Die weibliche U20-Nationalmannschaft war in Leipzig hautnah bei der WM dabei.

14.12.2017 · Home, Nationalteams, Juniorinnen Nationalteam, WM 2017 Frauen · Von: TR

„Ein außergewöhnlicher Lehrgang“ – Weibliche U20 spürt WM-Atmosphäre

WM-Atmosphäre für die weibliche U20-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes: Die Mannschaft des Trainer-Duos Marielle Bohm und Jens Pfänder absolvierte während der Weltmeisterschaft der Frauen einen Lehrgang im WM-Standort Leipzig. Die Maßnahme fand vom 30. November bis zum 7. Dezember statt und war laut Bohm ein „außergewöhnlicher Lehrgang mit sehr vielen Eindrücken.“

Der Lehrgang in Leipzig war der erste nach der Europameisterschaft in Slowenien, weswegen unter anderem deren Analyse und Nachbereitung auf dem Programm stand. Zusammen mit der Sportpsychologin Claudia Reidick wurden Einzel- und Mannschaftsgespräche geführt und die EM somit aufgearbeitet. „Es ist sehr wichtig, dass die Mannschaft versteht, was gut funktioniert hat, aber auch, wo noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.  Aus der Analyse haben wir Ansätze abgeleitet, wie man noch erfolgreicher arbeiten kann und woran mannschaftlich und individuell auch zusammen mit den Vereinstrainern gearbeitet werden muss. Die Lehren, die wir aus der EM gezogen haben, können wir jetzt in den darauffolgenden Lehrgängen umsetzen“, erklärt Bohm. Zusätzlich wurde mit Hilfe einer Kraft-Leistungs-Diagnostik auch der Ist-Zustand überprüft. „Im Training haben wir uns auch mit vielen taktischen Mitteln auseinandergesetzt. Zum einen wurden bekannte Maßnahmen angepasst, aber auch neue Erweiterungen ins Repertoire aufgenommen“, beschreibt Pfänder das Training.

Neben den normalen Trainingseinheiten absolvierte die Mannschaft auch ganz besondere Termine: Am 30. November war sie eines der Demonstrationsteams für die WM-Schiedsrichter, am 2. Dezember spielte sie beim IHF-Trainersymposium in Leipzig vor. „Das war eine spannende Geschichte für alle Beteiligten. Für die Mädchen war es großartig so nah an der WM dran zu sein und auch ein stückweit ein Teil davon sein zu dürfen“, so Bohm. Höhepunkt des Lehrgangs waren die drei Besuche der Vorrundenspiele der Ladies gegen Kamerun, Korea und Serbien. „Für die Mannschaft war das ein wichtiger Input für das Gesamtziel. Das hat den Mädchen nochmal gezeigt, was man im Leistungssport erreichen kann. Und natürlich haben sie mit ihren Mannschaftskolleginnen mitgefiebert, die meisten spielen ja mit den Nationalspielerinnen zusammen in der 1. Liga.“

Ein weiterer Bestandteil des Lehrgangs war die Zukunftsperspektive der Spielerinnen. „Dabei geht es sowohl um kurzfristige Ziele, wie die WM in Ungarn, als auch um langfristige Perspektiven. Duale Karriere, Eliteförderung, Etablierung in der 1. Liga, das sind alles Themen mit denen wir uns zusammen mit unseren Spielerinnen befassen“, sagt Pfänder.

Insgesamt zeigt er sich sehr zufrieden mit dem Lehrgang in Leipzig: „Wir ziehen ein sehr positives Fazit aus den Tagen in Leipzig. Das war eine gute Maßnahme, um uns einen Überblick zu verschaffen, denn wir haben auch Spielerinnen integriert, die wegen Verletzung bei der EM nicht dabei sein konnten. Das gibt uns einen guten Gesamteindruck über unsere Möglichkeiten. Und auch die Mädchen haben den Lehrgang mit den vielen unterschiedlichen Ansätzen super aufgenommen und konnten viele Eindrücke mitnehmen.“

Bereits im Januar finden die nächsten Maßnahmen der U20-Nationalmannschaft statt. Geplant sind zwei Regionallehrgänge, die erstmals durchgeführt werden. Im März wartet auf die DHB-Auswahl mit der WM-Qualifikation für die Endrunde in Ungarn (1. Bis 15. Juli) das erste große Highlight im Kalenderjahr 2018. Hierbei trifft die Mannschaft von Bohm/Pfänder vom 23. bis 25. März auf Island, Mazedonien und Litauen. Nur der Gruppenerste löst das Ticket für die Weltmeisterschaft in Ungarn.  

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