Volunteer Chris Dornheim ist am Spielort Leipzig als Bereichsleiter Fahrdienst eingesetzt. Rechts im Bild: Fahrer Udo Heyder. – Foto: Schlotmann

12.12.2017 · Slider, Home, Landesverbände, Engagement, WM 2017 Frauen · Von: oti

Volunteer Chris Dornheim: „Teil einer solchen Veranstaltung zu sein, ist eine Erfahrung“

Chris Dornheim blättert routiniert in den Fahrtenbüchern, hat aus den Augenwinkel auch immer die Uhr und die Einsatzpläne im Blick. „1 000 Kilometer pro Fahrzeug sind keine Seltenheit“, sagt der 29-Jährige. Dornheim unterstützt bei der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland als Volunteer. Eingesetzt ist der Student der Sozialwissenschaften, der sich im Nebenfach den Wirtschaftswissenschaften verschrieben hat, am Spielort Leipzig als Bereichsleiter Fahrdienst.

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Wie viele andere hatte der 29-Jährige, der neben dem Studium als Flugbegleiter tätig ist, Anfang des Jahres dem Deutschen Handballbund (DHB) angeboten, durch sein Engagement zum Gelingen der Frauen-Weltmeisterschaft beizutragen. „Ursprünglich als Fahrer“, sagt er. Die Anfrage, ob er sich auch als Disponent zur Verfügung stellen würde, habe nicht lange auf sich warten lassen.

Dem jungen Mann, der aus Apolda in Thüringen stammt und der heute in Erfurt studiert, ist Engagement auf und für Großveranstaltungen nicht fremd: „Ich habe schon oft auf Festivals gearbeitet – und auch dort organisatorische Aufgaben übernommen. Ich wusste also, was auf mich zukommt.“

Das Gros der Fahrtrouten für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Fahrdienstes hatte der Bereichsleiter schon vor Beginn der Weltmeisterschaft vom 1. bis 17. Dezember in Stein gemeißelt; etwa die zwischen den Hotels, in denen die Mitarbeiter der Internationalen Handballföderation und deren Gäste untergebracht sind – oder auch die Touren zu den Wäschereien. Während der WM mussten Dornheim und Mitstreiter dann auf Sonderanforderungen reagieren: Hier eine Fahrt zum Apotheker, dort ein Transfer zum Flughafen. „Und wenn einmal ein Pfund Kaffee fehlt, dann kümmern wir uns auch darum.“

Laut Rahmendienstplan sind für die Handball-Weltmeisterschaft am Spielort Leipzig Tag für Tag von 8 bis 22 Uhr zehn Fahrer einsatzbereit. „Sonderfahrten werden extra abgesprochen.“ Nicht selten setzt sich der 29-jährige Student auch selbst hinter das Steuer. „Wenn es mal irgendwo klemmt.“

Dass er sich im Januar als Volunteer beworben hatte, habe Chris Dornheim bis einen Tag vor Ende seines Einsatzes am Spielort Leipzig nicht bereut. „Ich würde es immer wieder machen.“ Genauso motiviert seien die Angehörigen seines Teams, die Tag für Tag den Transporter, fünf Kleinbusse und vier Autos bewegen. „Tolle Leute.“

Ab Mittwoch ist die Handball-WM am Spielort Leipzig für den 29-Jährigen Geschichte. Wenn Mannschaften und Begleiter weiter zu den Halbfinal- und Finalspielen nach Hamburg ziehen, endet für Chris Dornheim sein Einsatz noch lange nicht. Die Fahrzeuge wollen gereinigt und wieder übergeben werden. Was bleibt sind Geschichten: „Teil einer solchen Veranstaltung zu sein, ist auf jeden Fall eine Erfahrung“, sagt Chris Dornheim.

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