Isabell Klein (links) und Friederike Gubernatis. - Fotos: DHB

24.01.2018 · Slider, Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: tok

Klein und Gubernatis beenden DHB-Laufbahn

Isabell Klein und Friederike Gubernatis beenden ihre Laufbahn in der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Beide Linkshänderinnen standen bei der Heim-Weltmeisterschaft 2017 im DHB-Aufgebot, welches das Turnier im Achtelfinale mit einer Niederlage gegen Dänemark beenden musste. Vor Klein und Gubernatis waren in den vergangenen Wochen bereits Clara Woltering, Nadja Månsson, Kerstin Wohlbold und Svenja Huber zurückgetreten.

Bereits 2008 debütierte Isabell Klein noch unter ihrem Mädchennamen Nagel in der A-Nationalmannschaft. 2001 hatte sie - unter anderem gemeinsam mit Torfrau Clara Woltering - Silber bei der Jugend-EM in der Türkei gewonnen. Die Frau des 2007er-Weltmeisters Dominik Klein nahm an insgesamt drei Europa- und zwei Weltmeisterschaften teil und war zwischenzeitlich auch Kapitänin der Nationalmannschaft. Insgesamt kommt die 33-jährige Mutter eines Sohnes auf 91 Länderspiele (102 Tore). Ein Kreuzbandriss und ein Mittelfußbruch verhinderten eine längere Karriere in der DHB-Auswahl.

„Ich habe vor einigen Tagen mit dem neuen Bundestrainer Henk Groener gesprochen und ihm gesagt, dass sich meine Prioritäten verschoben haben. Ich habe immer gern für die Nationalmannschaft gespielt, möchte nach vielen intensiven Jahren nun aber mehr Zeit für unsere Familie haben”, sagt Isabell Klein, die seit 2016 in Frankreich für HBC Nantes aufläuft. „Wir haben viele junge Linkshänderinnen im Kader, und die werden daran wachsen, wenn sie verstärkt in die Verantwortung kommen. Ich stünde nur im allergrößten Notfall noch einmal zur Verfügung, aber das ist definitiv nicht geplant.”

Friederike Gubernatis spielte sich 2008 beim Gewinn der U20-Weltmeisterschaft in den Vordergrund. Die verheiratete Sportwissenschaftlerin debütierte 2009 in der A-Nationalmannschaft, kehrte jedoch erst im November vergangenen Jahres nach langer Pause wieder zurück. Grund hierfür war die schwere Verletzung von Anne Hubinger. „Mit dem ehemaligen Bundestrainer Michael Biegler war abgesprochen, dass ich bei der WM helfe. Dies habe ich, so gut ich konnte, getan”, sagt die 29-jährige Rückspielerin des Buxtehuder SV, die 21 Länderspiele mit 34 Toren bestritt. „Es war für mich eine Ehre, wieder für Deutschland zu spielen. Für mich ist es jedoch schwierig, meinen Beruf, den Handball beim BSV, mein privates Leben und die Nationalmannschaft unter einen Hut zu bringen. Die Zeit bei der Heim-WM bleibt für mich in vielerlei Hinsicht unvergesslich.“ 

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