Drei Tore gegen die Schweiz: Nationalspielerin Franziska Müller - Foto: DHB/Sascha Klahn

07.10.2015 · Slider, Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: BP

DHB-Frauen starten mit 29:18 über die Schweiz in die EURO-Qualifikation

Die Fans feiern, die deutschen Spielerinnen klatschen sich ab: Mit einem deutlichen 29:18 (13:10)-Erfolg über die Schweiz in Coburg ist die neuformierte DHB-Auswahl am Mittwochabend in die Qualifikation zur Frauen-Europameisterschaft 2016 in Schweden gestartet.

Nach einem holprigen Start im Angriff übernahm die Mannschaft von Bundestrainer Jakob Vestergaard spätestens nach der Pause die Kontrolle über die Partie und feierten einen souveränen Erfolg, der von den 2400 Zuschauern mit lang anhaltendem Applaus honoriert wurde. Mit dem Selbstbewusstsein aus diesem Spiel peilt die Mannschaft am Sonntag den zweiten Erfolg in der EURO-Qualifikation auf Island an.

Beste Torschützin gegen die Schweiz war Kim Naidzinavicius mit sechs Treffern. „Wir haben vor der Pause zu viele Fehler gemacht, aber am Ende bin ich zufrieden mit dem Spiel“, sagte Bundestrainer Jakob Vestergaard: „ Es ist super für einen Bundestrainer, wenn man so viele Alternativen hat, auf die man zurückgreifen kann.“

Auch Kreisläuferin Luisa Schulze war letztendlich mit Spielverlauf und Ergebnis zufrieden: „Wir sind eine neue Mannschaft, da ist es ganz normal, dass es im Angriff noch nicht von Anfang an läuft. Das haben wir in der Halbzeit besprochen, und dass es dann besser wurde, zeigt ganz klar das Endergebnis. Die Zuschauer in Coburg waren klasse. Das war wichtig für uns, denn alle waren vor dem ersten Spiel dieser neuen Mannschaft noch sehr aufgeregt.“

Der Neuanfang dokumentierte sich im Kader für die Partie in der HUK-Coburg-Arena: Maike Schmelzer, Franziska Müller und Alexandra Mazzucco absolvierten ihr Länderspieldebüt. Mit den Fans in Coburg im Rücken legte die DHB-Auswahl bis zum 4:1 einen perfekten Start hin. Die Abwehr vor Torfrau Katja Kramarczyk stand in der gesamten ersten Partie sehr solide, aber im Angriff griffen anfangs nicht alle Zahnräder ineinander. Die deutsche Mannschaft leistete sich viele Fehler in der Offensive, Fehlwürfe oder Ballverluste, und deswegen gelang es ihr nicht, die Schweizerinnen frühzeitig abzuschütteln.

Auch als Bundestrainer Jakob Vestergaard schon Mitte der ersten Hälfte mit seiner Rotation – Shenia Minevskaja für Saskia Lang oder Anne Hubinger für Susann Müller – begann, blieb die Chancenverwertung das Manko. Die Schweiz kam auf 9:10 heran, ehe sich die DHB-Auswahl zur Freude der Fans bis zum Pausenpfiff auf 13:10 absetzen konnte.

Aber gleich nach der Pause setzte sich dieser Aufschwung fort: Als Linksaußen Franziska Müller zum 15:10 traf, war der erste Fünf-Tore-Vorsprung hergestellt. Vestergaards Truppe hatte die Worte ihres Trainers in der Kabine wahrlich verinnerlicht. Die Abwehr stand weiterhin bärenstark, und nun lief es auch im Angriff wie am Schnürchen. Nach zehn Minuten war beim 18:12 die Vorentscheidung geschafft, und nur fünf Minuten später stand es 21:12 durch den Treffer von Xenia Smits, die mittlerweile im linken Rückraum auflief – die Fans in Coburg waren förmlich aus dem Häuschen und feuerten die DHB-Auswahl frenetisch an.

Während der Schweiz die Kräfte ausging, stand die DHB-Defensive bis zum Abpfiff sehr konzentriert, und weiter wurden im Angriff die Chancen viel konsequenter genutzt, was sich beim 27:17 auch in der ersten Zehn-Tore-Führung zeigte.

Mit diesen zwei Punkten im Rücken geht es zunächst nach Frankfurt, wo man sich auf die zweite Qualifikationspartie auf Island vorbereitet. Am Samstagmorgen hebt dann der Flieger nach Reykjavik ab, wo am Sonntag (18 Uhr deutscher Zeit) die nächste Aufgabe ansteht. Auch diese Partie wird von www.sportdeutschland.tv live übertragen.

„Island ist viel besser als die Schweiz, aber wir haben heute gut gespielt, so dass wir guten Mutes nach Reykjavik reisen“, sagt Vestergaard. Das sieht Luisa Schulze ähnlich: „Wir können mit der Atmosphäre in Island umgehen und werden alles machen, um dort zu gewinnen.“

 

Statistik Deutschland - Schweiz 29:18 (13:10)

Deutschland: Kramarczyk, Woltering; Lang (1), Schmelzer, Loerper, Smits (3), Behnke (1), Minevskaja (1), Naidzinavicius (6), Hubinger (3), Susann Müller (4), Huber, Fischer (2), Mazzucco (3), Franziska Müller (3), Schulze (2)
Schweiz: Brütsch, Aegerter; Kündig (2), Wyder, Lisa Frey (2), Ineichen, Furrer, Dinkel (3), Scherer (6), Heini, Noelle Frey (2), Haag, Oezcelik, Hodel (3)
Zuschauer in Coburg: 2024. - Schiedsrichter: Panayides/Andreou (Zypern). - Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Behnke, Franziska Müller - Furrer, Dinkel, Noelle Frey). -  Siebenmeter: 4/4:3/3. - Spielfilm: 3:1 (5.), 4:3 (10.),  6:3 (13.),  8:5 (16.), 9:7 (20.),  10:9 (25.), 13:10 - 18:12 (40.), 21:12 (45.), 22:14 (47.) 24:17 (55.). 27:17 (58.), 29:18.

Array
Anzeige
Banner HANDBALL - Es lebe der Sport
Banner DHB-Rahmentrainingskonzeption
Hanniball