Anführer Julian Küchler und die A-Jugend der HSG Konstanz wollen dem SV Zweibrücken einen heißen Kampf bieten. - Foto: Peter Pisa

03.11.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich · Von: pm verein

„Keine unmögliche Geschichte“ - HSG Konstanz erwartet Topteam Zweibrücken

Unter schwierigsten Voraussetzungen konnte die A-Jugend der HSG Konstanz zuletzt das Spiel in München mit 30:26 für sich entscheiden. Ein Erfolg, der den jungen und wenigen verbliebenen Spielern viel Rückenwind für die nächsten schweren Aufgaben gibt. Denn sie sind es, die in den nächsten Wochen weiter gefordert sind. Eine große Entspannung der Verletzungsmisere ist derzeit noch nicht zu erwarten. Dazu wartet am Samstag, 18 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle mit dem SV Zweibrücken ein echtes Schwergewicht der Jugend-Bundesliga.

Der Tabellenvierte musste erst zwei Niederlagen hinnehmen, diese jedoch in den beiden letzten Partien, nachdem den Rheinland-Pfälzern zum Saisonstart fünf Erfolge in Serie geglückt waren. In den letzten Jahren lieferte sich Konstanz meist hitzige, enge Duelle mit Zweibrücken. Aber auch in der derzeitigen Situation? „Warum nicht“, stellt Trainer Thomas Zilm die Gegenfrage. „Das ist keine unmögliche Geschichte. Wir haben daheim ganz andere Situationen gemeistert, dominiert und gewonnen“, gibt er sich fest entschlossen, wohlwissend, dass es seine Mannschaft mit einem Topteam zu tun bekommt. Einem sehr kampfbetonten, wie Zilm erklärt, eines, das er im oberen Tabellendrittel erwartet.

Und dennoch traut er seinen Talenten einiges dazu, nach dem kämpferisch beeindruckenden Auftritt in der bayerischen Landeshauptstadt. „Auch wenn technisch und taktisch nicht alles funktioniert“, so Zilm, „hat sich jeder voll für den anderen aufgerieben und die Fehler seines Mitspielers ausgeglichen. Ohne diesen unbedingten Kampf hätten wir nicht gewonnen.“ So fordert der HSG-Coach genau dieselbe Leidenschaft, denselben Einsatz wie vor Wochenfrist. Durch das spielfreie Wochenende der B-Jugend, die Zilm für ihren Einsatz lobt, steht Konstanz wieder ein etwas breiteres Aufgebot als nur neun Feldspieler zur Verfügung.

Zweibrücken indes wird vom B-Lizenzinhaber als sehr agil und robust beschrieben. „Wenn sie übersteuern machen sie auch ihre Fehler“, hat er allerdings beobachtet. Doch körperlich wird seine durch diverse Verletzungen noch einmal verjüngte Mannschaft deutlich unterlegen sein – was jedoch nicht nur Nachteil sein muss. Zilm: „Mit unseren schnellen Spielern ist auch so ein Gegner bespielbar. Im Eins-gegen-Eins dürfen wir nicht Körper gegen Körper gehen, aber wenn wir viel Bewegung in das Spiel bekommen, wird Zweibrücken Probleme haben.“

Es gelte, die eigenen Möglichkeiten auszuschöpfen, dann sieht der Konstanzer Übungsleiter durchaus Möglichkeiten für eine Überraschung. Denn: Zilm will, sagt er, „jedes Spiel gewinnen, egal gegen wen.“ Diese Einstellung scheint er bestens in den Köpfen seiner Spieler verankert zu haben, die getreu diesem Motto seit Wochen vielen Widerständen zum Trotz mit 7:7 Punkten und Tabellenplatz sechs weiter voll im Soll liegen. Zumal die individuelle Entwicklung und die Vorbereitung für höhere Aufgaben im Fokus stehen. Hier nutzt der Nachwuchs der HSG Konstanz die schwierige Situation für flexible Aufstellungen und viele Positionswechsel. Auch während des Spiels. „Diese Freiheit lasse ich meinen Spielern, auch ohne vorherige Ansage“, bedeutet Zilm und erklärt: „So muss sich der gegnerische Abwehrspieler immer wieder mit auf einen neuen Angreifer einstellen.“ Und: Die Anfangsnervosität bei vielen Bundesliga-Debütanten sei überwunden. Wenn dann der Wille stimmt, ist alles möglich. Auch in schwierigsten Situationen. Oder gerade dann.

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