Kreisläuferin Anja Althaus. - Foto: picture-alliance

29.11.2014 · Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: tok

Erster EURO-Test: DHB-Team unterliegt Rumänien mit 23:27

Der erste Test im Vorfeld der EURO 2014 endete mit einer Niederlage: Im Krefelder KönigPALAST musste sich die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes am Samstag Rumänien mit 23:27 (11:18) geschlagen geben. Vor 1118 Zuschauern war Kim Naidzinavicius mit fünf Toren beste deutsche Werferin. Cristina Neagu erzielte für Rumänien 14 Tore.

Beide Mannschaften stehen sich am morgigen Sonntag in der Hammer Westpress Arena erneut gegenüber. Karten sind an der Tageskasse erhältlich. Sport1.de überträgt ab 14.55 Uhr im kostenlosen Livestream.

„Die erste Halbzeit war richtig schlecht. Da waren wir nicht präsent. So können wir nicht gewinnen”, sagte Jensen. „Wir haben Rumänien zu viel Raum gegeben und selbst zu viele Chancen weggelassen. Erst ab der 40. Minute waren wir richtig präsent. Da haben wir vernünftige Sachen im Angriff gespielt, die richtigen Schlüsse gezogen und die rumänische Abwehr in Bewegung gebracht. Heute war es für uns richtig schwierig, ins Spiel zu kommen. Jetzt freuen wir uns auf das zweite Spiel in Hamm, weil wir uns zu 100 Prozent sicher sind, dass wir da besser auftreten werden.”

Jensen musste in Krefeld auf die verletzten Susann Müller und Nadja Nadgornaja verzichten. Ebenfalls nicht zum Einsatz kam Torfrau Jana Krause. Rumänien trat ohne Aurelia Bradeanu an.

Das DHB-Team begann die Partie mit Clara Woltering (Tor) sowie Angie Geschke (LA), Laura Steinbach (RL/Abwehr Kim Naidzinavicius), Kerstin Wohlbold (RM), Shenia Minevskaja (RR), Marlene Zapf (RA) und Anja Althaus (Kreis)

Anja Althaus und Kim Naidzinavicius bildeten zunächst das Herz der 6:0-Abwehr. Nach einer Auszeit beim 6:10 (15.) entschied sich Jensen für einen zweiten Angriff-Abwehr-Wechsel und brachte Anne Müller für Shenia Minevskaja. Der weiter großzügige Umgang mit klaren Chancen und konsequente rumänische Aktionen brachten das DHB-Team jedoch immer wieder in Schwierigkeiten. Nach dem 10:12 in der 21. Minute zogen die Gäste mit einem 6:0-Lauf davon - erst kurz vor der Pause beendete Anja Althaus die deutsche Torflaute.

In Halbzeit zwei ging Jensen mit neuen Flügeln (Natalie Augsburg und Svenja Huber), neuer Mitte (Anna Loerper), Saskia Lang für den rechten Rückraum und Torfrau Katja Schülke.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es drei Gegentore und sechs Minuten, ehe Shenia Minevskaja das erste deutsche Tor zum 12:21 erzielte. Saskia Lang mit Doppelschlag aus dem rechten Rückraum, dazu mehrere Paraden von Katja Schülke und in der 49. Minute das Debüt der 20-jährigen Xenia Smits - erst langsam kam das DHB-Team heran. In der Schlussphase verkürzten Naidzinavicius & Co. den Rückstand auf vier Tore.

„In der ersten Halbzeit haben wir nicht die nötige Emotionalität aufs Spielfeld gebracht”, sagte die aus dem benachbarten Kempen stammende Anna Loerper. „Insgesamt haben wir zu viele Chancen liegen gelassen, aber auch Charakter gezeigt: Wir geben uns zu keinem Zeitpunkt auf. In Hamm werden wir ein anderes Gesicht zeigen, das Spiel heute lassen wir nicht auf uns sitzen.”

Die deutsche Mannschaft hält noch bis zum kommenden Mittwoch ihr Quartier im SportCentrum Kamen-Kaiserau. Nach kurzem Heimaturlaub trifft sich das EURO-Team am kommenden Samstag in Frankfurt am Main wieder und fliegt tags darauf nach Zagreb. Die Vorrunde der EURO beginnt am Montag, 8. Dezember, in Varazdin mit dem Spiel gegen die Niederlande (ab 17.55 Uhr live bei Sport1). Weitere Gegner sind Co-Gastgeber Kroatien (10. Dezember, 20.15 Uhr, Sport1) und Schweden (12. Dezember, 17.55 Uhr, Sport1).

 

Deutschland - Rumänien 23:27 (11:18)

Deutschland: Schülke, Woltering; Zapf (2), Lang (2), Augsburg (1), A. Müller (1), Loerper (1), Smits, Minevskaja (4/1), Naidzinavicius (5), Steinbach (2), Althaus (3), Huber (1/1), Geschke (1), Wohlbold, Schulze
Rumänien: Munteanu, Dedu, Ungereanu; Pirvut, Bondar (1), Pintea (1), Nechita (2), Neagu (14/5), Tacalie, Perianu, Ardean-Elisei (3), Ciuciulete (1), Puiu, Zamfir, Babenau (1), Hotea, Chintoan (4), Chiper
Schiedsrichter: Brunovsky/Canda (Slowakei). - Zuschauer: 1118. - Siebenmeter: 3/2:5/5 (Dedu hält gegen Huber). - Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Althaus, Naidzinavicius, Steinbach - Pintea, Bondar/jeweils zwei, Perianu). - Spielfilm: 0:2 (2.), 2:4 (5.), 3:7 (11.), 5:7 (12.), 6:10 (15.), 10:12 (21.), 10:18 (29.), 11:18 - 11:21 (35.), 15:22 (40.), 21:27 (56.), 23:27.

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