Ausbildung in NRW

Aus der Praxis: So machen es die Nordrhein-Westfalen!

Die Sporthelferinnen- und Sporthelfer-Ausbildung Handball (SH-Ausbildung Handball) ist ein Qualifizierungsangebot unterhalb der 1. Lizenzstufe. Von daher wird dieses Qualifizierungsangebot in den Bereich der Vorstufenqualifikation eingeordnet.

Die SH-Ausbildung Handball qualifiziert Jugendliche (13-17 Jahre) für die sportliche und außersportliche (kulturelle) Arbeit mit Kindern in Schule und Sportverein und für den Einstieg als Kinder-Trainer in die Fachsportart Handball. Diese Ausbildung entspricht der GH I (=Gruppenhelfer)-Ausbildung  der Sportjugend NRW. Die GH I- und die SH-Ausbildung Handball werden gegenseitig anerkannt. Gruppenhelfer/innen und Sporthelfer/innen können somit gleichermaßen in Verein und Schule eingesetzt werden.

Die SH-Ausbildung Handball wird gleichzeitig anerkannt als ein Baustein für die Kinder-Trainer Ausbildung des Westdeutschen Handball-Verbandes. Die SH-Ausbildung Handball ermöglicht eine Weiterqualifizierung innerhalb der Vorstufenqualifizierungen des DOSB zum Gruppenhelfer II (GH II). SH/GH I und die GH II-Ausbildung werden als Basismodul der Übungsleiter-C-Ausbildung/Jugendleiter und Trainer-C-Ausbildung anerkannt. Insgesamt dienen diese Ausbildungsangebote somit als Basis für weitergehende Qualifizierungen.

Gesamtstruktur der Ausbildungsgänge
Gesamtstruktur der Ausbildungsgänge (zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)

Eine Übersicht über die Strukturierung dieser neuen Qualifizierungsangebote enthält die nebenstehende Grafik. Die Trägerschaft für die SH-Ausbildung Handball übernehmen die Sportjugend im Landessportbund NRW e.V. (Sportjugend NRW) gemeinsam mit der Deutschen Handballjugend im DHB und der Westdeutschen Handballjugend im WHV.

Die Durchführung der SH-Ausbildung Handball liegt in der Regel bei den Schulen. Bei Kooperationsmaßnahmen kann die Veranstalterschaft von der örtlichen Sportjugend übernommen werden. Eine Kooperation der ausbildenden Schulen mit den Sportjugenden in den Stadt- und Kreissportbünden und/oder den Untergliederungen der Fachverbandsjugenden ist auf jeden Fall erwünscht. 

Eine umfassende Übersicht über die Sporthelfer/innen-Ausbildung Handball in NRW enthält das unten aufgeführte PDF-Dokument. Weiterhin sind Berichte über erfolgreiche Umsetzungsbeispiele zusammengefasst weiter unten aufgeführt. 


Pilotprojekt HV Niederrhein

Sporthelfer Niederrhein
Von links: Andreas Kugler (Lehrgangsleiter), Anja Häßler (TV Biefang), Linda Reinartz (TV Biefang), Franziska Kox (TV Altenrade), Nora-Christin Lorenz (TV Biefang), Franz-Josef Grüter (Lehrwart)

Sporthelfer Handball werden C-Lizenz-Trainer 

Pilotprojekt des HV Niederrhein

Sport ist ihr Hobby. Handball ist ihre Leidenschaft. Weil das so ist haben sich Anja Häßler, Linda Reinartz, Nora-Christin Lorenz und Franziska Kox im letzten Jahr in Oberhausen zu Sporthelferinnen ausbilden lassen. Nach dem Helferschein folgte sofort die Handball C- Lizenz. Jetzt sind sie als erfolgreiche Trainerinnen im Jugendbereich unterwegs. Alle drei gehen noch zur Schule. In verschiedenen Sport-AGs an ihren Schulen geben sie ihr neu erworbenes Fachwissen und ihre Begeisterung weiter. Sie sind schon in ihren jungen Jahren sportlich kompetente Vorbilder.

Anja, Linda, Nora-Christin und Franziska beweisen, dass Jugendliche sich begeistern lassen und sich engagieren.  

Dieser Enthusiasmus gepaart mit Idealismus sind ein Gewinn für den Sport allgemein, für den Handball im Besonderen, für die Schulen, für die Vereine, deren enge Zusammenarbeit und natürlich auch für die Sporthelferinnen und Sporthelfer. Sporthelferprogramme bietet der LSB in Zusammenarbeit mit den Schulen an. Sporthelfer Handball bilden die Landesverbände des Westdeutschen Handball Verbandes aus. Der Schulsportreferent des HV Niederrhein Alfred Brandt hat die Qualifikation zur Ausbildung von Sporthelfern. Seit 2011 gibt es das Programm des WHV  für Sporthelfer Handball. Da Alfred Brandt Inhaber der C-Lizenz ist, kann er auch Sporthelfer Handball ausbilden. Am ersten Lehrgang nahmen neun Mädchen und acht Jungen erfolgreich teil.             

Stimmen zu der Ausbildung

Alfred Brandt (Schulsprotreferent):
Die siebzehn Mädchen und Jungen kamen an 5 Samstagen von 9.00 – 15.00 Uhr zur Ausbildung der Sporthelfer Handball. Keiner hatte Fehlzeiten. Die Stimmung in der Truppe war super.

Sporthelfer Anja Häßler:
Beim Einstieg in Modul 2 war der Start nicht leicht, aber ich habe dann viel Spaß gehabt und viel gelernt. Beim Prüfungslehrgang (Modul 3) mussten wir richtig                                  klotzen.

Linda Reinartz:
Ja der Start in Modul 2 war nicht leicht aber dann lief alles gut. Die gemeinsame Vorbereitung auf die Prüfung hat uns viel geholfen.

Nora-Christin Lorenz:
Die Teilnehmer von Modul 2 kannten sich schon alle. Wir haben dann prima zusammen gearbeitet, auch in Modul 3.

Franziska Kox:  
Diese Ausbildung bedeutet mir viel. Auch der Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern war sehr hilfreich. Es waren ja auch erfahrene Spieler dabei.

Franz-Josef Grüter:
Die Sporthelfer Handball waren die Lehrgangsbesten. Sie haben in den Prüfungsteilen die Noten gut und sehr gut erhalten. Ihre Erfahrung als Handballspielerinnen und Trainerinnen im Jugendbereich haben zu diesem tollen Erfolg beigetragen. Das Projekt wird im Jahr 2013 fortgeführt.

Andreas Kugler:
Der Einstieg ins Modul 2 der Trainerausbildung war für die vier völlig unproblematisch, ganz im Gegenteil, sie haben sich super in die für sie neue Gruppe eingefügt, und die Prüfung am Ende mit einer sehr guten Leistung abgeschlossen. Man kann also sagen, dass das Projekt ein großer Erfolg war und auf jeden Fall Zukunft haben sollte.                                               .            

Vom Sporthelfer zum C-Trainer

Vom Sporthelfer zum C-Trainer
Von links: Alfred Brandt (Schulsportreferent HV Niederrhein), Fabian Krämer (TB Oberhausen), Heinz Volkhausen (Vizepräsident Westdeutscher-Handball-Verband)

Fabian Krämer – ein Beispiel aus der Praxis

Interessierte Schülerinnen und Schüler zu befähigen, im schulischen Ganztag, im außerunterrichtlichen Schulsport und im Sportverein Verantwortung zuübernehmen, das ist die Zielsetzung der Sporthelfer/innen-Ausbildung Handball.

Genau diesen Weg ist Fabian Krämer gegangen, der im Februar 2013 die Handball-Trainer-C-Lizenz erworben hat. An seiner Schule hat er im Fach Sport Handball unter Anleitung unterrichtet und im Nachmittagsbereich an einer Grundschule eine Handball AG mitgeleitet. In seinem Verein, dem TB Oberhausen, trainiert Fabian z. Zt. die D-Jugend und ist Co-Trainer der A- Jugend seines Vereins.

Anfang 2011 wurde Fabian Krämer in Oberhausen mit 16 weiteren Schülerinnen und Schülern zum Sporthelfer Handball ausgebildet. "An fünf Wochenenden zu erscheinen, das hat schon Überwindung gekostet", meint Fabian. Trotzdem ist er der Überzeugung: „Die Sporthelferausbildung hat viel Spaß gemacht. Uns wurden viele kleine Spiele vorgestellt, die ich direkt an der Schule und im Verein anwenden konnte. Die Theorie hätte man zu Gunsten der Praxis etwas kürzen können. Ansonsten kann ich die Sporthelfer-Ausbildung Handball nur empfehlen." Im Jahr 2011 stieg er in das Modul 2 der Trainer-Qualifizierung ein. Jetzt ist Fabian Krämer Handball-Trainer und der bereits fünfte Schüler, der den Weg vom Sporthelfer Handball zur Trainer-C-Lizenz erfolgreich beendet hat!

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