Die Enttäuschung nach der Niederlage im Finale ist der Mannschaft bei der Siegerehrung noch anzusehen. Foto: René Weiss.

29.12.2017 · Slider, Home, Nationalteams, Jugend männlich Nationalteam · Von: SI

Männliche U18 unterliegt Island im Finale des Merzig-Cup

Das Finale des Merzig-Cup hatte es in sich und die Zuschauer in der Thiels-Park-Halle sahen bis zum Schluss eine spannende Partie. Am Ende hatte die männliche U18-Nationalmannschaft von Jochen Beppler, Chef-Bundestrainer Nachwuchs, und Carsten Klavehn, DHB-Trainer männlich, allerdings denkbar knapp das Nachsehen. Mit 21:20 musste sich die DHB-Auswahl gegen Island geschlagen geben. 

Die deutsche U18-Nationalmannschaft startete gut ins Spiel und lag nach zehn Minuten mit 4:2 in Führung. Als das Team kurze Zeit später in doppelter Unterzahl agieren musste, drehte Island kurzerhand das Spiel und lag zur 20. Minute mit drei Toren in Front (8:5). Doch die Auszeit von Beppler zeigte seine Wirkung, sodass drei Minuten später die Mannschaft zum 8:8-Ausgleich traf und mit einer 11:10-Führung in die Halbzeitpause ging.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Die deutsche Mannschaft legte vor und hielt den Abstand, ehe Island in der 42. Minuten den Ausgleich (15:15) erzielte. Einige starke Paraden von Schlussmann Lukas Diedrich hielt die männliche U18 im Spiel, aber konnte die erste isländische Führung in der zweiten Hälfte elf Minuten vor Schluss nicht verhindern (18:17).

In der Crunch-Time scheitert das Team immer wieder am isländischen Torwart. Erst nach fünf torlosen Minuten gelang es Kapitän Ian Weber den Rückstand mit seinem Treffer zu verkürzen (18:20). Die DHB-Auswahl ließ nicht nach und erzielte fünf Minuten vor Ende der Partie durch Juri Knorr den Anschlusstreffer (19:20).

In der Schlussphase mussten gleich zwei isländische Spieler aufgrund von Zeitstrafen das Parkett verlassen. 40 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Juri Knorr erneut der Anschlusstreffer (20:21), doch der letzte Siebenmeter von Deutschland kurz vorm Ende der Partie fand seinen Weg nicht ins Tor. 

"Das Spiel war von den Abwehrreihen mit sehr guten Torhütern dahinter geprägt. Im Endeffekt waren wir im Angriff noch nicht so stark eingespielt, um die Partie für uns zu entscheiden. Nur 21 Gegentore zu kassieren ist super. Aber mit nur 20 erzielten Toren ist das Gewinnen dann schwieriger", sagte Beppler nach dem Finale.

Nach einem großartigen Jahr 2017 für den Jahrgang 2000, der im Januar die Mittelmeerspiele in Frankreich und im Juli das European Youth Olympic Festival in Ungarn gewann, blickt der Chef-Bundestrainer Nachwuchs auf die kommenden Aufgaben: "Das Turnier hat uns gezeigt, dass wir 2018 in den anstehenden Trainingsmaßnahmen unseren Fokus auf den Angriff legen werden, um dort unsere Effektivität zu erhöhen. Nach dem Sommer haben wir mehr Spiele gehabt, uns neue Spieler angeschaut und den Jahrgang 2001 integriert. Wir haben mit den Jahrgängen 2000/2001 sehr leistungsstarke und ambitionierte Spieler, mit denen wir uns auf das Großereignis Europameisterschaft 2018 im August optimal vorbereiten werden."

Deutschland – Island 20:21 (11:10)

Deutschland: Lukas Diedrich (SC Magdeburg), Finn Zecher (TV Großwallstadt) – Jaris Tobeler (SG Flensburg-Handewitt/3), Axel Goller (VfL Pfullingen/1), Philipp Reineck (Füchse Berlin/2), Oskar Schöll (SC Magdeburg), Alexander Reimann (SC Magdeburg), Philipp Harter (TuS Schutterwald), Juri Knorr (HSG Ostsee/5), Veit Mävers (TSV Hannover-Burgdorf/5), Max Oehler (HBW Balingen Weilstetten/1), Robin Danneberg (SC Magdeburg), Ian Weber (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen/2), Niklas Reißmann (SC DHfK Leipzig), Tolga Durmaz (Füchse Berlin), Alexander Weck (Bergischer HC/1), 

Bester Werfer Island: Dagur Gautason (8)

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