Portal verwaltet wird, auf über 10 000. „Damit nutzen aktuell 50 Prozent aller in Deutschland spielenden Teams das gleiche System ", erklärt Thomas Ludewig, Präsident des Handball-Verbandes Berlin.

 

Folgende elf Landesverbände nutzen das gleiche System:

·         Bayerischer Handball-Verband

·         Bremer Handballverband

·         Handball-Verband Berlin

·         Handball-Verband Brandenburg

·         Hessischer Handball-Verband

·         Handball-Verband Mecklenburg-Vorpommern

·         Handball-Verband Niedersachsen

·         Handball-Verband Rheinland

·         Handball-Verband Sachsen

·         Handball-Verband Sachsen-Anhalt

·         Thüringer Handball-Verband

 

Grundlage für die Einführung des digitalen Spielausweises ist die Passdatenbank, die die Verbände seit Jahren gemeinsam nutzen und die eine unkomplizierte und rechtssichere Abwicklung von Vereinswechseln sicherstellt - nicht nur innerhalb, sondern auch zwischen den einzelnen Landesverbänden. „Und in die wir einen Großteil des Entwicklungsbudgets investierten“, erklärt die Geschäftsführerin des Handball-Verbandes Brandenburg, Marlies Reusner. Reusner ist Leiterin der AG Passwesen. „Zur Saison 2019/2020 streben wir die komplette Abschaffung der Papierpässe an. Das ist ein Meilenstein in Handball-Deutschland, mit dem wir eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Der Prototyp der zukünftigen Handball-App habe begeistert, sagt Gerald Glöde, Geschäftsführer des Handball-Verbandes Niedersachsen. Zukünftig könnten Spieldaten, Statistiken und weitere Informationen über jedes Smartphone und jedes Tablet abgerufen werden. Glöde: „Die Entwicklung der Applikation hat uns viel Zeit und Energie gekostet, doch der Aufwand hat sich gelohnt.“ Zweimal jährlich kommen die Geschäftsführer und Entscheidungsträger der Landesverbände mit den Entwicklern des Anbieters zusammen, um über die Projektpläne zu entscheiden und sich über die Weiterentwicklung des Systems in den Bereichen Spielbetrieb, Schiedsrichterwesen, Verbands-, Vereins- sowie Seminarverwaltung auszutauschen.

In Vorbereitung auf die Treffen tragen die Arbeitsgruppen, neben der für den Bereich Passwesen die für Spieltechnik und Schiedsrichterwesen, Entwicklungswünsche zusammen und bereiten diese auf. „Die Zusammenarbeit mit den Landesverbänden ist besonders hervorzuheben. Die Verbände liefern zahlreiche Ideen, wie man das System stetig weiterentwickeln kann. Das hilft uns als Entwickler der Software enorm“, kommentiert der Systemanbieter. Thomas Ludewig: „Ich bin immer wieder begeistert, dass die Geschäftsführer der Landesverbände diese Zusammenkünfte nutzen, um verschiedene Prozesse miteinander abzugleichen. Einheitliche Abläufe, etwa im Passwesen oder in der Auslegung der DHB-Ordnungen, ergeben auf allen Seiten Synergieeffekte.“

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