Tim Suton und Franz Semper zeigten gute Leistungen im DHB-Team. - Foto: Sascha Klahn

06.11.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Motivation, Belohnung, Träume: Franz Semper und Tim Suton im Interview

Sie waren die Jüngsten im Kader von Christian Prokop, aber sie durften schon Verantwortung übernehmen: Tim Suton (22) und Franz Semper (21) haben die Zeit bei der Nationalmannschaft rund um die beiden siegreichen EM-Qualifikationsspiele gegen Israel (37:21) und im Kosovo (30:14) genossen. Dass der Lemgoer Spielmacher Suton nur das erste Spiel absolvierte, lag an einer Fußverletzung, wegen der er jüngst operiert wurde.

Während der im bosnischen Mostar geborene Sohn einer Handballerfamilie sein Debüt im Männer-Team bereits im Juni 2017 in Bremen gegen die Schweiz feierte, waren die Partien gegen Israel und im Kosovo für Linkshänder Semper vom DHfK Leipzig die ersten A-Länderspiele. Im Interview mit dhb.de sprechen die beiden Jungstars, die den klassischen Weg über die Nachwuchs-Mannschaften des DHB in die Bundesliga gegangen sind, über ihre Zeit im Nationalteam und ihre Träume von der Heim-WM.

Zwei Spiele, zwei Siege, insgesamt acht Tore - wie war die Gefühlslage nach den ersten Länderspielen?
Franz Semper: Ich bin glücklich, dass in meiner ersten Lehrgangswoche alles so gut funktioniert hat. Ich bin sehr gut aufgenommen worden, hatte eine gute Zeit und konnte viele Erfahrungen sammeln, die mich sehr weiterbringen werden. Gerade nach meinem Debüt gegen Israel habe ich viele positive Nachrichten und Glückwünsche bekommen. Ich war einfach nur glücklich, dass das alles so gut geklappt hat.
Tim Suton: Ja, bei mir war es seinerzeit genauso, Man fühlt sich einfach nur stolz. Mein erstes Länderspiel war kurz vor der Sommerpause, vor dem Urlaub, da waren dann auch viele Bekannte dabei.

Was war beim Lehrgang mit dem A-Team anders als zum Beispiel in der Jugend- oder Junioren-Nationalmannschaft?
Tim Suton: Von den Abläufen war das schon so ähnlich wie im Nachwuchsbereich, wenn man zum Beispiel bei einer EM oder WM ist.
Franz Semper: In der Jugend oder bei den Junioren wird man auf die Spielphilosophie vorbereitet, aber bei den Männern ist das natürlich viel intensiver, das Niveau ist viel höher.
Tim Suton: Ja gerade athletisch ist das etwas anderes, der Übergang ist da schon groß. Aber Christian Prokop nimmt sich individuell viel Zeit auch für uns jüngere Spieler. Es ging natürlich viel um Taktik, aber auch um die individuelle Weiterentwicklung.
Franz Semper: Und ich habe, sowohl im Training als auch bei den Spielen, viele gute Tipps und Ratschläge von den erfahrenen Spielern bekommen, das hat mich ebenfalls richtig weitergebracht.

Wie groß sind denn Ihre Hoffnungen, im Januar bei der Heim-WM dabei zu sein?
Franz Semper: Ich weiß meine Nominierung für den Lehrgang und die beiden Spiele ja einzuschätzen, andere Spieler auf meiner Position waren verletzt, die kommen wieder. Ich mache mir da keinen Druck. Ich will mich über meine Leistungen im Verein beweisen.
Tim Suton: Das sehe ich ganz genauso. Die Einladung war auch für mich eine Belohnung und eine tolle Motivation. Bis zur WM ist es ein weiter Weg, da stehen noch viele Spiele an, und ich muss sehen, wie sich mein Fuß entwickelt.

Wie haben Sie denn 2007 die letzte Heim-WM in Deutschland verfolgt?
Tim Suton: Wir haben damals in Süd-Deutschland gelebt, ich war bei einem Gruppenspiel in Mannheim gewesen und war dort schon begeistert von der Atmosphäre. Die deutschen Spiele habe ich natürlich am Fernseher verfolgt. Franz Semper: Ich habe da auch noch so viele Bilder im Kopf, speziell aus dem Film „Projekt Gold“. Das war unglaublich, so viele Gänsehautmomente, diese Handballbegeisterung in ganz Deutschland.

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