Evgeni Prasolov könnte im Kader stehen. - Foto: Alexander Becher

07.12.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Schon wieder wartet ein Seriensieger - HCOB rechnet sich bei der TGS Pforzheim Chancen aus

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang versäumten zuletzt das punkten – und wollen das nun bei der TGS Pforzheim nachholen. Aber die Hürde ist hoch, denn es geht erneut gegen ein Topteam, die Goldstädter sind in der Tabelle auf Rang drei emporgeklettert. Beim HCOB schöpft man Mut aus der Erinnerung an die letzten Duelle mit dem Team von Andrej Klimovets, in denen es in aller Regel ausgesprochen eng zuging.

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang haben in den vergangenen drei Begegnungen mindestens ordentlich gespielt, phasenweise sogar gut – aber am Ende zählen die Punkte, und da sprang gegen die starken Gegner TuS 04 Dansenberg, Rhein-Neckar Löwen II und HSG Konstanz nichts Zählbares heraus. So bleibt es seit dem Sieg beim TSV Neuhausen/Filder bei neun Pluspunkten, und das ist eine gefährliche Situation. Der Abstand auf die Abstiegsränge ist nicht komfortabel, gerade einmal drei Punkte trennen den HCOB vom drittletzten Platz. Da täte es schon gut, die eigene Bilanz wieder durch einen Sieg aufzubessern.

Dass es zum Ende der Vorrunde ausgerechnet zur TGS Pforzheim geht, ist in dieser Hinsicht kein Vorteil, denn es wartet erneut eine schwierige Aufgabe auf die Mannschaft von Trainer Matthias Heineke. Die Goldstädter sind nämlich mächtig in Form gekommen und haben aktuell fünf Spiele hintereinander gewonnen. Der HCOB bekommt es nach dem Match gegen den nunmehr elfmal siegreichen Primus aus Konstanz erneut mit einem vermutlich vor Selbstvertrauen strotzenden Seriensieger zu tun. Zuletzt bewältigten die Handballer von Trainer Andrej Klimovets selbst die sportlich anspruchsvollen Auswärtsfahrten beim TuS 04 Dansenberg und bei der HG Saarlouis mit Siegen. In der Stadtgartenhalle in Saarlouis lagen die Gäste schon nach wenigen Minuten mit 9:2 vorne, sie hatte damit das entscheidende Ausrufezeichen gesetzt und kam das ganze Spiel über nicht mehr in Gefahr, es noch einmal aus der Hand zu geben. Mit 19:9 Punkten sind die Pforzheimer Handballer Dritter und damit einer der Mannschaften, die dem Tabellenführer noch auf den Fersen sind.

Die HCOB-Handballer treten die Fahrt nach Pforzheim aber nicht ohne Erfolgsaussichten an. Trainer Matthias Heineke erinnert daran, „dass die Spiele gegen die TGS in den vergangenen beiden Spieljahren stets sehr eng waren.“ Zwei der vier Duelle endeten gar mit Unentschieden. „Das macht uns Mut und deshalb rechnen wir uns auch dieses Mal eine Chance aus“, sagt der Trainer. Die Abwehrleistung sei zuletzt verbessert gewesen, und in Pforzheimer wünscht sich Matthias Heineke einen weiteren Aufwärtstrend. Zur Abwehr gehört auch das Zusammenspiel mit den Torhütern, und da war Stefan Koppmeier schon gegen die HSG Konstanz gut im Spiel. In Pforzheim möchte er noch mehr Würfe der gegnerischen Angreifer abwehren.

Am vergangenen Wochenende mussten die HCOB-Handballer „ohne Acht“ antreten. Die Langzeitverletzten Benjamin Röhrle, Johannes Csauth und Jakub Strýc werden weiter fehlen. Und bei Torwart Thomas Fink könnte es auch 2019 werden, bis er wieder dabei ist – hier wird Routinier Stefan Merzbacher einspringen. Beim HC Oppenweiler/Backnang hofft man deshalb darauf, dass die mit einem Zweifachspielrecht ausgestatteten Bietigheimer Jonathan Fischer und Nikola Vlahovic mitwirken können. Und dann gibt es natürlich auch die Hoffnung, dass Jonas Frank und Evgeni Prasolov – zuletzt krank beziehungsweise leicht angeschlagen – wieder dabei sein können. Vor allem für Rückraumspieler Prasolov wäre es eine besondere Partie, trug er in den vergangenen Jahren doch den Dress der „Turngesellen“. Ob er den entscheidenden Tipp für seinen Coach hat? „Das werde ich mir auf jeden Fall ganz genau anhören“, sagt Matthias Heineke und freut sich über die Ergänzung zum obligatorischen Videostudium.

Anzeige
Banner HANDBALL - Es lebe der Sport
Banner DHB-Rahmentrainingskonzeption
Hanniball