Im März feierte Luisa Schulze in Stuttgart ihr Comeback im Nationaltrikot gegen Spanien. - Foto: Marco Wolf/DHB

06.12.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Zum Start der EM-Hauptrunde geht es zum vierten Mal in diesem Jahr gegen Spanien

Das erste Ziel haben die deutschen Handballerinnern erreicht, am Mittwochabend buchten Julia Behnke & Co. das Ticket zur Hauptrunde bei der EURO in Frankreich durch das 30:28 gegen Tschechien im letzten Vorrundenspiel in Brest. Am Donnerstag flog die Mannschaft kurz nach 12 Uhr mit einem Charterflug nach Nancy. Dort steht ab Freitag die Hauptrunde an, in Gruppe 2 geht es gegen Spanien (Freitag, 7. Dezember, 18 Uhr), Ungarn (Sonntag, 9. Dezember, 15 Uhr) und die Niederlande (Mittwoch, 12. Dezember, 21 Uhr). Alle Partien werden als Livestream von www.sportdeutschland,tv übertragen.

Mit im Gepäck hat die verjüngte Truppe von Bundestrainer Henk Groener neben viel Optimismus auch zwei Punkte aus dem Sieg gegen Norwegen (33:32) im ersten Vorrundenspiel. Wie die Ungarinnen startet die DHB-Auswahl mit 2:2 Zählern. Die beiden Gruppensieger Niederlande und Rumänien haben 4:0 Punkte auf dem Konto, Spanien und Norwegen jeweils 0:4.

Die ersten beiden Mannschaften der beiden Hauptrundengruppen qualifizieren sich fürs Halbfinale am 14. Dezember in Paris, die Drittplatzierten spielen am gleichen Tag um den fünften Platz, der möglicherweise für die Teilnahme an einem Olympiaqualifikationsturnier für Tokio 2020 entscheidend sein kann. Ein weiteres Ziel hat die DHB-Auswahl mit dem Einzug unter die besten zwölf Teams ebenfalls erreicht: Sollten sie sich nicht direkt für die WM 2019 in Japan qualifizieren, sind sie bei der Auslosung der Playoffs im Topf 1 und treffen somit auf eine vermeintliche einfachere Mannschaft. Die drei Medaillengewinner oder alle Halbfinalisten, falls sich Weltmeister Frankreich für die Vorschlussrunde qualifiziert, buchen ihr Ticket zur Weltmeisterschaft.

„Jetzt können wir befreit aufspielen, denn wir haben unser erstes Ziel erreicht“, sagte Spielführerin Julia Behnke vor der Abreise nach Nancy, wo am Donnerstag das erste Training anstand. Der ganze Fokus ist auf Spanien gerichtet, obwohl man den ersten Hauptrundengegner bestens kennt, denn man traf alleine in 2018 schon dreimal aufeinander.  Gegen die Ibererinnen – Dritter der Parallelgruppe C – gab es im finalen EM-Testturnier in Alicante eine 20:22-Niederlage. Zudem trafen beide Mannschaften in der Qualifikation zur EM in Frankreich aufeinander: Im Hinspiel im März 2018 in Stuttgart gab es bei Henk Groeners Premiere als Bundestrainer einen 33:24-Erfolg, in Spanien unterlag die DHB-Auswahl 23:27.

Die Spanierinnen haben sich seit der überraschenden Silbermedaille bei der EM 2008 in der Weltspitze etabliert. Seinerzeit hatte das Team die deutsche Mannschaft im Halbfinale mit 32:29 besiegt. Es folgten Bronzemedaillen bei der WM 2011 und bei Olympia 2012 sowie erneut EM-Silber im Jahr 2014. In der aktuellen Vorrundengruppe C in Montbelliard gewann Spanien 25:18 gegen Kroatien, verlor dann aber gegen die Niederlande (27:28) und am Mittwochabend gegen Ungarn (26:32). Gute Tipps und wichtige Hinweise über Spanien hat sicherlich Teammanagerin Laura Steinbach parat, schließlich spielte sie zwei Jahre in der spanischen Liga. Die Gesamtbilanz in offiziellen Spielen ist übrigens ausgeglichen: Deutschland und Spanien gewannen je dreimal, eine Partie endete remis.

 „Wir haben eine Chance gegen alle drei Hauptrundengegner, gegen Spanien haben wir im März ja gezeigt, wie man sie schlägt“, sagt Spielmacherin Alina Grijseels. Eine Spielerin freut sich besonders auf die Hauptrunde: Xenia Smits, für die nun so etwas wie drei „Heimspiele“ anstehen, denn sie spielt für den französischen Meister Metz, nur 60 Kilometer entfernt von Nancy. „Ich hoffe, dass jetzt viele Fans aus Metz kommen, um mich und die deutsche Mannschaft zu unterstützen.“

Bundestrainer Henk Groener erwartet einen Schub in der Hauptrunde: „Ich hoffe, dass die Spielerinnen jetzt merken, dass sie mehr können, als sie es sich momentan zutrauen. Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Und wie weit wir kommen, werden wir dann sehen.“ Auch Kreisläuferin Meike Schmelzer, die mit sieben Treffern großen Anteil am Erfolg gegen Tschechien hatte, teilt diesen Optimismus: „Wir sind ein junges Team, das erst einmal froh übers Weiterkommen ist. Jetzt warten Mannschaften, die kann man schlagen, aber die muss man nicht schlagen. Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel.“

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