Maßnahmen

Einfach anfangen – erste Kooperationsschritte

Die motorische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen steht ist ein Ziel der Kooperation.
Die motorische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen steht ist ein Ziel der Kooperation (zum Vergrößern Bild anklicken).

Die Zusammenarbeit von Schulen und Handballvereinen muss weiter intensiviert werden, denn sie nützt allen! Die Kooperation von Schulen und Vereinen ist heute um so mehr wichtig, weil ...

  • Schulsport und Vereinssport gemeinsam Verantwortung für die motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft tragen,
  • Die Schule (über den Sportunterricht hinaus) auch durch vielfältige außerunterrichtliche Sportangebote ihren Erziehungsauftrag realisieren und ihr pädagogisches Profil attraktiv gestalten kann,
  • Die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen gute Möglichkeiten bietet, Kinder und Jugendliche z. B. über den außerunterrichtlichen Schulsport für den Verein zu gewinnen und sie dauerhaft an ihn zu binden,
  • Bewegung, Spiel und Sport die Kinder und Jugendlichen zu einer dauerhaft sportbezogenen, gesundheitsbewussten Lebensweise erziehen hilft und zur Ausbildung einer gefestigten Persönlichkeit beitragen kann.

Erste Kooperationsschritte (aus der Sicht der Handballvereine) sollten sich an folgenden Erfahrungen orientieren:

  • Kooperationen mit Schulen anfangen, die Kinder/Jugendliche aus dem  Handballverein schon besuchen!
  • Mit Maßnahmen beginnen, mit denen die Stärken des Handballvereins gut gezeigt werden können!
  • Am Anfang zunächst auf einzelne attraktive (öffentlichkeits-) wirksame Maßnahmen beschränken.
  • Am Bedarf der Schule orientieren (z. B. Ganztagsunterricht)
  • Wichtig: Permanent Kontakte zu zentralen Ansprechpartnern in der Schule pflegen und intensivieren!

Wie mögliche Kooperationsformen aussehen können, haben wir in einem sicher nicht vollständigen Maßnahmenkatalog aufgeführt. Der Katalog ist offen und kann unter den Voraussetzungen „vor Ort“ sicher noch erweitert werden.

Gerade mit Blick auf außerunterrichtliche Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote und den schulischen Ganztag sind die Kooperationsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. 

Hier geben wir einen Überblick über entsprechende Angebotsformen.


Wie können Kooperationen im Handball aussehen?

Die Schüler, die bereits Mitglied im Verein sind, können Schulfreunde zum Training einladen.
Die Schüler, die bereits Mitglied im Verein sind, können Schulfreunde zum Training einladen (zum Vergrößern Bild anklicken).

Wie können Kooperationsmaßnahmen zwischen Schulen und Handballvereinen „vor Ort“ ganz konkret aussehen? Dafür gibt es keine allgemein verbindlichen Vorschriften. Deswegen ist der folgende Maßnahmenkatalog als Anregung für beide Partner zu verstehen. Er enthält einige Ansatzpunkte, um überhaupt irgendwann und irgendwo mit einer Kooperation zu beginnen oder die schon bestehende Zusammenarbeit mit neuen Aspekten und Inhalten anzureichern. Der Katalog ist offen. Jede Schule und jeder Handballverein kann das herausnehmen, was am besten passt und was unter den gegebenen Bedingungen am ehesten realisierbar ist.

Der Katalog kann natürlich noch mit weiteren Ideen und Maßnahmen ergänzt werden:


Informationen über das Vereinsangebot

Ein Vereinsinfobrett in der Schule einrichten und pflegen; Handzettel an Sportlehrkräfte und Schüler verteilen; Links auf der jeweiligen Homepage einrichten.

Einladungen zum Vereinsangebot

Jungen und Mädchen gezielt klassenweise ansprechen; Mitspieler einer bestehenden Mannschaft laden Freunde persönlich ein; Handball „zum Schnuppern“ und im wahrsten Sinne des Wortes „zum Anfassen“ anbieten.

Hospitationen im Sportunterricht

Kontakte zur Schulleitung und zu den (Sport-) Lehrkräften herstellen; evtl. Teile des (Handball-) Unterrichts kurzzeitig mitgestalten, evtl. lokale oder regionale Handballgrößen zum zeitweiligen Mitmachen gewinnen.

Unterstützung bei Schul-/Sportfesten

Präsentation des Handballvereins bzw. der Handballabteilung; „Wurfgelegenheiten mit Hand und Ball“ als Programmpunkt vorsehen; „Service-Leistungen“ (z. B. Kuchenbuffet) übernehmen.

Beteiligung bei (Sport-) Projekten

Den Handballverein bzw. Sportvereine als „Schaufenster“ lokaler Sportkultur im Unterricht thematisieren und dabei die Sport- bzw. Handballkarrieren von (auch ehemaligen) Schülern reflektieren: Was ist denn so besonders am Handballsport im Verein? Vereinsmitarbeiter geben Auskunft.

Einrichtung von Schulsportgemeinschaften (SSG)

Initiative zur Einrichtung einer „AG“ ergreifen, evtl. Übungsleiter aus dem Handballverein zur Verfügung stellen.

Betreuungsangebote am Nachmittag bzw. im Ganztag

Handball spielen außerhalb des Sportunterrichts als zusätzliches Angebot in der Schule initiieren; Handball in Vereinsregie mit weiteren außersportlichen Aktivitäten (z. B. Hausaufgabenbetreuung) verknüpfen.

Kontaktpflege zum Kollegium der Schule(n)

Gespräche mit der Schulleitung führen und regelmäßig mit den Sportlehrkräften kommunizieren; an Fachkonferenzen Sport teilnehmen; schulinterne Fortbildungen durchführen, sich als Sportlehrkraft bei Spielen bzw. Veranstaltungen des Handballvereins sehen lassen.

Hilfestellung bei Schulsportwettkämpfen

Durchführung von Turnieren und (Stadt-) Meisterschaften unterstützen; das „Know-how“ für die Organisation von Turnieren (Wettkampfleitung bzw. Kampfgericht) anbieten.

Durchführung von Ferien-Camps

Ausschreibung und Durchführung einer mehrtägigen „Handball-Schule für alle“ während der (ersten oder der letzten) Ferienwoche; differenzierte Handballspielangebote mit außersportlichen Events und Attraktionen verbinden.

Einsatz von Sporthelfern/Schülermentoren

Schüler höherer Jahrgangsstufen für eine Mitarbeit im Handballverein (z. B. Trainer-Assistent, Jung-Schiedsrichter) gewinnen und qualifizieren; die „sozialen Talente“ von Schülern erkennen und sie für unterschiedliche ehrenamtliche Tätigkeiten im Schulsport und im Handballverein gewinnen.

Verankerung der Kooperation

Die Zusammenarbeit mit gegenseitigen Erwartungen, Verpflichtungen und Absichten schriftlich fixieren, feierlich unterzeichnen, medienwirksam begleiten, als sportives Element des Schulprogramms ausweisen und dann Schritt für Schritt realisieren.


Angebotsformen im außerunterrichtlichen Sport

Handballtrainer können mit ihrem „Know-how“ unterstützen.
Handballtrainer können mit ihrem „Know-how“ unterstützen (zum Vergrößern Bild anklicken).

Vielfältige Chancen einer Öffnung der Schule zum Schulumfeld bieten die mannigfaltigen Formen des außerunterrichtlichen Schulsports. Manche Formen haben bereits eine Tradition an Schulen entfaltet. Andere stellen aktuelle pädagogische Herausforderungen dar, die in Kooperationen besonders gewinnbringend und zeitgemäß zur Entfaltung gebracht werden können. Folgende Formen des außerunterrichtlichen Schulsports werden unterschieden:

  • der Pausensport als wichtiges rhythmisierendes Element im Schul­alltag – vor allem in der Mittagspause in Ganztagsschulen; Sport­helfer können hier zum Einsatz kommen,

  • die Schulsportgemeinschaften als besondere Neigungs- und Interessengemeinschaften für Schüler, die sich auf schulische Wettkämpfe vorbereiten, die sich besonders fördern und fordern lassen in Talentsichtungs-/Talentfördergruppen, in Sporthelfer-Ausbildungen oder im kompensatorischen Sportbereich für Kinder und Jugendliche mit besonderem psycho-motorischen Förderbedarf,
  • die Schulsportfeste, die besondere schulkulturelle Akzente setzen und die Zusammenarbeit und die Gemeinschaft von Schülern, Lehrern, Eltern und beteiligten außerschulischen Partnern auch in der Schul­öffentlichkeit des kommunalen Umfeldes fördern,
  • die Schulsportwettkämpfe, die sich durch eine festlichen Charakter auszeichnen und einen Bezug zum lokalen Sportumfeld aufzeigen sollen, z. B. die Wettkampfangebote im Rahmen des Landessportfestes der Schulen und
  • die Schulsporttage bzw. Schulfahrten mit sportlichem Schwerpunkt als besondere Formen des sozialen Miteinanders.

Diese Formen tragen zu einer weiteren Ausprägung des Schulprofils jeder Schule bei. Kontakte mit Nachbarschulen, Sportvereinen und -verbänden, Einrichtungen und Trägern der Jugendarbeit sowie weiteren öffentlichen und privaten Sport- und Bewegungsanbietern ermöglichen gemeinsame Sportaktivitäten innerhalb und außerhalb der Schule. In diesem Sinne schlägt der außerunterrichtliche Schulsport eine Brücke zum außerschulischen Sport. Der außerunterrichtliche Schulsport ist zudem besonders geeignet, Schüler schon sehr früh an die Übernahme von Verantwortung heranzuführen. Sie sind deshalb in geeigneter Form an der Planung und Organisation außerunterrichtlicher Bewegungs- Spiel- und Sportangebote zu beteiligen.

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