Landesverbände

Workshop in den Räumen der Universität Hamburg.

07.11.2017 · Landesverbände, Hamburger HV, Engagement · Von: PM

Inklusion im Handball: Leuphana Lüneburg, Uni Hamburg und „Freiwurf“ mit zweitem Workshop

Der Campus der Universität Hamburg war jetzt Veranstaltungsort des zweiten gemeinsamen Workshops von Freiwurf Hamburg, dem Arbeitsbereich Bewegung, Spiel und Sport der Universität Hamburg und dem Institut für Bewegung, Sport und Gesundheit der Leuphana Universität Lüneburg. Seit Ende 2014 lässt sich die inklusive Handball-Initiative wissenschaftlich begleiten und evaluieren. Jetzt wurden erneut die Ergebnisse zwischen Forschern und den Handballern ausgetauscht.

Nach einem ersten Workshop im Juni 2016 hatten Dr. Steffen Greve (Leuphana Universität Lüneburg) und Prof. Dr. Claus Krieger (Universität Hamburg) als Leiter des Forschungsprojektes erneut die Aktiven von „Freiwurf“ in die Räume der Universität Hamburg eingeladen. „Wir blicken inzwischen auf fast drei Jahre gemeinsames Handeln, das macht uns schon etwas stolz“, so Greve, „aber in erster Linie hoffen wir, dass wir noch lange Freiwurf helfen können und dürfen.“

Nachdem im ersten Workshop auf Grundlage erster Forschungsergebnisse verschiedene Handlungsalternativen für die Praxis zwischen Handballern und Wissenschaftlern diskutiert wurden, standen dieses Mal drei Themen im Mittelpunkt, die Studierende in ihren Masterarbeiten explizit untersucht hatten.

Malte Bösch hatte sich mithilfe einer Videoanalyse mit Coachingsituationen im inklusiven Spielbetrieb auseinandergesetzt, Sophia Emamifard analysierte Interviews mit Schiedsrichtern aus der „Freiwurfliga“ und Leonie Möller beschäftigte sich mit Kontaktsituationen zwischen Menschen mit und ohne Handicap bei „Freiwurf“.

Alle drei Studierenden stellten ihre Arbeit vor und leiteten anschließend Diskussionsrunden mit den „Freiwürflern“. „Alle drei haben einen tollen Job gemacht und uns viele neue Impulse gegeben“, so Martin Wild, Vorsitzender von Freiwurf Hamburg.

Begonnen hatte der Workshop mit einem Überblicksvortrag von Steffen Greve, der die vergangenen Jahre Revue passieren ließ. „Inzwischen haben wir das Forschungsprojekt national sehr breit und auch punktuell international präsentiert und generell sehr gutes Feedback erhalten“, so Greve. Zudem bestehe eine Forschungskooperation mit der Sporthochschule Köln zum Thema Rollstuhlhandball.

In Zukunft sind weitere Forschungsaktivitäten geplant, so ist ein Transfer im Kontext eines Forschungsprojekt zur pädagogischen Trainingsqualität im Rahmen des DOSB-Projektes „Qualifizierung für Inklusion“ denkbar und in Planung. „Wir haben beim DOSB eine Interessensbekundung abgegeben und befinden uns in guten Gesprächen“, erläutert Greve. Ein nächster Workshop ist für 2018 geplant.

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