Die deutsche Mannschaft jubelt über den Einzug in die Hauptrunde. Foto: Marco Wolf/DHB

05.12.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

„Jetzt können wir befreit aufspielen“ – Stimmen zum Sieg gegen Tschechien

Dank des 30:28-Erfolgs gegen Tschechien haben die deutschen Frauen bei der EM in Frankreich das Ticket zur Hauptrunde in Nancy gebucht. Die Freude über den hart umkämpften Sieg war bei den Spielerinnen und Bundestrainer Henk Groener groß – die Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Henk Groener:  Ich bin froh, dass wir weitergekommen sind. Es war das erwartete Endspiel um den Einzug in die Hauptrunde, indem wir vor der Pause erhebliche Probleme hatten. Man hat der Mannschaft anfangs die Nervosität angemerkt. Wir waren zu zaghaft in der Abwehr und haben auch daher mit fünf Toren hinten gelegen. Obwohl Dinah Eckerle schon vor der Pause sehr gut hielt, kassieren wir 16 Gegentore. Aber dann hat die Mannschaft wieder einmal ihr Gesicht und ihren Siegeswillen gezeigt. Wir haben Moral gezeigt, haben uns nie aufgegeben und uns immer wieder reingekämpft. Zudem steigerte sich die Abwehr in der zweiten Hälfte und wir haben um jeden Zentimeter gekämpft. Die entscheiden Maßnahme im Angriff war der Einsatz von drei Rechtshändern, mit Alina Grijseels auf der Mitte. Sie hat, genau wie Meike Schmelzer, eine sehr gute Partie geboten. Wir waren nervös, aber wir haben gewonnen – das ist, was zählt.

Meike Schmelzer: Wir sind eine junge Mannschaft mit wenig Turniererfahrung und können stolz sein, dass wir weitergekommen sind. Es war ein hartes Spiel, beide Mannschaften hatten ihre letzte Chance. Wir haben toll gekämpft, und wir sind als Team aufgetreten, das war entscheidend.

Xenia Smits: Wir sind froh, dass diese 60 Minuten rum sind, denn es war ein hartes Stück Arbeit. In der zweiten Halbzeit war die Abwehr aggressiver, so haben wir auch mehr Druck nach vorne aufbauen können, zudem haben wir den Abschluss verbessert. Ich hoffe, dass jetzt viele Fans nach Nancy kommen. Jetzt kommen drei schwere Spiele, aber Norwegen, Rumänien und Tschechien haben wir auch geschafft. Wer weiß, vielleicht sind noch ein paar Überraschungen möglich.

Franziska Müller: In der ersten Hälfte haben wir uns schwer getan, aber als wir mit drei Toren in der zweiten Hälfte weg waren, war der Knoten auch geplatzt, da haben wir einen Lauf gehabt. Unser Ziel war die Hauptrunde, das haben wir erreicht.

Amelie Berger: Das war ein geiles Spiel. Wir haben anfangs hinten gelegen, dann haben wir den Ausgleich geschafft und am Ende haben wir das Spiel gerockt. Das ist ein ganz schön anstrengendes Turnier, für den Körper und für den Kopf.

Julia Behnke: Ich bin super-erleichtert, das war sicherlich nicht unser bestes Spiel. Das war ein 60-minütiger Kampf. Wir haben einen Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt und immer an uns geglaubt, jetzt haben wir das Ziel erreicht. Der Kampfgeist zeichnet uns aus – wenn eine einen Fehler macht, bügelt eine andere den wieder aus.

Alina Grijseels: Am Anfang waren wir nicht aggressiv genug in der Abwehr und nicht geduldig genug im Angriff und liegen mit fünf Toren hinten. Das war ein echtes Kampfspiel. Wir nehmen zwei Punkte mit, das haben wir uns vorher nicht ausgerechnet, jetzt ist alles offen. Gegen Spanien können wir mithalten, das haben wir schon ein paar Mal bewiesen. Das gilt -  denke ich - auch für Ungarn und die Niederlande. Wir haben unser großes Ziel erreicht, jetzt können wir befreit aufspielen.

Jan Basny, Nationaltrainer Tschechien: Die Verletzung von Iveta Luzumova war entscheidend. Erst musste sie zehn Minuten behandelt werden, dann konnten wir sie nicht mehr in der Abwehr bringen. Deswegen mussten wir vieles in der Defensive umstellen.

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