Auf so eine Jubelbild hofft Steffen Thiede, Trainer der Drittliga-Handballerinnen der HSG Union 92 Halle, bereits Freitagabend. Ein Punkt in Blomberg würde zum Klassenerhalt reichen. Die zweite Chance gibt es am Sonntag zuhause gegen MTV Rohrsen. Foto: Sören Voss

17.04.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein / westfalen blatt

Wochenende der Entscheidung: Halle will heute den Klassenerhalt perfekt machen – sonst droht Endspiel am Sonntag

Gut 120 Minuten Handball innerhalb von knapp 48 Stunden entscheiden an diesem Wochenende wohl über die gesamte Saison des Frauenhandballteams der HSG Union 92 Halle.

In der 3. Bundesliga Ost kann die Mannschaft heute Abend, 19.30 Uhr bei der HSG Blomberg-Lippe II schon mit einem Unentschieden vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Sonst droht ein echtes Endspiel am Sonntag gegen den Drittletzten MTV Rohrsen. Halle muss sich die Truppe aus dem Handballdorf bei Hameln vom Leib halten, denn Rohrsen könnte mit zwei Siegen noch zur Union aufschließen und hätte dann den direkten Vergleich gewonnen. Weil Union am letzten Spieltag auswärts bei HSV Marienberg wohl kaum noch Zählbares ergattern wird, liegt der gesamte Fokus nun auf diesem Wochenende der Entscheidung.

»Ich will in Blomberg gewinnen«, spricht der Union-Trainer von mehr als dem einen noch fehlenden Punkt. Die Aussicht, sich am Sonntag von allen Abstiegssorgen befreit von den eigenen Zuschauern und den scheidenden Spielerinnen Theresa Janzen, Jenna Teigelmeister und Sina Speckmann im würdigen Rahmen zu verabschieden, beflügelt das gesamte HSG-Umfeld.

Zudem sind alle Spielerinnen wieder fit, die zuletzt mit Blessuren und Krankheiten passen mussten. Lediglich hinter Linda Hillmer taucht berufsbedingt ein Fragezeichen auf. Die Schichtarbeiterin wird heute eventuell nach Blomberg nachreisen.

Die Aufgabe beim Tabellenfünften (27:19 Punkte) hat es in sich. Das Hinspiel gegen die Bundesligareserve aus Lippe verloren die Hallerinnen mit 23:26. »Blomberg ist eine junge Mannschaft, organisiert eine vernünftige Abwehr und legt das gesamte Spiel auf Tempo aus«, erklärt der Trainer seinen Spielerinnen, warum sie entgegen der sonstigen Marschroute dieses Mal im richtigen Moment selbst auf die Bremse treten sollen. »Wir müssen denen mit unserer Erfahrung und körperlichem Spiel begegnen und dürfen nicht in deren Gegenstöße laufen«, fordert Thiede, der nach dem Auswärtssieg bei Schlusslicht HSV Minden-Nord am vergangenen Wochenende nun das Minimalziel am Ende einer von großem Verletzungspech begleiteten Saison vor Augen hat.

Einen ganz einfachen »Plan B« hat Thiede angesichts der Tabellenkonstellation für den Fall, dass Halle in Blomberg leer ausgehen sollte, längst geschmiedet. »Dann müssen wir gegen Rohrsen eben gewinnen«, sagt der sein Team immer wieder emotional packende Trainer. Da muss er nur an die 20:22-Hinspielniederlage erinnern. »Die schwächste Saisonleistung unter meiner Regie.«

Es geht gegen eine Mannschaft, die auf Gedeih und Verderb von Alleinunterhalterin und Tormaschine Manuela Schostag abhängt. »Die müssen wir aus dem Spiel nehmen«, lautet das einfache Konzept. »Ich habe keine Lust gegen eine Mannschaft zu verlieren, die eindeutig schlechter ist als wir.«

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