Grundprinzipien der Eliteförderung

Das Konzept der Eliteförderung orientiert  sich an ganz zentralen Grundprinzipien. Im Mittelpunkt steht dabei ein mindestens wöchentlich zweimaliges, individuelles Training mit handballspezifischen Inhalten durch ausgebildete Trainer, um individuelle Defizite beispielsweise im technischen oder psychischen Bereich auszugleichen.

Das individuelle Training steht im Mittelpunkt der Eliteförderung.
Das individuelle Training steht im Mittelpunkt der Eliteförderung (zum Vergrößern auf die Abbildung klicken).

Aufnahmebestimmungen

Als Auswahlkriterien für die Aufnahme in den Elitekader gelten zum einen die sportliche Leistungsfähigkeit, einschließlich der sportmedizinischen Unbedenklichkeit und zum anderen die psychische Belastbarkeit der Spieler. Geeignete Spieler werden in Absprache mit den Kooperationspartnern ausschließlich vom DHB bestimmt. Die Verweildauer im Elitekader ist grundsätzlich auf ein Jahr befristet. Für die Zugehörigkeit darüber hinaus ist in erster Linie eine positive Leistungsentwicklung erforderlich. Ein Quereinstieg für nachrückende Sportler ist immer möglich.

Der Einstieg in die Eliteförderung ist in den jeweiligen Altersstufen unterschiedlich. Während mit den jungen Jahrgängen die Kooperationspartner aus unterschiedlichen Bereichen und Ebenen kommen, sind bei den Spielern ab der A-Jugend-Nationalmannschaft vorrangig der zuständige Verein und Akteure von Schule bzw. Betrieb die Ansprechpartner.

Gestaltung des dualen Systems

Bei der Entscheidung für dieses System ließ sich der DHB von dem Grundgedanken leiten, die sportlichen Fähigkeiten junger Sportler zu nutzen und ihnen zugleich eine schulische (Schule, Universität, Fachhochschule u. a.) bzw. berufliche Perspektive zu bieten. Alle Kooperationspartner verstehen diese Unterstützung der Sportler als pädagogisch notwendige und sinnvolle Förderung individueller Begabungen und Neigungen. Daher erfahren Spieler eine adäquate und zukunftsorientierte sportliche, schulische und berufliche Laufbahnberatung, ergänzende begleitende Betreuung und wohlwollende Behandlung von Beurlaubungsgesuchen wegen anstehender Wettkampf- und Lehrgangstermine.

 

Räumliche Nähe von Sport, Schule, Beruf und ­Betreuungs- und Wohnbereich

Zum Erfolg dieser Kooperationsprojekte tragen sportliches Training, Hausaufgabenbetreuung, Förder-/Stützunterricht, Freizeitgestaltung und Wohnen mit entsprechender Betreuung bei.

Die Aufgabe des DHB in der Kooperation mit der Schule oder beruflichen Partnern ist vor allem, die räumliche Nähe der betreffenden Standorte und Schulen bzw. beruflichen Partner zu organisieren.

Der Übergang wird vom DHB in enger Zusammenarbeit zwischen dem Sportler, den Eltern, den Sportvereinen, den Landesverbänden, den Olympiastützpunkten, den Schulen, Universitäten u. a. unterstützt.

Individuelles Training

Ein mindestens wöchentlich zweimaliges, individuelles Training mit handballspezifischen Inhalten durch ausgebildete Trainer ist zu gewährleisten. Defizite, beispielsweise im psychischen Bereich, sind durch gezielte Maßnahmen auszugleichen. Dies gilt auch für den athletischen Bereich. Eine enge Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ist anzustreben. Die Koordinierung übernimmt der DHB. Die Möglichkeit von unterstützenden Trainings muss für den DHB vor Ort immer möglich sein.

Um den Trainingsanforderungen im Handball gerecht werden zu können, muss der Sportler den Tag so gestalten können, dass durch entsprechende Stundenplan- oder Arbeitszeitgestaltung bzw. Trainingszeiten dieses mehrmalige Training sichergestellt ist.

Flexible Regelungen während der Schullaufbahn bzw. beruflichen Ausbildung

Flexible Regelungen in den Bildungs-, Studiengängen und Ausbildungsbestimmungen unter vollständiger Ausschöpfung der rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten sind anzustreben.

Einsatz von Spezialtrainern

Zur Betreuung der Sportler sollen Spezialtrainer und geeignete Fachleute hinzugezogen werden. Nachwuchs-Bundestrainer sollen in die Maßnahmen der Kooperationsprojekte einbezogen werden. Die Federführung übernimmt der DHB-Mentor.

Flexible Einsätze in DHB-Mannschaften

Je nach körperlicher und geistiger Reife werden die Elitespieler zu  verschiedenen DHB-Maßnahmen eingeladen. Die zuständigen DHB-Trainer entscheiden in Kooperation mit dem Mentor über die jeweiligen Einsätze.

Ehrenkodex

Der DHB verfasst zusammen mit dem Spieler eine Erklärung (Ehrenkodex), in dem sich der Spieler verpflichtet, die Unterstützungsmaßnahmen des DHB umzusetzen. Bei Vereinswechsel, Vertragsverlängerung und Vertragsbindungsdauer hat der DHB Beratungsbefugnis. 

Wissenschaftliche Begleitung

Hier stehen Einrichtungen des DHB, der Olympia-, Bundes-, Landesstützpunkte und Universitäten sowie externe Partner zur Verfügung

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