Marleen Fräßdorf und Halles Handball-Frauen hatten gestern in Blomberg keine Chance. Nun muss Union Sonntag in eigener Halle gegen den direkten Kontrahenten Rohrsen punkten. - Foto: Sören Voss

18.04.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Jetzt gibt es Sonntag ein Endspiel gegen Rohrsen– Union Halle vergibt ersten Matchball gegen Blomberg II

Den ersten Matchball im Kampf gegen den Abstieg haben die Drittliga-Handballerinnen von Union Halle gestern Abend vergeben. Nach dem 21:31 (9:19) bei HSG Blomberg-Lippe II heißt es nun: Ganz schnell wieder aufstehen und die Köpfe für das „Endspiel“ um Sonntag frei bekommen.

Dass seine Schützlinge die deutliche Niederlage wegstecken und in eigener Halle gegen den direkten Kontrahenten MTV Rohrsen den Klassenerhalt perfekt machen, davon ist Union-Coach Steffen Thiede fest überzeugt: „Wir müssen nur die zweite Halbzeit gegen Blomberg im Kopf behalten. Die war fünf Klassen besser als Durchgang eins. Mit dieser Leistung gewinnen wir ganz sicher gegen Rohrsen.“

Der Start gestern Abend sorgte allerdings beim Haller Anhang für tiefe Sorgenfalten. Thiede nahm bereits nach 3:40 Minuten die erste Auszeit, besser wurde das Spiel seines Teams nicht: „Wir hatten überhaupt keinen Zugriff. Vorne haben wir die Lücken nicht gezogen und auf die Abwehrformationen nie die richtigen Antworten gehabt.“ So zogen die Gastgeberinnen nach einem 4:0-Auftakt schnell über 7:2 und 11:3 schon bis zur Pause entscheidend auf 19:11 davon.

„Ich habe in der Kabine gesagt, wir beginnen jetzt wieder bei 0:0. Und in der zweiten Hälfte haben wird dann ja auch unentschieden gespielt – und das nicht, weil der Gegner die Partie bereits abgehakt hat“, sorgten die zweiten 30 Minuten beim Haller Coach für Zuversicht. Außerdem sei es laut Thiede keine Schande auswärts gegen diese Bundesliga-Reserve zu verlieren: „Das ist eine spielerisch ganz starke Mannschaft. Wahnsinn, wie sich die die jungen Talente im Vergleich zum Hinspiel entwickelt haben. Die machen in einem halben Jahr drei Schritte nach vorne.“

Sonntag dagegen wartet nun ein Kontrahent, den Union besiegen muss. Thiede ist froh, dass sich niemand verletzt hat und im „Endspiel“ in eigener Halle alle Spielerinnen an Bord sind.

Union Halle: Stüker (bis 15.), Werft (ab 15.); Löbig (3), Speckmann (6), Thiede (5/2), Bergmann (1), Gottschalk, Sommer (4/1), Fräßdorf (2), Südmersen, Teigelmeister.

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