Landesverbände

Katharina Ebelnkamp und Alina Adenau: Schiedsrichterinnen aus den Reihen des Handball-Verbandes Mittelrhein.

07.09.2017 · Home, Landesverbände, HV Mittelrhein, Engagement, Frauenkommission · Von: pm / oti

„WM 2017 – Handball erleben“ – Katharina Ebelnkamp und Alina Adenau fordern Umgang mit Respekt

„WM 2017 – Handball erleben“ – Bis zum Beginn der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen vom 1. bis 17. Dezember in Deutschland stellen Teilnehmerinnen des Projektes „Anpfiff: Mehr Frauen im Spiel“ Nachwuchs-Schiedsrichterinnen aus einzelnen Landesverbänden vor, die sie seit dem Wismar-Cup des Handball-Verbandes Mecklenburg im Juni dieses Jahres und bis zur WM im Dezember begleiten: Angefangen bei dem Weg, den die jungen Frauen bisher hinter sich gebracht haben und in ihrer Laufbahn noch weiter beschreiten wollen, über Chancen der Persönlichkeitsentwicklung, die das Engagement im Schiedsrichterwesen mit sich bringt, bis hin zum „Blick in die Sporttasche“. Katharina Ebelnkamp und Alina Adenau beschäftigen sich mit der Vorbildfunktion.

Beide sind 19 Jahre alt. In ihrer Freizeit leiten sie unter anderem Spiele in der Jugendbundesliga weiblich. Sie wissen um die Komplexität der Aufgaben, der sie sich vor, während und nach den Spielen zu stellen haben – und um die Übernahme der Vorbildfunktion, die von den den Schiedsrichtern landauf und landab erwartet wird. Pflichten, aus denen nach Auffassung der jungen Frauen aus den Reihen der Mitgliedsvereine des Handball-Verbandes Mittelrhein auch Rechte abzuleiten sind.

Die beiden 19-Jährigen unisono: „Auch der Aktive sollte den Schiedsrichter nicht nur akzeptieren, sondern auch dessen Vorbildfunktion anerkennen.“ Sie ziehen Vergleiche: „Ein guter Spieler, der taktisch klug agiert und das gesamte Spiel im Blick hat, genießt Anerkennung. Genauso muss der Schiedsrichter das Spiel im Blick haben. Zusätzlich ist er gefordert, unparteiische Entscheidungen zu treffen.“

Katharina Ebelnkamp: „Immer wieder kommt es zu hitzigen und oft nicht einfach zu lösenden Situation für uns Schiedsrichter. Unter hohem Druck müssen wir innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen treffen.“ Mit Kritik können Katharina Ebelnkamp und Alina Adenau leben – dann, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt und mit angemessenem Respekt kommuniziert wird.

Das gelte auch für die Leitung von Jugendspielen: „Die Schiedsrichter werden jünger, „haben aber alle eine qualifizierte Ausbildung gemein“, weiß Alina Adenau. „Eltern sollten die Unparteiischen als Vorbilder betrachten und sie zu unterstützen; Schiedsrichter wollen schließlich ihren Kindern die Regeln vermitteln und an das Regelbewusstsein heranzuführen.“ Die Kompetenzen eines ausgebildeten Trainers würden viel seltener infrage gestellt als die des Schiedsrichters.

Wenn Katharina Ebelnkamp und Alina Adenau nach ihren eigenen Vorbildern befragt werden, müssen sie nicht lange überlegen: „Maike Merz und Tanja Schilha“, erklärt Katharina Ebelnkamp, „die wir vor zwei Jahren kennenlernen durften.“ Alina Adenau: „Es war spannend zu hören, dass auch sie mal da angefangen haben, wo wir heute stehen. Durch Fleiß, Ehrgeiz, Leistung und ein wenig Glück könnten wir vielleicht denselben Weg einschlagen, den dieses Frauengespann eingeschlagen hat.“

Die Erkenntnisse, die Katharina Ebelnkamp und Alina Adenau aus dem Gespräch mit den Elite-Schiedsrichterinnen gezogen haben, wirken nachhaltig: „Wir hatten schon Respekt davor, uns mit den beiden zu unterhalten, aber im Verlauf des Gesprächs haben sie uns viele hilfreiche Tipps geben“, sagt Katharina Ebelnkamp. Alina Adenau: „Auch zu Bereichen, mit denen Frauen eher zu kämpfen haben als ihre männlichen Kollegen.“ Und: „Auch wir versuchen unsere Erfahrungen weiterzugeben, speziell an jüngere Schiedsrichterinnen – und wollen so auch unserer eigenen Vorbildfunktion gerecht werden.“

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