Landesverbände

Moderierte das Netzwerktreffen im Zuge des „Tags des inklusiven Handballs“: Doris Birkenbach, stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes. – Foto: Schlotmann

18.03.2017 · Verband, Landesverbände, Home, Engagement · Von: oti

Netzwerktreffen Inklusion: Birkenbach spricht von Mehrwerten für die zukünftige Arbeit

Doris Birkenbach, stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes (DHB), zieht eine positive Bilanz des Netzwerktreffens im Zuge des „Tags des inklusiven Handballs“ in Hamburg. „Für uns gibt es viele Dinge, die aus den Diskussionen für unsere zukünftige Arbeit mitzunehmen sind“, sagte Birkenbach am Samstagabend. Die gut 40 Teilnehmer der von der Aktion Mensch geförderten Veranstaltung diskutierten in den Räumen der Louise Schroeder Schule an der Thedestraße über den Aufbau von Gruppen für inklusiven Handball, deren wissenschaftliche Begleitung, die Kooperation mit Special Olympics Deutschland sowie die Rolle des Spitzenverbandes in der Weiterentwicklung des gemeinsamen Sports für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Vorausgegangen war dem Netzwerkentreffen am Vormittag eine Weiterbildungsveranstaltung.

Birkenbach: „Wir haben darüber diskutiert, wie man unser Thema in die Ausbildung integriert oder gegebenenfalls auch niederschwellige Angebote etabliert.“ Konkret hinterfragt hätten die Teilnehmer des Treffens Trainingsmaterialen. „Unsere Aufgabe als DHB muss sein, deutlich zu machen, was es schon alles gibt. Wir brauchen mehr Hilfestellungen für Leute, die ganz am Anfang stehen; auch im Bereich der Kooperationen mit den Förderschulen. Da müssen wir mehr reingehen; gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden.“

Ronny Weber, Nationaler Koordinator Special Olympics Deutschland, mit Blick auf die Forderung nach mehr Bildungsangeboten für Trainerinnen und Trainer inklusiver Handballgruppen: „Wichtig ist, dass wir auch weiterhin den praktischen Arbeiten mehr Gewicht einräumen als den theoretischen. Ansätze sind auf jeden Fall da.“

Professor Dr. Steffen Greve, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitseinheit Sportwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg und Mitglied der Jugendkommission des DHB, forderte die Verantwortlichen der Inklusionsgruppen auf, Kontakte zu Universitäten zu suchen, um die Arbeit evaluieren zu lassen.

„Die Arbeit der Universitäten ist ein unbezahlbarer Schatz“, bestätigte Martin Wild von Freiwurf Hamburg. Grundsätzlich gelte: „Ausprobieren, was geht.“ Zum Aufbau von Gruppen empfahl der Hamburger, gezielt auf Fördereinrichtungen zuzugehen, aber auch auf klassische Marketinginstrumente wie Flyer oder auch Multiplikatoren zu setzen.

Teilnehmerin Tabea Kransel aus Darmstadt, die aktuell in Berlin Inclusive Education / Integrative Heilpädagogik studiert: „Ich wollte hier herausfinden, wie inklusiver Handball funktionieren kann, weil ich mir das nicht vorstellen konnte. Meine Fragen sind auf jeden Fall beantwortet worden.“

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