DHB-Eliteförderung – den Nachwuchs stark machen

Auf der Basis der ständig weiterentwickelten DHB-Rahmentrainingskonzeption ist die DHB-Nachwuchsförderung im internationalen Vergleich auf Top-Niveau. Um den weiter steigenden Anforderungen im internationalen Spitzenhandball gerecht zu werden und noch mehr Talenten den früheren Einstieg in die Bundesliga zu ermöglichen, startete der DHB im letzten Jahr mit einem neuen Konzept der Eliteförderung. Das Ziel:  die Förderung der größten Talente optimieren und gleichzeitig die Schulungs- und Fördermaßnahmen der verschiedenen sportlichen Institutionen um ein ­Talent herum besser koordinieren. DHB-Handballmanager Heiner Brand und der DHB-Mentor der Eliteförderung, Wolfgang Sommerfeld, stellen dieses neue, innovative DHB-Konzept vor.

Struktur der Talent- und Eliteförderung (männlicher Bereich)
Struktur der Talent- und Eliteförderung (männlicher Bereich • zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)

Ausgangslage

Standortbestimmungen anlässlich der Jugend- und Junioren-WM im männlichen Bereich belegen in den letzten Jahren immer wieder, dass unsere Spielerausbildung im internationalen Vergleich auf Top-Niveau ist. Dennoch versuchen wir permanent, die Qualität der DHB-Nachwuchsförderung zu verbessern. Derzeit verfolgen wir in der Spielerausbildung folgende zusätzliche Ziele:

Individualisiertes Athletiktraining

Um mit den gewachsenen Anforderungen im internationalen Bereich Schritt halten zu können, haben wir unter Leitung von Martin Zawieja mit der gezielten Integration eines zusätzlichen, ­individuell ausgelegten Langhanteltrainings in den DHB-Stützpunkten einen großen Schritt vorwärts gemacht.

Individuelle Ausbildung

Bei der individuellen handballspezifischen Ausbildung steht für uns schon seit geraumer Zeit eine höhere Variabilität von Passtechniken (sowie Erhöhung der Passschnelligkeit), Wurfvarianten (hier vor allem Schlagwürfe) sowie im Spiel 1 gegen 1 im Vordergrund.

Variables Abwehrverhalten

Auch hier müssen wir internationale Entwicklungstendenzen beobachten und unsere Nachwuchsspieler im individuellen Abwehrverhalten zukünftig so ausbilden, dass sie nicht nur in Standardformationen verteidigen, sondern sehr flexibel aus verschiedenen Abwehrformationen heraus agieren können.

Im Bereich der Talentsichtung müssen wir mehr Wert legen auf Spieler mit besonderen Voraussetzungen, wie z. B. die Körpergröße, ihre Dynamik und Spielfähigkeit bzw. ihre Eignung zum Führungsspieler (siehe Grafik „Spieler mit besonderen Merkmalen“). Eine dieser Eigenschaften sollte unbedingt vorhanden sein, insgesamt sollten wir auf den einzelnen Positionen aber auch möglichst unterschiedliche Spielertypen einsetzen.

Ziel unserer Bemühungen muss es letztendlich sein, wieder eine starke Nationalmannschaft in der Weltspitze zu etablieren.

Eine wichtige Erfahrung aus den letzten Jahren ist dabei, dass wir unsere Nachwuchstalente beim Einstieg in den Spitzenhandball umfassender begleiten müssen. Mit dem neuen DHB-Konzept der Eliteförderung wollen wir nun unsere Spielerausbildung optimieren.

Die Grafik oben  bildet in der Übersicht die derzeitige Struktur unserer Talentförderung ab. Sie zeigt dabei die enge Verzahnung der Sichtungs- und Fördermaßnahmen von Regional- und Landesverbänden mit der gezielten, ab dem Aufbautraining einsetzenden Ausbildung von Nachwuchstalenten vor allem in den Leistungszentren der Handball-Bundesliga und den Schulungsmaßnahmen im Bereich der DHB-Jugend- und Juniorennationalmannschaften.

Die in diesem Jahr begonnene Eliteförderung umfasst derzeit Spieler der Jahrgänge ‘92 bis ‘96. Eine darüber hinausgehende Förderung von Spielern auch im Anschlussbereich ist bereits geplant. Die  Ziele und Aufgaben und  der Eliteförderung sind im gesonderten Info-Kasten unten dargestellt. Ergänzend werden im Info-Kasten rechts die Aufgaben und Tätigkeitsfelder des DHB-Mentors beschrieben.

Spieler mit besonderen Merkmalen
Spieler mit besonderen Merkmalen (zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)

Anzeige
DHB-Adventskalender
Hanniball