Foto: Jozo Cabraja

27.11.2015 · Slider, Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: BP

„Noch viel Arbeit vor uns“ - Deutsche Frauen 31:31 gegen Slowakei

Im vorletzten Test vor der WM in Dänemark haben die deutschen Frauen am Freitagabend beim Croatia Cup in Umag eine klare Führung gegen die Slowakei aus der Hand gegeben – und am Ende ein 31:31 (14:14)-Remis erreicht. „Ich hatte gedacht, wir wären schon weiter. Bis zur WM wartet noch einiges an Arbeit auf uns“, sagte Bundestrainer Jakob Vestergaard, der vor allem die Abwehrleistung kritisierte: „31 Gegentore sind in diesem Fall zehn zu viel.“

Hinzu kam in Hälfte eins sowie in der Schlussphase eine schwache Chancenverwertung, die einem Sieg im Wege stand. Am Samstag (19 Uhr) haben die DHB-Frauen gegen Gastgeber Kroatien in Umag die Chance es im letzten WM-Test besser zu machen.

Mit Dina Eckerle, Franziska Müller und Julia Behnke standen drei „Fast-Debütantinnen“ in der Startformation, nur wenige später feierte Jennifer Rode ihr „echtes“ Debüt in der A-Mannschaft. Die DHB-Auswahl startete im Angriff etwas hektisch, und so war die Slowakei vor der Pause zumindest immer auf Augenhöhe, wenn nicht sogar in Führung.

Trotz einiger Paraden von Eckerle stand auch die Abwehr nicht so sicher wie sonst. Schon früh begann Vestergaard durch zu wechseln, und vor allem bei Xenia Smits, die für Shenia Minevskaja kam, hatte er ein glückliches Händchen. Mit vier Treffern in 14 Minuten – inklusive einem Hammer zum Pausenstand – sorgte sie dafür, dass es nach 30 Minuten 14:14 hieß, am Ende war sie mit acht Treffern beste deutsche Torschützin. Baustelle war aber weiter die Offensive, wo zu viele Würfe vergeben und zu viele technische Fehler produziert wurden.

Die Worte Vestergaards in der Kabine fruchteten sofort: In nur vier Minuten hatte sich die DHB-Auswahl beim 19:15 den ersten Vier-Tore-Vorsprung erarbeitet. Kapitänin Clara Woltering, die Eckerle nach dem Wechsel ersetzte, gab der deutschen Abwehr die nötige Sicherheit, und im Angriff machte sich die Hereinnahme von Kim Naidzinavicius bezahlt, nicht nur wegen ihrer Nervenstärke bei Siebenmetern.

Im Angriff gingen die Deutschen, bei denen Luisa Schulze ihr 50. Länderspiel bestritt, nun konsequenter vor, auch wenn es immer noch einige Fehler gab. Und hinten hielt Woltering spektakulär, musste allerdings nach 46 Minuten einen schmerzhaften Bauchtreffer hinnehmen.  

Nach 52 Minuten schien die Messe gelesen, als die DHB-Auswahl den Vorsprung auf 30:24 ausgebaut hatte, aber dann kehrte die Offensivschwäche zurück. Fehlwürfe, Ballverluste, technische Fehler häuften sich, die Mannschaft verlor den Faden, die Slowakei schaffte 40 Sekunden vor Schluss tatsächlich den Ausgleich zum 31:31. Obwohl Vestergaard danach eine siebte Feldspielerin brachte, gelang der Siegtreffer nicht mehr, Anne Hubinger vergab die letzte deutsche Chance.

 

Deutschland - Slowakei in Umag  31:31 (14:14)

Deutschland: Woltering, Kramarczyk, Eckerle; Zapf (1), Lang, Schmelzer (1), Loerper (4/1), Smits (8), Behnke (2), Naidzinavicius (5/3), Hubinger (2), S. Müller (1), Fischer (3), Mazzucco (1), F. Müller (2), Rode, Minevskaja, Schulze (1)
Slowakei: Tothova, Sulovska, Medvedova; Szokeova, Kerteszova, Holesova (1), Rechtorisova (1), Habankova (2), Kostelna, Veselkova, Szucs, Szarkova (5), Michnova (3), Sukennikova (1), Skolkova (8/4), Filkova (6), Bizikova, Hornakova (3), Minarcikova (1)
Zuschauer in Umag: 150. - Schiedsrichter: Jurinovic/Mrvica  (Kroatien). - Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Schmelzer, Naidzinavicius, Fischer, Mazzucco, Schulze - Holesova, Michnova, Skolkova) . - Siebenmeter: 6/5:6/6 (Minevskaja verwirft). - Spielfilm: 4:4 (10.), 5:6 (15.), 8:8 (18.), 11:10 (22.), 12:14 (29.) 14:14 -  16:14 (32.), 19:15 (34.), 21:16 (38.), 27:22 (48.), 30:24 (52.), 31:28 (56.), 31:30 (58.), 31:31.

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