"Wir haben leider die Euphorie aus dem Norwegen-Spiel nicht mitnehmen können", sagt Dinah Eckerle. Foto: Marco Wolf/DHB

03.12.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

„Wir haben nicht die richtigen Lösungen gefunden“ – Stimmen zur Niederlage gegen Rumänien

Am zweiten Spieltag der EURO in Frankreich hat es die DHB-Frauen erwischt – sie verloren am Montagabend mit 24:29 (11:14) gegen die starken Rumäninnen. Mannschaft und Bundestrainer Henk Groener zeigen sich zwei Tage nach dem Sensationserfolg gegen Norwegen selbstkritisch, aber auch optimistisch, dass die noch fehlenden Punkte gegen Tschechien eingefahren werden – die Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Henk Groener: Wir haben gemerkt, dass die Abgeklärtheit und Ruhe wie gegen Norwegen gefehlt haben. Im Abschluss haben wir uns Chancen erarbeitet, aber schon in der ersten Hälfte, als wir nur mit drei Toren hinten lagen, haben wir drei Siebenmeter und andere Chancen vergeben, wir haben deren Torhüterin zur Weltmeisterin gemacht. Das passiert, wenn der Kopf nicht ganz frei ist. Wir haben im Gegensatz zu Samstag nicht die richtigen Lösungen gefunden. Rumänien war erfahren und schlau genug, um das durchzuziehen, wir haben aber nie aufgegeben. Aber auch in Hälfte zwei haben wir viele einfache Fehler gemacht. Die Stimmung und Vorbereitung waren eigentlich gut, das Umsetzen auf dem Feld war aber eine kleine Lehrstunde von Rumänien. Das letzte Spiel gegen Tschechien ist entscheidend. Aber viele haben sicherlich nicht einmal gedacht, dass wir nach den zwei Spielen 2:2 Punkte haben.
Julia Behnke: Auf jeden Fall haben wir Frust, wir haben nicht unser bestes Spiel gebracht, das war eine ärgerliche Niederlage, aber wir werden jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. Am Mittwoch wartet unser Endspiel, dafür sammeln wir die Kräfte und greifen wieder an. Am Anfang, war unsere Abwehr heute nicht konsequent genug, dann wir hektisch in die Angriffe gegangen und haben die Chancen liegen lassen. Das erste Spiel war überragend, aber wir wissen alle, dass es eben auch nur eines von drei Spielen war. Und mit einem Sieg sind wir nicht in der Hauptrunde, deswegen haben wir jetzt ein Endspiel.
Emily Bölk: Man hat gesehen, dass wir heute nicht so cool waren und nicht so viel Selbstvertrauen und Mut hatten wie am Samstag. Vielleicht war es anders, weil wir gegen Norwegen völlig ohne Druck aufspielen konnten. Ich weiß nicht, woran es lag, wir waren gut vorbereitet, wir wussten, um was es geht und was mit einem Sieg möglich ich. Klar ist aber auch, dass das heute nicht das war, was wir zeigen können. Noch ist nichts verloren, wir werden das schnell abhaken und holen zwei Punkte gegen Tschechien.
Dinah Eckerle: Wir haben leider die Euphorie aus dem Norwegen-Spiel nicht mitnehmen können. Wir haben uns im Angriff schwergetan, sind zu oft an der rumänischen Torhüterin gescheitert. Wir waren einfach nicht gut genug, um Rumänien zu schlagen.
Franziska Müller: Wir standen in der Abwehr nicht so gut wie gegen Norwegen, und wenn du in der Defensive nicht so stark bist, kommst du nicht ins Tempospiel, das war ein Problem. Wir sind dafür bekannt, dass wir nie aufgeben und bis zum Schluss kämpfen. Am Ende kann jedes Tor zählen.

Ambros Martin, Nationaltrainer Rumänien: Wir sind sehr froh, denn wir haben gegen einen starken Gegner zwei Punkte gewonnen. Wir haben heute vieles richtig gemacht.

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