Zum letzten Mal klatscht TSV-Coach Ralf Bader nach einem Drittligaspiel mit dem gegnerischen Trainer ab und verabschiedet sich wie vier weitere Spieler von den Fans in der Egelseehalle. Foto: Jörn Kehle/Verein

05.05.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

MadDogs-Trainer Bader: „Fürstenfeldbruck heißen Kampf liefern“

Am Samstag, 5. Mai, 19 Uhr, endet für die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder die Saison 2017/18. Zum letzten Heimspiel kommt der Tabellenfünfte TuS Fürstenfeldbruck in die Egelseehalle, wo die Mannschaft von TSV-Coach Ralf Bader mit der zweitoffensivsten Defensive auf die offensivste Abwehr trifft.

Aktuell stehen die Filder-Handballer auf Platz zehn, bei einem Punkteverhältnis von 28:30. Bei einem Sieg ist im besten Fall noch Position acht drin, bei einer Niederlage im schlechtesten Fall Rang elf. Bei den Panthern aus der Münchner Vorstadt stehen 33:25 Zähler sowie Platz fünf, zwischen Rang vier und sechs ist noch alles möglich. Ansonsten geht es für beide Kontrahenten weder noch um den Aufstieg noch gegen den Abstieg.

Im Vorrundenduell im Dezember zeigten beide Teams ihre Qualitäten in der offensiven Abwehr und es gab eine 25:25-Punkteteilung. „Ich erwarte ein ähnliches Spiel“, schätzt Bader, „was Moral, Wille und Kampfgeist betrifft, gefällt mir Fürstenfeldbruck von allen Mannschaften am besten, denn sie gehen in jedem Spiel volles Risiko, was auch durch ihre offensive Abwehr bedingt ist.“

Darauf wird er seine Jungs jedoch wieder einstellen. „Wir wissen auch, wie gut wir sind, und haben das über die Saison hinweg regelmäßig gezeigt“, vergibt der TSV-Kommandogeber auch ein Lob an seine Truppe, „Fürstenfeldbruck ist der Favorit und sie haben bewiesen, dass sie ins vordere Drittel gehören, aber wir werden ihnen einen heißen Kampf liefern.“

Seiner Meinung nach ist jetzt auch der beste Zeitpunkt für dieses Duell. „Beide wollen gewinnen, deshalb erwarte ich ein rassiges Spiel, in dem um jeden Zentimeter gekämpft wird.“ Vor der Saison gab er als Ziel 30:30 Punkte aus. „Ich habe die Vorgabe bewusst hoch angesetzt, und wenn wir das jetzt tatsächlich schaffen sollten, wäre das sensationell.“

Auf die Frage, ob er jedem Spieler, auch denen, die sich verabschieden, genügend Einsatzzeiten gibt, antwortet der diplomierte Sportwissenschaftler: „Ich brauche viele Spieler, weil ich ein anstrengendes System spielen lasse, und die letzten Partien haben deutlich gezeigt, dass die Akkus leer sind, deshalb brauchen wir jeden einzelnen Mann.“

Den Auswärtssieg am vergangenen Sonntag sicherten sich die Bader-Boys vor allem deshalb, weil sie in der Abwehr mehrere Klassen besser spielten, als acht Tage zuvor in Hochdorf. „Wir werden gegen Fürstenfeldbruck eine noch bessere Leistung brauchen“, weiß der 37-Jährige, „der Schlüssel ist, dass wir hinten viel mehr Ballgewinne haben, das ist auch die Basis, um der individuellen Klasse von Johannes Stumpf und Sebastian Meinzer beizukommen und ihre Kreise einzuengen.“

Weil auch die Bayern sehr weit herausrücken, macht er sich um die zuletzt durchwachsenen Offensivleistungen keine Sorgen. „Wir werden zu unseren Möglichkeiten kommen, müssen aber eine Schippe drauflegen.“ Nicht helfen kann dabei weiterhin Linksaußen Julian Reinhardt mit seiner Daumenverletzung. „Wir gehen bei ihm kein Risiko ein.“ Dafür bekommt Jochen Fuchs in seinem vorerst letzten Heimspiel im MadDogs-Trikot eine richtige Bühne, um sich von den Fans zu verabschieden, da er zur neuen Saison zum BWOL-Aufsteiger TSV Zizishausen wechselt. „Er hat sich das verdient, denn in den letzten beiden Spielen hat er eine Steigerung gezeigt“, ordnet Bader die Leistung des Eigengewächses ein.

Neben Fuchs werden Bader selbst, Dominik Eisele, Joshua Gantner und Alexander Trost nach der Partie verabschiedet. Zur Saisonabschlussfeier ist wie gewohnt das TSV-Grillteam am Start und hat diesmal ein größeres Aufgebot bereit, da parallel zum Spiel in der Festhalle ein Konzert stattfindet. Auch deshalb werden die Zuschauer gebeten, nicht mit dem Auto anzureisen, da es nur begrenzt Parkplätze gibt.

Anzeige
Banner DHB-Rahmentrainingskonzeption
Hanniball