Ziele und Aufgaben der Eliteförderung

Neben dem sportlichen Erfolg der A-Nationalmannschaft ist es Aufgabe des DHB, die Nachwuchsförderung sowohl federführend zu betreiben als auch eine qualifizierte Eliteförderung der begabtesten Spieler aufzubauen. Über die mittlerweile gut strukturierte Nachwuchsarbeit der Jugend- und Juniorenausbildung hinaus entwickelt der DHB für besonders begabte Spieler Konzepte, die eine optimale sportliche, schulische bzw. berufliche Ausbildung und persönliche Entwicklung dieser Talente gewährleisten.

Die Einbindung verschiedener Kooperationspartner ist dazu unbedingt erforderlich.

Schwerpunkte dieser optimierten Förderung sollen das athletische Training, die handballspezifischen Inhalte und die Persönlichkeitsentwicklung (Sozialkompetenzen und psychische Eigenschaften) sowie die Begleitung bei der dualen Karriere sein.

 

Ziel ist es, die Spieler nach ihren Anlagen und Stärken mit Hilfe moderner Diagnostikverfahren individuell zu fördern und zu begleiten, um eine hohe Trainingsqualität und Wettkampfstabilität zu sichern. Zur Realisierung der pädagogischen Ziele bei der Festigung von Selbstständigkeit, der Verstärkung der individuellen und sozialen Kompetenz sowie der Entwicklung ihrer Beziehungsfähigkeit sind diesbezügliche Inhalte anzustreben (s. Abbildung rechts). Eine duale Karriere ist in diesem Zusammenhang eine unabdingbare Voraussetzung.

Ziele der Eliteförderung
Ziele der Eliteförderung (zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)

Für die sportliche Förderung und die begleitende soziale Betreuung der Elitekader ist der DHB  zuständig. Landesverbände, Leistungszentren, Leistungsstützpunkte (Bundesstützpunkte, Landesleistungszentren, Olympiastützpunkte, DHB-Stützpunkte) und Vereine sind Kooperationspartner, die mit dem DHB eng zusammenarbeiten.

Die schulische bzw. berufliche Ausbildung der Handballspieler wird durch die mit den Verantwortlichen der Leistungsstützpunkte eng zusammenarbeitenden weiterführenden Schulen (Gymnasien, Gesamt-, Real-, Haupt-, Berufs-, Fachoberschulen u. a.), Universitäten und Fachhochschulen bzw. Betriebe sichergestellt. Die Schulen mit einer Profilierung im Sport nehmen verschiedene, den Pflichtunterricht ergänzende, schulische Betreuungsmaßnahmen  wahr (Beratung, Freistellung, Hilfe bei Hausaufgaben, Stütz- und Förderunterricht u. a.) .

Ein wichtiger Bestandteil soll in der Regel das Sportinternat (Vollinternat und/oder Teilinternat) sein, in dem die meist individuell ausgerichteten sozialen und pädagogischen Unterstützungsmaßnahmen gebündelt werden (z. B. Freizeitgestaltung, Wohnen, Verpflegung). Dieses Verbundsystem (Sport – Schule – Beruf) soll deutlich machen, dass die o. g. Bereiche in enger Kooperation und Verzahnung das gesamte Ausbildungs-, Unterstützungs- und ­Betreuungspotenzial unter eine gemeinsame Zielsetzung stellen und nicht ­getrennt nebeneinander arbeiten.) Das Bindeglied in diesem System ist der Deutsche Handballbund. Entsprechende Gremien, die sich mindestens einmal pro Jahr oder bei Bedarf treffen, sorgen für ein erfolgreiches und gut koordiniertes Zusammenwirken aller Beteiligten in der Betreuung und Förderung der DHB-Elitespieler.

Kooperationen im Verbundsystem Sport

Das Gremium sollte sich mindestens einmal im Jahr oder bei Bedarf treffen. Um situationsgerecht handeln zu können, sind mit einzelnen Gremiumsmitgliedern unterjährig mehr Termine durchzuführen:

  • Beurteilung und Entwicklung des Sportlers
  • Evaluation der durchgeführten Trainingsinhalte
  • Koordinierung der Trainingsinhalte
  • Überlegungen zum Einsatz spezifischer Fachleute und neuer  Diagnostikverfahren
  • Koordinierung der anstehenden Sporttermine zwischen Vereins- und DHB-Maßnahmen
  • Koordinierung der Betreuungsmaßnahmen im Training und Wettkampf
  • Belastungssteuerung der Sportler
  • Absprache der Vereins-, Landesverbands-, Spezialtrainer mit dem DHB-Trainer bezüglich der Erwartungen und neuer Trainingsinhalte

Life Kinetik – Unterstützer der Eliteförderung

Kooperationen im Verbundsystem Schule/Beruf

Das Gremium sollte sich mindestens einmal im Jahr oder bei Bedarf treffen. Um situationsgerecht handeln zu können, sind mit einzelnen Gremiumsmitgliedern unterjährig mehr Termine durchzuführen. Themen der Termine sind:

  • Beurteilung des Sportlers in den beteiligten Bereichen
  • Koordinierung der anstehenden Sporttermine mit den schulischen bzw. beruflichen Aufgaben
  • Mitwirkung von Lehrkräften an der ergänzenden unterrichtlichen Betreuung
  • Freistellung von Sportlern für einen längeren Zeitraum unter    Berücksichtigung ihrer schulischen und beruflichen Leistungen, des Elternwillens und der schulischen bzw. beruflichen Rahmenbedingungen
  • Koordinierung der unterrichtlichen Betreuungsmaßnahmen zwischen Training und Wettkampf
  • Absprache zwischen den Lehrkräften und dem DHB bezüglich der Erwartungen in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen wie auch sportlichen Bereichen
  • Einsatz unterstützender Fördermaßnahmen
  • Belastungssteuerung der Sportler
  • Karriereplanung

STUDITEMPS – Unterstützer der Eliteförderung

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