Die U20-Nationalmannschaft. - Foto: Slavko Kolar

10.11.2017 · Home, Nationalteams, Juniorinnen Nationalteam · Von: tk/bp

Lehrgang in Leipzig: Weibliche U20 schnuppert WM-Luft

Die weibliche U20-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes absolviert während der Weltmeisterschaft der Frauen (1. bis 17. Dezember/Karten unter www.germanyhandball2017.com/tickets) einen Lehrgang in Leipzig. Die Maßnahme wird vom 30. November bis zum 7. Dezember im WM-Vorrundenstandort der deutschen Frauen-Nationalmannschaft stattfinden.

Der Fokus des Trainer-Duos Marielle Bohm und Jens Pfänder liegt beim ersten Zusammentreffen seit dem fünften Platz bei der Europameisterschaft in Slowenien vor allem auf der Aufarbeitung des Turniers. „Wir haben das Turnier analysiert und viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Diese gilt es jetzt bei dem Lehrgang zusammen mit der Mannschaft umzusetzen“, sagt Pfänder. Außerdem werden Bohm und Pfänder neue Spielerinnen testen, „um weiteren Spielerinnen eine Chance zu geben, sich zu zeigen.“

Abseits der eigenen Trainingseinheiten wartet auf die DHB-Talente ein umfangreiches Programm, auch WM-Luft werden die Spielerinnen schnuppern. Am 30. November ist die Mannschaft eines von zwei Demonstrationsteams für die WM-Schiedsrichter, am 2. Dezember spielt die weibliche U20-Nationalmannschaft beim IHF-Trainersymposium in Leipzig vor.

Zudem besuchen die Schützlinge von Bohm/Pfänder insgesamt drei Vorrundenspieltage in der Arena Leipzig, darunter auch das WM-Eröffnungsspiel zwischen den Ladies und Kamerun am 1. Dezember. Pfänder: „Als Perspektivspielerinnen, die teilweise schon mehrere Regionallehrgänge mit den A-Nationalspielerinnen absolviert haben, ist das natürlich eine tolle Sache, die WM auch hautnah mitzuerleben und die Stimmung aufzusaugen. Daher ist der Standort Leipzig für unseren nächsten Lehrgang optimal.“

Einen Blick über die Zeit nach der Nachwuchs-Nationalmannschaftskarriere hinausgehend ist auch in die Maßnahme integriert. Es wird Theorienblöcke zum Thema „Perspektive 2024“ geben, das bei der Bundestrainertagung in Bremen besprochen wurde. „Wir wollen den Spielerinnen eine individuelle Karriereplanung aufzeigen und sie über mehrere Jahre begleiten, damit sie sich in der Handball Bundesliga Frauen behaupten und langfristig wichtige Eckpfeiler der Frauen-Nationalmannschaft werden können“, sagt Marielle Bohm.

Ein Ziel, das auch Axel Kromer, Sportvorstand und zukünftiger Sportdirektor des Deutschen Handballbundes, teilt: „Ein Ziel ist, aus jedem Jahrgang zwei Spieler beziehungsweise Spielerinnen in die A-Nationalmannschaft zu bringen.“ Daher sollen auch bestehende Kooperationen ausgebaut werden. „Eine Option, die wir bereits erfolgreich umsetzen und in Zukunft noch ausbauen können, ist die Bundeswehr für unseren weiblichen Nachwuchs. Bei den Junioren hat die Sportfördergruppe sehr gut eingeschlagen, das wollen wir auch für den weiblichen Nachwuchs nutzen“, sagt Kromer.

Für die Maßnahme in Leipzig haben Marielle Bohm und Jens Pfänder insgesamt 19 Spielerinnen nominiert. Im Januar 2018 folgen erstmals Regionallehrgänge, ehe im März 2018 die WM-Qualifikation für die Endrunde in Ungarn (1. bis 15. Juli) auf dem Programm steht.

 

Das Aufgebot der weiblichen U20-Nationalmannschaft:

Lea Rühter (Buxtehuder SV/SGH Rosengarten BW-Buchholz), Sarah Wachter (TV Nellingen), Katharina Filter (Buxtehuder SV), Selina Kalmbach (Neckarsulmer SU), Louisa De Bellis (FSG Waiblingen/Korb), Amelie Berger (TSV Bayer 04 Leverkusen), Nina Fischer (TG Nürtingen), Julia Herbst (SGH Rosengarten),  Mia Zschocke (TSV Bayer 04 Leverkusen), Elisa Stuttfeld (TV Nellingen), Isabelle Dölle (Werder Bremen), Julia Maidhof (Bensheim Auerbach/FSG Mainz 05/Budenheim), Annika Lott (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alicia Soffel (FSG Mainz 05/Budenheim), Julia Redder (Thüringer HC), Vildana Halilovic (HSG Bensheim Auerbach), Nele Franz (HSG Blomberg-Lippe), Nina Reißberg (SV Union Halle-Neustadt), Isabell Hurst (HC Leipzig)
Reserve: Celina Meißner (SG BBM Bietigheim/TG Nürtingen), Jennifer Souza (TSV Bayer 04 Leverkusen), Katharina Meier (Buxtehuder SV)

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