Ende der Negativ-Serie: Mia Zschocke gelangen beim 29:20 der Juniorelfen gegen den SC Fortuna Köln drei Treffer. - Foto: Biene Hagel

11.12.2014 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel West · By: aha

Die Juniorelfen beenden im Derby gegen die Südstadtkanonen ihre Negativ-Serie

Der TSV Bayer 04 Leverkusen II hat seinen Negativ-Lauf in der 3. Liga West gestoppt. Im rheinischen Derby setzten sich die Juniorelfen mit 29:20 (15:7) gegen den SC Fortuna Köln durch und schickten die Südstadtkanonen wieder ans Tabellenende, da sich das bisherige Schlusslicht, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, mit 28:22 (17:11) gegen die HSG Gedern-Nidda behauptete. „Der Sieg war nicht nur mit Blick auf die Tabelle wichtig, sondern vor allem für das Selbstvertrauen meiner Mannschaft“, sagte Bayer-Trainer Christian Hentschel, nachdem er zuvor viermal in Serie mit seinem Team verloren hatte.

Zehn Minuten lang war diese Partie ausgeglichen – 5:5. Dann aber schon gelang den Juniorelfen, obwohl sie nur mit einem Mini-Aufgebot angetreten waren, dem unter anderem die gesperrte Ramona Ruthenbeck fehlte, schon die Vorentscheidung, und zwar mit einem 7:0-Lauf. Pia Adams, Anna-Maria Spielvogel, Mia Zschocke, Louisa Leichthammer, Pia Adams per Siebenmeter, Kim Braun und erneut Anna-Maria Spielvogel warfen das Hentschel-Team mit 12:5 vorne. Und das hatte Jannusch Frontzek, der Coach der Südstadtkanonen, auch mit zwei Auszeiten nicht verhindern können. Es gelang ihm nicht, die enorm hohe Fehlerzahl seiner Spielerinnen zu reduzieren.

Das große Plus der Juniorelfen gerade in dieser Phase war, dass sie sich in der Deckung stark verbessert präsentierten und dem Rückraum der Kölnerinnen kaum Möglichkeiten gaben, sich zu entfalten; und im Angriff fanden sie, wenn sie nicht gerade Gegenstoß-Treffer erzielten, regelmäßig gute Lösungen gegen die defensive Fortuna-Abwehr. „Wir haben endlich einmal Konstanz in unser Spiel bringen können, wobei die Defensive die Grundlage war. Das war spielentscheidend“, erklärte Christian Hentschel, der 36-jährige Coach der Leverkusenerinnen.

Nach dem Wechsel sah Jannusch Frontzek zwar einen Fortschritt bei seinem Team, zumal Torhüterin Charlotta Quidde einige gute Paraden zeigte. „Wir haben es aber nie geschafft, die Fehlerquote im Aufbauspiel auf ein akzeptables Maß zu reduzieren“, erklärte Fortuna-Sprecherin Wiebke Janßen und erkannte den verdienten Sieg der Aufsteigerinnen auch neidlos an. „Wir haben eine Menge Verletzte zurzeit“, meinte Trainer Jannusch Frontzek. „Aber für diese Leistung ist das keine Erklärung – geschweige denn eine Entschuldigung. Es sah phasenweise nach Angsthasen-Handball aus, was wir abgeliefert haben.“

Es ist nicht verwunderlich, dass Christian Hentschel deutlich bessere Laune hatte. Und als er in der 52. Minute auf die Anzeigetafel blickte und dort das 25:13 sah, ging es ihm richtig gut. Mit einem 3:0-Lauf nach dem 22:13 hatten Pia Adams, Mia Zschocke und Elisa Burkholder für die höchste Führung der Juniorelfen in dieser Partie gesorgt. „Auch wenn die letzten zehn Minuten, in denen wir nicht mehr so konsequent gespielt haben, uns noch einmal gezeigt haben, dass wir immer auf der Höhe sein müssen, bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft“, sagte der Bayer-Coach. „Das war ein toller Teamerfolg, bei dem ich keine Spielerin hervorheben möchte, weil jede für die andere gearbeitet hat.“

Und vor der nächsten Aufgabe ist Christian Hentschel auch nicht bange. „Wir können völlig befreit aufspielen und stehen nicht unter Druck“, erklärt er vor der Partie beim ungeschlagenen Spitzenreiter SG TSG/DJK Bretzenheim. „Wir können dort nur gewinnen, wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen. Ob es dann auch für Punkte reicht, sehen wir am Samstag.“ Anwurf wird um 18 Uhr sein.

TSV Bayer 04 Leverkusen II: Gerken, Fehr, Romeike – Zschocke (3), Spielvogel (4), Burkholder (4), Adelberg, Leichthammer (2), Teixeira da Silva, Braun (5), Hoemann (1/1), Adams (10/4).

SC Fortuna Köln: Ellereit, Quidde – Denkewitz (1), Wojtowicz (6/2), Klinnert (3), Stüssel (1), Schumacher (4/1), Vennegerts (2), Kossmann (1), Bonk (2).

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