Melanie Leitl und die Brüder Ismaning wollen auf Gran Canaria eine Medaille holen. - Foto: Christian Bendig

23.09.2016 · Beach · Von: cb

Deutsche Meister fliegen ambitioniert zum Champions Cup

Riesige Vorfreude bei den Beachhandballern der Mindener Sanddevils. Tiefe Enttäuschung bei den Frauen von Strandgeflüster. Während der amtierende Deutsche Meister um Markus Südmeier beim Anfang November stattfindenden Champions Cup auf Gran Canaria durchaus ambitioniert in den Sand geht, steigt der deutsche Vizemeister und eventuelle Nachrücker Strandgeflüster definitiv nicht in den Flieger.

„Das ist wirklich enttäuschend. Der Deutsche Handballbund hat sich sehr stark für uns eingesetzt, dass wir als Nachrücker antreten dürfen. Leider bekommen wir aus beruflichen Gründen keine Mannschaft zusammen. Es macht auch keinen Sinn, mit einer zusammengewürfelten Mannschaft anzutreten. Wir wären unheimlich gerne hingeflogen“, bedauert Nina Kussmann von Strandgeflüster.

Noch offen ist, ob die Caipiranhas als Nachrücker am Champions Cup teilnehmen werden. „“Wir sind bereit und würden eine Mannschaft zusammen bekommen“, meint Martina Ebersberger von den „Caipis“. Es hänge jedoch davon ab, wann die Entscheidung über einen Nachrücker fällt, denn aktuell, so Ebersberger „hängen wir ein wenig in der Luft. Wir wissen auch nicht, wann die EHF bekannt gibt, ob wir dabei sein oder nicht.“

Die Brüder Ismaning, Anfang August in überragender Manier Deutscher Meister geworden, möchten nach Platz vier und fünf nun eine Medaille. „Das wäre die logische Konsequenz unserer Entwicklung. Schon im letzten Jahr, als wir Fünfter wurden, hätte es mit ein wenig Glück für das Halbfinale gereicht. Und von da an ist bekanntlich alles möglich“, blickt Brüder-Trainer Alexander Novakovic zurück. „Zudem ist die Leistungsdichte in den vergangenen Jahren auf europäischer Ebene stark gestiegen“, hat sein Trainerkollege Manfred Königsmann beobachtet. Und beide wissen: Eine Medaille würde dem Aufschwung des deutschen Beachhandballs einen weiteren Impuls verleihen.

Voller Vorfreude machen sich die Sanddevils in rund sechs Wochen auf den Weg. „Das kostet ja auch eine Stange Geld. Deswegen fahren wir da auch nicht hin, um nur die Vorrunde zu überstehen“, gibt sich Markus Südmeier, Kapitän der Vorjahres-Viertelfinalisten, kämpferisch. Das Ziel lautet Halbfinale. Unterkunft und Flüge sind gebucht. Die deutschen Farben im Sand der Kanareninsel werden zudem von den Sanddevils vertreten. Trotz einiger berufs- und studienbedingter Absagen gehen Marcus Südmeier und Co. hochmotiviert an den Start. „Wir fliegen trotzdem mit einer ordentlichen Truppe dahin“, ist sich Südmeier sicher.

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