Carsten Korte, Mitglied im Präsidium des Deutschen Handballbundes (am Mikrofon), mit seinen Präsidiumskollegen Uwe Vetterlein und Hans Artschwager (von links) sowie Georg Clarke (rechts). – Foto: Schlotmann

28.10.2018 · Verband, Home, Jugend, Slider, JBLH männlich · Von: oti

Neuer Modus Jugendbundesliga männlich: Bundesrat macht den Weg frei

Mehrheitlich verabschiedeten die Mitglieder des Bundesrates am Sonntag während ihrer Tagung in Köln einen neuen Spielmodus für die Jugendbundesliga der männlichen A-Jugend – und damit auch für die Deutsche Meisterschaft. „Details zu der Qualifikation und zu den Abläufen werden wir während der nächsten Zusammenkunft des Jugendspielausschusses besprechen“, sagte Präsidiumsmitglied Carsten Korte als Vorsitzender des Ausschusses während der Tagung. Eingeführt wird der neue Spielmodus demnach schon zu Beginn der Spielzeit 2019/2020.

Vorgesehen ist nach dem Beschluss des Bundesrates, die Zahl der Mannschaften der Jugendbundesliga männlich von derzeit 48 auf 40 zu reduzieren. Gebildet werden laut Korte für die Hinrunde vier Staffeln mit jeweils zehn Mannschaften; bei einer Rückrundenaufteilung der Teams in eine „Meisterrunde“ mit jeweils zwei Staffeln mit acht Mannschaften und einem zweiten Wettbewerb mit jeweils sechs Mannschaften in vier Staffeln.

Die Mannschaften der Plätze eins bis vier der „Meisterrunde“ spielen die Deutsche Meisterschaft im Modus Hin- und Rückspiel (Viertelfinale, Halbfinale und Finale) aus.

Die Mannschaften der Plätze fünf bis zehn der Vorrunden spielen in ihrer Staffel im Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückspiel weiter. Die Erst- und Zweitplatzierten der sechs Staffeln ermitteln den Gewinner des DHB-Pokals der männlichen A-Jugend.

Die Mannschaften der Plätze eins bis vier der Vorrunden sowie vier weitere Mannschaften aus den Mannschaften der Plätze fünf bis zehn der Vorrunden sind direkt für die Jugendbundesliga der männlichen A-Jugend der Folgesaison qualifiziert.

Korte spricht von einem Ergebnis der Abwägung der Forderungen der Leistungsförderung des DHB sowie denen aus Landesverbänden und Vereinen, dem der Bundesrat jetzt final seine Zustimmung gegeben habe. 

Ursprünglich hatte der Jugendspielausschuss in Abstimmung mit dem Vorstand Sport, Axel Kromer, und Chef-Bundestrainer Nachwuchs Jochen Beppler im März Vertretern der Landesverbände eine Reduzierung der Jugendbundesliga männlich auf insgesamt 20 Mannschaften vorgeschlagen. Danach modifizierten sie das Konzept, dessen Endfassung sie schon im Juni während einer Konferenz der Landesverbände erstmals öffentlich gemacht hatten.

Korte: „Jetzt ist es an der Zeit, weiter nach vorne zu gucken.“ Georg Clarke, Vizepräsident Jugend des DHB: „Das ist eine Weiterentwicklung der Jugendbundesliga.“

Schon am Vorabend der Zusammenkunft des Bundesrates hatten Vertreter der Gliederungen des DHB während der Konferenz der Landesverbände unter Moderation des Vorsitzenden der Konferenz, Hans-Artschwager, den vom Präsidium eingebrachten Beschlussvorschlag diskutiert. Dierk Petersen, Präsident des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein, empfahl am Sonntag, möglichst kurzfristig den direkten Austausch mit den Leistungszentren zu suchen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.

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