Dr. Hassan Moustafa (vorne) und Andreas Michelmann, DHB-Präsident, zogen ein positives Fazit der WM 2017. - Foto: Sascha Klahn

17.12.2017 · Slider, Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam, WM 2017 Frauen · Von: ls/bp

DHB und IHF ziehen erfolgreiche WM-Bilanz

17 Tage, 84 Spiele, 237.263 Zuschauer: Die Weltmeisterschaft der Frauen 2017 steht kurz vor ihrem Höhepunkt, dem Finale zwischen Norwegen und Frankreich in der Hamburger Barclaycard Arena. Vor den Medaillenspielen zogen der Deutschen Handballbund (DHB) und die Internationalen Handball Föderation (IHF), ihr WM-Fazit. Bei der abschließenden Pressekonferenz am Sonntagvormittag bedankte sich Dr. Hassan Moustafa, Präsident der IHF, beim Ausrichter Deutschland für die exzellente Organisation des Turniers und betonte noch einmal die wachsende, aber weiterhin zu unterstützende Rolle der Frauen im Handball – sowohl auf dem Spielfeld als auch hinter den Kulissen: „Wir wollen den Handball der Frauen weiterhin verbessern und fördern. Dazu zählt auch, die Anzahl der an der Turnier-Organisation beteiligten Frauen zu erhöhen. So können wir auch mit Stolz sagen, dass wir zum ersten Mal drei Frauen in unserem Gremium sitzen haben. “

Auch für Andreas Michelmann, Präsident des DHB, war es trotz des frühen Ausscheidens der „Ladies“ eine erfolgreiche Heim-WM: „Wir haben unser erstes Ziel, ein guter Gastgeber zu sein, erreicht. Wir konnten in der Vorrunde mehr Zuschauer als erwartet in den Arenen begrüßen, unser Invest bewegt sich im vorab kalkulierten Rahmen.“

Beeindruckt von den Zuschauerzahlen, insbesondere den beiden ausverkauften Final-Tagen in Hamburg, zeigte sich auch der Japanische Handballverband, der mit einer großen Delegation die WM in Deutschland verfolgte. Denn: 2019 werden sie die weltbesten Handballerinen in ihrem Land zu Gast haben. Alle 96 Spiele werden dann in der Präfektur Kumamoto stattfinden. „Vor allem von der Bewerbung und dem Ticketverkauf können wir viel lernen. Die deutsche Organisation ist für uns ein Vorbild“, sagte Kanji Wakunaga, Präsident des japanischen Handballverbands.

980 akkreditierte Journalisten haben von der WM berichtet, davon 550 von elektronischen Medien (Fernsehen, Radio, Online und Social Media) und 186 Fotografen. Vor dem Finaltag wurden 4295 Tore erzielt. Zum ersten Mal in der Geschichte von Frauen-Weltmeisterschaften werden beide Partien am Finaltag von weiblichen Schiedsrichtergespannen geleitet: Die Russinnen Alpaidze/Berezkina leiten das Bronzefinale Frankreich gegen Schweden, die Däninnen Hansen/Christiansen das Finale. Bis zum Finaltag gab es 112 Dopingkontrollen, alle negativ. Die Gesamtzuschauerzahl von 237.263 ist die zweithöchste aller Zeiten bei einer Frauen-WM hinter Frankreich 2007 mit 397.550 (bei 96 Spielen).

Für den Deutschen Handballbund geht es in etwas mehr als einem Jahr bekanntlich gleich weiter mit dem nächsten Groß-Ereignis. Gemeinsam mit Dänemark ist der DHB Ausrichter der Männer-WM im Januar 2019. Offiziell besiegelt wurde dies am Sonntag durch die Vertragsunterzeichnung durch Hassan Moustafa (IHF), Andreas Michelmann, Mark Schober (beide DHB) und Morten Stig Christensen vom dänischen Handballverband. 

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