Lukas Köder und die HCOB befinden sich trotz einer soliden Rückrunde immer noch in akuter Abstegsgefahr. - Foto: Verein

14.04.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Das Pendel soll in die andere Richtung umschlagen- HCOB-Handballer möchten beim TuS Fürstenfeldbruck für den Klassenerhalt punkten

Die sportliche Hürde ist hoch und die Voraussetzungen sind nicht optimal. Trotzdem wollen die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang im Kampf um den Verbleib in der Dritten Liga beim TuS Fürstenfeldbruck überraschende Punkte mitnehmen. Trainer Matthias Heineke setzt auf eine starke Defensivleistung seiner Mannschaft und erhofft sich Kontertore. Gespielt wird am Samstag um 19.30 Uhr in der Wittelsbacher Halle.

Durch den Sieg gegen den TSV Neuhausen/Filder wahrte der HCOB Hoffnungen auf den Verbleib in der Dritten Liga. Der Erfolg war wichtig, weil auch die Konkurrenz nicht nachlässt. Trainer Heineke sagt mit etwas zeitlichem Abstand zum Württemberg-Duell: „Wir haben eine ununterbrochen gute Abwehrleistung gezeigt und können daraus viel Selbstvertrauen mitnehmen.“ Aufgefallen ist ihm, „dass wir unser Konterspiel trotz vieler Ballgewinne nicht wie gewünscht umgesetzt haben – und besonders bei diesem Aspekt am Samstag eine große Leistungssteigerung benötigen.“

Aus Sicht des Coaches war bei den bisherigen drei Duellen beider Teams in der vergangenen und in der laufenden Runde entscheidend, „dass wir den Vergleich in puncto Kontertoren verloren haben.“ Wiederkehrendes Charakteristikum der Spiele zwischen HCOB und Fürstenfeldbruck sei auch gewesen, dass die Oberbayern das Abwehrzentrum kompakter gestellt bekamen und daraus resultierend mehr Torwartparaden hatten. „Das sind dann drei elementare Dinge, die zu den Niederlagen geführt haben.“ Im Umkehrschluss gelang es dem HCOB in den vergangenen Begegnungen, sich in der Abwehr permanent zu steigern, auch Torwart Thomas Fink hält seit Wochen hervorragend. Das lässt Hoffnung, dass das Pendel beim neuerlichen Aufeinandertreffen einmal in die andere Richtung ausschlägt – vor allem, wenn dann auch die Konter wieder prägnanter zum Torerfolg führen.

Ein Problem der HCOB-Handballer: Sie treten nicht nur tabellarisch als Außenseiter beim Fünften (31:21 Punkte an), sie haben auch personelle Probleme. Philipp Maurer und Philipp Schöbinger, die schon beim Heimspiel gegen Neuhausen/Filder wegen einer Daumen- bzw. einer Oberschenkelverletzung hatten pausieren müssen, kehren noch nicht in den Kader zurück. Der mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Rückraumspieler Felix Raff spielt mit dem TV Bittenfeld um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft. Torwart Sven Grathwohl ist beruflich gebunden, für ihn reist Routinier Stefan Merzbacher mit in den Großraum München.

Die bitterste Nachricht von allen lautet: Rückraumspieler Benjamin Röhrle hat sich das vordere Kreuzband seines rechten Knies gerissen. Er zeigte, nachdem er schon zu Beginn des Jahres einige Spiele verpasst hatte, zuletzt aufsteigende Form, nun muss es wieder ohne ihn gehen. Das ist gewiss kein Vorteil im Saisonendspurt. Die HCOB-Handballer müssen sich zum wiederholten Male in dieser Saison auf die alte Weisheit besinnen, dass es gilt, noch intensiver zusammenzurücken, um das Fehlen nicht nur von Röhrle über das Kollektiv zu kompensieren.

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