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Kreisläufer Jannik Kohlbacher will mit der Mannschaft während der Heim-WM für Euphorie sorgen. - Foto: Sascha Klahn

27.11.2018 · Slider, Home, Nationalteams, WM 2019 · Von: BP

Jannik Kohlbacher: "Es gibt nichts Größeres als eine Heim-WM!"

Mit dem letzten Länderspiel des Jahres 2018, der bereits seit Wochen ausverkauften Partie am 12. Dezember in Rostock gegen Polen, startet die heiße Phase der Vorbereitung auf die Heim-WM für die DHB-Männer. Am 10. Dezember trifft sich das Team von Bundestrainer Christian Prokop zu einem Kurzlehrgang an der Ostsee. Vom 28. bis 30. Dezember steht dann der finale Lehrgang des Jahres in Barsinghausen (Niedersachsen) an, und Anfang Januar folgen dann auch die letzten Test-Länderspiele gegen Tschechien in Hannover (4. Januar, 16.15 Uhr) und Argentinien in Kiel (7. Januar, voraussichtlich 14 Uhr). Für beide Spiele sind noch Tickets unter www.dhb.de/tickets erhältlich.

Beim Gedanken an die WM bekommt Kreisläufer Jannik Kohlbacher jetzt schon Gänsehaut. Seit der erfolgreichen EM 2016 ist der 23-Jährige Stammspieler in der DHB-Auswahl, bildet mit den beiden Kielern Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek ein bärenstarkes Kreisläufer-Trio. Vor dieser Saison machte der gebürtige Bensheimer den nächsten Karriereschritt, wechselte von der HSG Wetzlar zum Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen und zählt dort bereits jetzt zu den Stars.

In diesem Interview blickt Jannik Kohlbacher voraus auf die WM, spricht über seine Vorfreude und die Hausaufgaben, die das Team bis zum Eröffnungsspiel am 10. Januar in Berlin gegen Korea noch zu erledigen hat.

Wie intensiv beschäftigen Sie sich schon mit der WM 2019?
Jannik Kohlbacher: Aus Sicht eines Sportlers ist kein Ereignis größer als eine Weltmeisterschaft im eigenen Land. Vor den eigenen Fans um einen WM-Titel zu spielen, ist riesig. Daher ist das Thema bei mir natürlich absolut präsent, auch wenn wir momentan in Liga, Pokal und Champions League natürlich sehr mit dem Verein gefordert sind. Wenn ich aber zum Beispiel auf unsere Nationalmannschaftswoche rund um die EM-Qualifikation in Wetzlar zurückblicke, standen die WM und die Vorbereitung darauf natürlich ganz oben. Und so wird es auch beim nächsten Lehrgang in Rostock sein.

Zum letzten Mal gab es 2007 eine Männer-Heim-WM in Deutschland. Wie haben Sie damals das Turnier verfolgt?
Jannik Kohlbacher: Ich war ein kleiner Bub und habe natürlich jedes Spiel am Fernseher verfolgt. Die Spieler waren meine Helden, ich war völlig begeistert. Speziell das Halbfinale gegen Frankreich war für mich ein prägender Moment. Dann die Begeisterung überall auf den Straßen, die Mannschaft wurde zur Legende. Und genau so etwas wollen wir im Januar auch wieder erreichen, wir haben es in der Hand, für eine ähnliche Euphorie in ganz Deutschland zu sorgen. Bei mir persönlich ist die Vorfreude daher riesig. Ich will mich durch Leistung beweisen, denn bei so einem Turnier will jeder dabei sein.

Wie bewerten Sie die deutsche Vorrundengruppe?
Jannik Kohlbacher: Die ist alles andere als einfach, denn wir haben ausnahmslos anspruchsvolle Gegner. Über Frankreich als amtierenden Weltmeister muss man nicht viel sagen, die werden in der Gruppe vorneweg gehen. Gegen die Russen hatten wir schon ein paar Mal unsere Probleme, aber auch Mannschaften wie Serbien oder Brasilien darf man auf keinen Fall unterschätzen.

Was sind in diesem Zusammenhang die wichtigsten Hausaufgaben, die die Mannschaft bis zum 10. Januar erfüllen muss?
Jannik Kohlbacher: Es geht vorrangig darum, alle Abläufe möglichst perfekt einzuspielen, das war schon unser Schwerpunkt in Wetzlar, das wird in Rostock und dann in den letzten Lehrgängen ähnlich sein. Die Phase des Experimentierens ist vorbei, jetzt geht es um Details, aber auch um die Identifikation mit dem Team. Jeder hat seine Hausaufgaben erst einmal im Verein zu erfüllen, dann kommen wir in Rostock wieder zusammen und machen hoffentlich dort weiter, wo wir in Wetzlar aufgehört hatten.

Über mangelnde Klasse an Kreisläufern kann sich Deutschland jedenfalls nicht beklagen…
Jannik Kohlbacher: Nein, definitiv nicht. Auf dieser Position sind wir richtig gut aufgestellt, auch im internationalen Vergleich. Das betrifft die Abwehr und den Angriff. Wir sind unterschiedliche Spielertypen und dadurch nur schwer ausrechenbar - das macht uns so stark.

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